FHC-Damen bringen vor dem Spitzenspiel beim TuS Obermenzing sechs Punkte aus Berlin mit
„Wir haben richtig gut verteidigt, wenig zugelassen und vorne zwei schöne Kontertore geschossen“, gefiel FHC-Trainer Tobias Herre am Sonntag beim 2:0 (0:0)-Erfolg bei den Zehlendorfer Wespen insbesondere die kämpferische Leistung seines Teams, das sich gegenüber dem 3:0 (2:0)-Sieg am Vortag beim Tabellenletzten Berliner SC zum richtigen Zeitpunkt noch einmal deutlich steigerte. Dabei fehlten den Feudenheimerinnen mit Denise Hechler, Jule Koßwig, Leah Lörsch, Franziska Frey und Jule Reimold gleich fünf Spielerinnen, die die Reise in die Hauptstadt erst gar nicht mitantreten konnten.
In der ersten Halbzeit ließen die FHC-Damen bei den Wespen bis auf eine Strafecke nicht viel zu, die von FHC-Torhüterin Johanna Schek pariert wurde (6.). Viele Chancen gab es in den ersten beiden Vierteln nicht, wenn dann waren sie auf Feudenheimer Seite, aber bis zur Halbzeitpause gelang im zweiten Teil des Doppelspielwochenendes in Berlin kein Treffer. Im dritten Viertel änderte sich dies, denn nachdem Carla Mees zuvor schon eine Chance hatte, folgte der wohl schönste Angriff des Spiels, als Luisa Höfling-Conradi uneigennützig auf Giulia Schubert weiterleitete, die das freie ZW-Tor vor sich hatte und überlegt zum 1:0 (44.) einschoss. Giulia Schubert hatte auch zu Beginn des Schlussviertels eine weitere Gelegenheit, kam aber dabei nicht zum Torabschluss (48.). Das sah nur kurze Zeit später bei Ella Bösling ganz anders aus, die sich durch die Zehlendorfer Reihen durchtankte und den Ball humorlos zum umjubelten 2:0 (54.) für den FHC versenkte.
Den ersten Teil des Berlin-Wochenendes bildete am Samstag das Spiel beim noch punktlosen Aufsteiger Berliner SC. Nach einem torlosen ersten Viertel stellten die FHC-Damen die Weichen im zweiten Viertel in Richtung Sieg. Zunächst ließ das Herre-Team allerdings einige Strafecken ungenutzt und so war es letztlich Carla Mees, die den Tabellenzweiten aus dem Spiel heraus mit dem 1:0 (26.) erlöste. Direkt vor der Halbzeitpause war es dann Ella Bösling, die auf 2:0 (30.) für den FHC stellte. Die Strafecken wollten auch in Halbzeit zwei nicht so richtig funktionieren, ehe Ella Bösling kurz vor Schluss die letzte Strafecke für den FHC dann doch noch zum 3:0 (59.) ins BSC-Tor schlenzte. „Wir hatten 30 Kreiseintritte, da müssen wir eigentlich mehr als nur drei Tore schießen“, erwartete Tobias Herre für das Spiel bei den Zehlendorfer Wespen daher eine Steigerung seines Teams, die auch eintrat. Die FHC-Damen stehen damit in der Tabelle der Zweiten Feldhockey-Bundesliga Süd weiterhin mit einem Punkt Rückstand auf den TuS Obermenzing auf Platz zwei. Am Samstag (14 Uhr) treten die FHC-Damen zum Spitzenspiel beim TuS Obermenzing an und könnten mit einem Sieg in München die Tabellenführung übernehmen. ma