Versöhnlicher Saisonabschluss für die MHC-Herren – 7:2-Sieg im zweiten Play-Down-Spiel gegen den SC 80
Nach dem 5:1-Auftaktsieg beim SC Frankfurt 1880 benötigten die MHC-Herren in der Play-down-Serie gegen die Hessen noch einen Sieg, um hinter das Thema Klassenerhalt in der Feldhockey-Bundesliga einen Haken machen zu können. Mit einem 7:2 (2:2) in der MHC Arena machten die Blau-Weiß-Roten diesbezüglich Nägel mit Köpfen und entschieden die „Best-of-three“-Serie mit 2:0-Siegen klar für sich. Für den SC 80 bedeutete dies den Abstieg in die Zweite Feldhockey-Bundesliga Süd. „Dieses Spiel war ein Spiegelbild unserer Saison“, sah MHC-Herrencoach Andreu Enrich in der ersten Halbzeit zunächst, wie die Blau-Weiß-Roten sich schwer taten, ihre Überlegenheit auch auf die Anzeigetafel zu bringen. Dies weckte die Erinnerung an manch unnötigen Punktverlust, was letztlich dafür sorgte, dass man die Play-off-Ränge in der Saison 2025/2026 knapp verpasste. „In der zweiten Halbzeit haben wir es dann viel besser gemacht“, konnte Enrich mit den zweiten 30 Minuten dann allerdings sehr zufrieden sein, als die MHC-Herren die Gäste immer stärker in Bedrängnis brachten und sich dies letztlich auch in Toren auszuzahlen begann.
Schon in der ersten Halbzeit hatten die Hausherren in der MHC Arena mehr vom Spiel. In Führung gingen allerdings die Gäste, als Arne Selbach Florian Simon im MHC-Tor beim 0:1 (2.) schon früh das Nachsehen ließ. Die Hausherren konnten im ersten Viertel aus ihrer ersten Strafecke noch kein Kapital schlagen (7.). Aus kurzer Distanz hatte wenig später auch Tim Seagon Pech, als er an SC 80-Torwart Jakob Staps scheiterte (9.). In der 14. Minute bediente Seagon Matteo Poljaric, der aber am freien Tor der Frankfurter vorbeizielte. Letztlich dauerte es bis zur 27. Minute, ehe Tim Seagon per Strafecke das 1:1 erzielte. Seagon verfehlte danach mit einer weiteren Strafecke das Frankfurter Tor nur knapp (28.). Thomas Habif setzte sich stark durch, seinen Abschluss konnte Staps noch abwehren, aber Benedikt Geyer war zur Stelle und machte das 2:1 (29.). Statt mit dieser verdienten Führung in die Halbzeitpause zu gehen, fingen sich die MHC-Herren 34 Sekunden vor Ende des zweiten Viertels aber noch das 2:2 (30.) von Brian Philippsen.
Dass das Enrich-Team dieser Ausgleich wurmte, bekamen die Hessen zu Beginn der zweiten Hälfte gleich ordentlich zu spüren. So setzte sich Jonas Wacker gut durch, bediente Tim Seagon und es stand 3:1 (31.). Kaum eine Minute später packte Lenn Hoffmann ein absolut sehenswertes Tor zum 4:2 (32.) obendrauf. Die Blau-Weiß-Roten suchten nun die Vorentscheidung, und als Linus Müller mit einer Strafecke auf 5:2 (36.) erhöhte, zeichnete sich der benötigte zweite Sieg gegen die Hessen schon deutlich ab. Nachdem die MHC-Herren zwei Strafecken (40., 47.) ausgelassen hatten, war es schließlich Luis Holste, der aus dem Spiel heraus mit einem „Aggi“-Kracher das 6:2 (49.) erzielte. Während der in der zweiten Halbzeit ins MHC-Tor gekommene Adrian Rafi sich mit keiner größeren Herausforderung konfrontiert sah, stand sein Gegenüber Jakob Staps weiterhin im Blickpunkt. Der musste auch noch einmal hinter sich greifen, als Marius Leser Benedikt Geyer das 7:2 (57.) auflegte. Nach dem Spiel verabschiedete der MHC-Vorstandsvorsitzende Dr. Martin Wehrle diejenigen, die den MHC zur kommenden Spielzeit verlassen. So zieht es Carl von Strantz zum Der Club an der Alster, Hugo von Montgelas zu Rot-Weiss Köln und Erik Kleinlein zum UHC Hamburg. Tim Seagon hängt den Hockeyschläger dagegen erst einmal an den Nagel und widmet sich seiner Pilotenausbildung. Co-Trainer Zafer Kir kehrt bekanntermaßen zum HTHC zurück, wo er zur kommenden Bundesligasaison den Posten des Cheftrainers übernimmt. Allen wurde eine Bild-Collage überreicht, die Momente ihrer Zeit beim MHC zeigt. ma