MHC-Damen buchen das Ticket für Bonn nach packender Viertelfinalserie gegen Köln – Im Halbfinale wartet erneut der HTHC!

MHC-Damen buchen das Ticket für Bonn nach packender Viertelfinalserie gegen Köln – Im Halbfinale wartet erneut der HTHC!

Die Freude über den erneuten Einzug ins Final4 um die deutsche Feldhockeymeisterschaft war bei den MHC-Damen am Pfingstsonntag in der MHC Arena groß, schließlich war es nicht leicht, Rot-Weiss Köln in der Play-off-Viertelfinalserie „Best of three“ zu bezwingen. Hätte die Hauptrunde der Feldhockey-Bundesliga etwas länger gedauert, dann hätten die Domstädterinnen wohl auch höher als auf Platz acht abgeschlossen. Letztlich feierten die MHC-Damen am Sonntag bei erneut hochsommerlichen Temperaturen aber den 2:1 (1:0)-Sieg in Spiel drei, der das Ticket für das Final4 2026 am 30./31. Mai in Bonn brachte. Dort steht am kommenden Samstag, wie schon im Vorjahr in Krefeld, erneut das Halbfinalduell gegen den HTHC an, den man natürlich schlagen will, um dieses Mal selbst ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen. Am Sonntag freute sich MHC-Damencheftrainerin Sofie Gierts aber erst einmal über den gelungenen Halbfinaleinzug. „Am Samstag war es für Köln ein Do or Die-Game und jetzt am Sonntag auch für uns. Damit sind wir gut umgegangen und die Mannschaft hat Charakter gezeigt“, lobte Gierts die mentale Stärke der Blau-Weiß-Roten, die die richtige Antwort auf den Nackenschlag vom Vortag parat hatten.

So sah es am Samstag lange nicht nach einem dritten Spiel in dieser Viertelfinalserie aus. Nach dem 4:1-Sieg nach Penaltyschießen in Köln, blickten die Blau-Weiß-Roten in der MHC Arena schon dem noch benötigten zweiten Sieg entgegen, denn dafür wirkte der Auftritt des Hauptrundensiegers in der ersten Halbzeit einfach zu stabil. Während die in diesem Spiel mit dem Rücken zur Wand stehenden Domstädterinnen offensiv nicht zur Entfaltung kamen und Chiara Vischer in den ersten beiden Vierteln einen recht ruhigen Nachmittag verlebte, musste RWK-Keeperin Lisa Höllriegl schon früh hinter sich greifen, als Fiona Felber den MHC-Anhang das 1:0 (8.) bejubeln ließ. Noch vor der Halbzeitpause sorgte Carolin Seidel mit ihrem Stechertor zum 2:0 (27.) dafür, dass schon die erste MHC-Strafecke des Spiels den gewünschten Erfolg brachte. Im dritten Viertel änderte sich allerdings das Bild, gaben die Blau-Weiß-Roten doch unerklärlicherweise die bis dahin vorhandene Spielkontrolle aus der Hand. Nun waren es die Rot-Weissen, die Druck machten, und sie taten dies auch mit Erfolg, als Fernanda Arrieta Mesias die Rheinländerinnen auf 2:1 (35.) heranbrachte. Dass Pia Maertens trotz ihrer Verletzungsgeschichte ihren Torriecher nicht eingebüßt hat, bekam das Gierts-Team in der 42. Minute zu spüren, als Maertens das 2:2 erzielte. Die Kölnerinnen waren jetzt dem dritten Tor näher, konnten aber drei Strafecken nicht zum Führungstreffer nutzen. Als es fast schon nach einem erneuten Penaltyschießen aussah, traf Sophie Prubaum zunächst die Unterkante der Querlatte und Helena Würker schob 55 Sekunden vor Spielende den Ball zum 2:3 (60.) ein. Chiara Vischer verließ nun das MHC-Tor, aber den Ausgleich brachte dies am Samstag nicht mehr.

Somit ging es also am Pfingstsonntag ins alles entscheidende Spiel drei dieser Serie. Verena Neumann zog im ersten Viertel eine Strafecke für den MHC und letztlich landete der Ball auch wieder bei ihr, aber noch nicht im Kölner Tor (6.). Auch im zweiten Viertel blieb zunächst eine weitere Strafecke von den Blau-Weiß-Roten ungenutzt. Eine schöne Kombination über Ines Wanner, Julia Hemmerle und Carolin Seidel brachte aber gleich die nächste Ecke, und diesmal schlenzte Ines Wanner die kleine Kugel zum umjubelten 1:0 (18.) in den Torgiebel. Hannah Reichert prüfte wenig später Höllriegl im RWK-Tor (21.). Danach verfehlte allerdings Helena Würker das von Chiara Vischer gehütete MHC-Tor nur knapp (28.). Im dritten Viertel konnten die MHC-Damen ihre Führung zunächst nicht weiter ausbauen, weil sie eine Strafecke in der 37. Minute ungenutzt ließen. Carolin Seidel zog wenig später schon die nächste Ecke, aber der Eckenschuss von Ines Wanner wurde die Beute von RWK-Keeperin Höllriegl (41.). Höllriegl war zu Beginn des Schlussviertels dann aber ein zweites Mal geschlagen, als Lucina von der Heyde ihre Gegenspielerinnen stehen ließ und satt zum 2:0 (46.) traf. Noch war dieses Spiel aber nicht entschieden. Umso wichtiger war es, dass die Eckenabwehr der Blau-Weiß-Roten bei insgesamt vier Kölner Versuchen hielt und Chiara Vischer zudem wenig später Fernanda Arrieta Mesias aus kurzer Distanz das Tor verwehrte (52.). In einer mit Gelben Karten gespickten Schlussphase kamen die Kölnerinnen durch Paula Brux mit einer verwandelten Strafecke zwar noch auf 2:1 (57.) heran, aber dieses Mal ließ sich das Gierts-Team den Sieg nicht mehr nehmen! Nach dem letzten Saisonheimspiel nutzte der MHC-Vorstandsvorsitzende Dr. Martin Wehrle die Gelegenheit, vier verdiente Spielerinnen zu verabschieden. Während Nadine Fieber ihre Spielerkarriere beendet, dem MHC aber weiterhin unter anderem als Trainerin erhalten bleibt, verlassen Charlotte Gerstenhöfer, Aina Lilly Kresken und Lisa Mayerhöfer Mannheim studiumsbedingt. Wo die Reise genau hingeht und ob sie dort weiter den Hockeyschläger schwingen werden, das wissen alle drei bisher noch nicht. Natürlich gab es auch hier die ganz besonderen Bild-Collagen als Abschiedsgeschenk. Ganz weg sind diese Vier allerdings noch nicht, schließlich steht ja noch das Final4 in Bonn an, und da gilt es, die Daumen zu drücken! ma

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