MHC-Damen gehen als Herbstmeister in die Winterpause
– Dem 3:0 gegen Köln folgt ein 2:1 nach Penaltyschießen gegen Bremen
Die MHC-Damen haben sich am letzten Spielwochenende in der Hinrunde der Feldhockey-Bundesliga die inoffizielle Herbstmeisterschaft gesichert. Mit satten sieben Zählern Vorsprung auf die drei ärgsten Verfolger hat sich das Team von MHC-Trainerin Sofie Gierts in die Winterpause verabschiedet. Den ersten Platz nach der ersten Saisonhälfte hatten sich die Blau-Weiß-Roten dabei schon am Samstag in der MHC Arena unter den Weihnachtsbaum gelegt, als man im Spitzenspiel gegen Rot-Weiss Köln einen überzeugenden 3:0 (1:0)-Sieg geholt hatte. „Im ersten Viertel hatte Köln zwei gefährliche Konter, da haben wir das echte Gesicht von Rot-Weiss gesehen“, freuten Gierts daher nicht nur die drei Punkte, sondern auch, dass man gegen die Rheinländerinnen ohne Gegentor blieb. „Wenn Köln nochmal auf 2:1 herankommt, dann kann das nochmal eng werden, ansonsten haben wir das Spiel gut kontrolliert“, empfand Gierts den Sieg als verdient.
In der 4. Minute hatten die MHC-Damen durch Torjägerin Alice Arnott die erste gute Gelegenheit, aber Lisa Höllriegl im RWK-Tor konnte abwehren. Linda Bens spielte auf Laura Bosch, die die erste Strafecke für den MHC zog. MHC-Kapitänin Stine Kurz trat an, aber ihren Versuch lenkte eine Kölnerin mit dem Schläger über das Gästetor (8.). Sonja Zimmermann hatte wenig später aus dem Spiel heraus Pech, als ihr Stecherversuch nur an der Querlatte des Kölner Tores landete (10.). In Sachen Alu-Treffer glichen die Domstädterinnen allerdings aus, als Felicia Wiedermann bei einem Konter den rechten Torpfosten des von Leonie Weißenberger gehüteten MHC-Tores traf (11.). Es gab die nächste Strafecke für den MHC und hier verpasste Carolin Seidel den Stecher ins RWK-Tor nur knapp (13.). Leonie Weißenberger hielt das 0:0 fest, als sie kurz vor Ende des ersten Viertels gegen Mai Steinebach parierte (15.). Das zweite Viertel gestaltete sich weit weniger spektakulär und als es schon nach einer torlosen ersten Halbzeit aussah, ließ Fiona Felber die Blau-Weiß-Roten 15 Sekunden vor Ende des zweiten Viertels doch noch das 1:0 (30.) bejubeln.
Der Beginn des dritten Viertels gehörte zunächst Köln und Leonie Weißenberger verhinderte gegen Katharina Reuthen den möglichen Ausgleich (34.). Lucina von der Heyde zog schließlich eine Strafecke für den MHC. Ines Wanner scheiterte an Höllriegl, aber Alice Arnott brachte den Ball im Tor unter, nur war da der Pfiff zur Wiederholungsecke bereits erklungen. Der Torjubel war damit nur kurz aufgeschoben den Weltmeisterin Juana Castellaro verwandelte die Wiederholungsecke zum 2:0 (40.). Im Schlussviertel hatte Köln eine Strafecke die Inma Sophia Hofmeister aber nicht in Zählbares verwandeln konnte (52.). In der 53. Minute jubelten die Kölnerinnen schließlich, aber ihr Treffer fand wegen Spiels mit der runden Seite keine Anerkennung. Leonie Weißenberger entschärfte eine Strafecke von RWK-Kapitänin Johanna Czech (57.) und Laura Bosch machte mit dem 3:0 (58.) den Deckel auf dieses Spiel, als ihr von einem Kölner Schläger abgefälschter Schuss den Wen ins Tor fand.
Am Sonntag war mit dem Bremer HC der neue Tabellenzweite zum zweiten Topspiel in der MHC Arena zu Gast. In den 60 Spielminuten sollte es dabei keine Tore geben. Die MHC-Damen behielten aber mit einem 2:1 (0:0, 0:0) nach Penaltyschießen zumindest zwei Punkte am Neckarplatt. „Es war nicht leicht, gegen eine Mannschaft zu spielen, die mit elf Spielerinnen hinten drin stand. Da hat uns heute auch etwas die Energie gefehlt, denn die Chancen, dieses Spiel zu gewinnen, hatten wir“, gefiel Sofie Gierts allerdings, dass ihr Team in den 60 Spielminuten erneut kein Gegentor zuließ. Daran, dass es nicht so kam, hatte auch Chiara Vischer im MHC-Tor ihren Anteil, als sie schon früh eine Bremer Strafecke von Lena Frerichs parierte (4.). Allerdings konnten auch die MHC-Damen aus ihrer ersten Strafecke kein Kapital schlagen (8.). Nach einem langen Schlenzball von Lucina von der Heyde pflückte Alice Arnott die Kugel herunter und schloss schnell ab, konnte aber die Bremer Keeperin Franziska Hagen nicht überwinden (14.). Auch Carolin Seidel erging es zu Beginn des zweiten Viertels nicht besser (17.). In der 26. Minute hatten die MHC-Damen erneut eine Strafecke, die bei Hereingeberin Agustina Habif landete. Wieder war
Hagen zur Stelle, aber der Ball wurde gefährlich und es gab die Wiederholungsecke, die Ines Wanner knapp am Bremer Tor vorbeisetzte (26.). Iris Langejans zog kurz vor der Halbzeit eine weitere Strafecke für den MHC und die Niederländerin war es letztlich auch, die Hagen nicht überwinden konnte (30.). Nach der Halbzeitpause wurde Alice Arnott am Siebenmeterpunkt am Abschluss gehindert, aber das Spiel lief weiter (32.). Linda Bens prüfte noch im dritten Viertel Gästekeeperin Hagen (41.). Im Schlussviertel hatten die MHC-Damen wieder eine Strafecke, konnten daraus aber auch nichts Zählbares machen (57.). So musste beim Stand von 0:0 nach 60 Minuten das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Dabei ließ sich Chiara Vischer bei den fünf Bremer Schützinnen nur von Emma Dieszbrock überwinden. Für den MHC hatten Stine Kurz und Juana Castellaro gleich zu Beginn des Shootouts getroffen, die somit mit dem 2:1 Punkt Nummer zwei ergatterten. ma