Die MHC-Herren überwintern auf Platz fünf
– Dem 2:3 gegen Köln folgt ein 5:6 nach Penaltyschießen gegen Krefeld
„Wir sind dicht an den Topteams dran, schaffen es aber noch nicht, den Sieg dann auch nach Hause zu bringen“, schmeckte MHC-Herrentrainer Andreu Enrich am Samstag der Einbruch seines Teams im Schlussviertel nicht. So war für die Blau-Weiß-Roten beim Wiedersehen mit Weltmeister Hugo von Montgelas, der seit dieser Saison das Trikot von Rot-Weiss Köln trägt, deutlich mehr drin, als die ärgerliche 2:3 (2:0)-Heimniederlage. Dass das Heimspieldebüt von Gonzalo Peillat, der seit mehr als einem Jahr erstmals wieder ein Feldhockey-Bundesligaspiel in der MHC Arena bestritt, so ausgehen würde, zeichnete sich so zunächst nicht ab. Zwar kamen die Kölner schnell zu ihrer ersten Strafecke, aber bei insgesamt vier Versuchen kamen die Gäste hier nicht zum Erfolg. So liefen Marius Leser und Benedikt Geyer die ersten beiden Versuche ab, den dritten hatte erneut Leser und den vierten Versuch schoss Jakob Brilla schließlich am Tor von MHC-Keeper Florian Simon vorbei (5.). Marius Leser zog danach die erste Strafecke für die Blau-Weiß-Roten, aber diese wurde leider verstoppt (6.). Auf Zuspiel von Matteo Poljaric scheiterte Leser kurz danach aus dem Spiel heraus an RWK-Torhüter Pirmin Blaak (9.). Luis Holste zog Strafecke Nummer zwei für den MHC und diesmal ließ Jossip Anzeneder den blau-weiß-roten Anhang das 1:0 (12.) bejubeln. Florian Simon hielt den knappen Vorsprung fest, als er eine RWK-Strafecke von Brilla abwehrte (14.). Im zweiten Viertel kam es für die Platzherren zunächst noch besser, als Jonty Elmes eine Zuspiel von Ben Hasbach mit einem spektakulären Stecher zum 2:0 (19.) versenkte. Kurz vor der Halbzeitpause handelten sich die Rheinländer zunächst eine Gelbe Karte für Christopher Rühr ein und nach der Pausensirene sah auch noch Gästecoach Pasha Gademann Gelb (30.).
Die MHC-Herren starteten also mit zwei Mann mehr ins dritte Viertel und zogen hier auch rasch die Strafecke. Gonzalo Peillat schoss die Ecke, die Jakob Brilla auf der Kölner Torlinie noch an den rechten Torpfosten ablenken konnte (31.). Dies war allerdings schon die beste Gelegenheit in dieser Überzahl, denn die Domstädter überstanden diese Phase und standen letztlich wieder zu elft auf dem Platz. Nachdem Ben Hasbach kurz zuvor noch übers Kölner Tor gezielt hatte, brachte Henrik Siegburg Köln auf 2:1 (40.) heran. Im Schlussviertel parierte Blaak eine Strafecke von Gonzalo Peillat (49.). Stattdessen agierte Lenn Hoffmann im eigenen Schusskreis zu ungestüm und es gab Siebenmeter für Köln, den Justus Warweg zum 2:2 (55.) verwandelte. Es kam noch schlimmer, denn eine Strafecke nutzte Weltmeister Jakob Brilla schließlich zum 2:3 (58.). Danach ging Florian Simon aus dem MHC-Tor, aber die Strafecke zog dennoch Köln. Die Strafecke ohne Torhüter ließen die Domstädter aber ungenutzt (59.).
Am Sonntag kamen beim Crefelder HTC mit Torhüter Lukas Stumpf und Tino Nguyen zwei alte Bekannte in die MHC Arena. Hier erkämpften sich die MHC-Herren letztlich beim 5:6 (1:0, 2:2) nach Penaltyschießen zumindest einen Punkt, der sie mit 21 Zählern auf Platz fünf in die Winterpause gehen lässt. „Das 2:2 nach den 60 Spielminuten ist ein leistungsgerechtes Ergebnis. Im Penaltyschießen hat uns dann etwas das Glück gefehlt“, gefiel MHC-Coach Andreu Enrich allerdings, dass sich sein Team diesmal nach einem schlechten dritten Viertel im Schlussviertel noch einmal ins Match zurückkämpfte. 15 Sekunden vor Ende des ersten Viertels ließ Gonzalo Peillat den MHC zunächst jubeln, aber sein Strafeckentor kam nicht auf die Anzeigetafel, weil der Ball innerhalb des Schusskreises gestoppt wurde (15.). Auch die Krefelder bekamen zunächst keine saubere Strafecke hin, verhungerte bei den Seidenstädtern in der 18. Minute doch bereits die Hereingabe. Eine schöne Kombination über Gonzalo Peillat und Matteo Poljaric sorgte schließlich für Jubel, als Benedikt Geyer das 1:0 (28.) erzielte. Im dritten Viertel mussten die Blau-Weiß-Roten allerdings einen Doppelschlag schlucken, als zunächst Masi Pfandt per Strafecke zum 1:1 (42.) traf und sich wenig später Jack Welch nach einem Freischlag für den CHTC frei im MHC-Schusskreis wiederfand und das 1:2 (45.) erzielte. Aus ihren Strafecken konnten beide Teams im Schlussviertel zunächst kein Kapital schlagen. Nach einem Schlenzball von Jonty Elmes zimmerte Ben Hasbach aber den Ball per Aggi zum 2:2 (52.) ins CHTC-Tor. Krefeld hatte in der 57. Minute noch eine
Strafecke, die Welch neben das MHC-Tor setzte. Aber auch den MHC-Herren war der Lucky Punch zum 3:2-Sieg nicht mehr vergönnt, als sechs Sekunden vor Spielende der Ball bei einer MHC-Strafecke letztlich ebenfalls im Toraus landete (60.). Im Penaltyschießen legte Poljaric erfolgreich für den MHC vor. Jimmy Schiefer brachte den Ball für Krefeld dagegen nicht innerhalb der acht Sekunden erfolgreich an Florian Simon vorbei. Jonty Elmes konnte dann Lukas Stumpf aber nicht überwinden. Welch markierte den Ausgleich für den CHTC. Benedikt Geyer legte für den MHC wieder vor. Aber auch Tim Howard traf für Krefeld. Ben Hasbach scheiterte an Stumpf, aber auch Florian Simon war gegen Linus Michler zur Stelle. Tobias Martins wurde von Stumpf gefoult und den Siebenmeter verwandelte Gonzalo Peillat sicher. Max Krueger musste nun für Krefeld treffen und tat dies auch! Jetzt war es an den Seidenstädtern, im Extra-Pärchen vorzulegen, und Welcht traf für den CHTC. Jetzt musste Poljaric treffen, aber Stumpf behielt die Oberhand und der Shootout ging an die Krefelder, die mit dem 6:5 nach Penaltyschießen zwei Punkte aus der MHC Arena mitnahmen. ma