MHC-Herren können den Comeback-Sieg am Samstag gegen den UHC am Sonntag gegen Alster nicht wiederholen
Wie sehr Freud und Leid im Sport oft beieinanderliegen, mussten die MHC-Herren am Wochenende leidlich erfahren. So hatten die Blau-Weiß-Roten am Samstag gegen den UHC Hamburg die Partie in der MHC Arena mit viel Willen noch gedreht und mit 3:2 (1:2) gewonnen. Auch am Sonntag schien es so, als könnten die Blau-Weiß-Roten die Partie trotz eines 0:1-Halbzeitrückstandes noch für sich ziehen und erneut wichtige drei Punkte im Kampf um den Einzug ins Play-off-Viertelfinale der Feldhockey-Bundesliga sammeln. Letztendlich musste man sich aber dem Der Club an der Alster aus Hamburg mit 2:3 (0:1) geschlagen geben, der mit Adi Pasarkonda von einem am Neckarplatt überaus bekannten Trainer gecoacht wird, gehörte der Schweizer doch selbst für einige Jahre zum Trainerstab des MHC, wo er unter anderem auch Cheftrainer der MHC-Damen war. Nicht nur Freud und Leid liegen eng beieinander, das gilt in der Feldhockey-Bundesliga der Herren auch für die Teams auf den Plätzen sechs bis neun, die gerade einmal maximal drei Zähler voneinander trennen. So hätten den sechstplatzierten MHC-Herren denn auch am Sonntag drei Punkte gegen Alster sehr gut getan. Am Samstag konnte MHC-Herrentrainer Andreu Enrich seine Mannschaft nach dem starken Comeback-Sieg gegen den UHC Hamburg zurecht loben. „Wir haben uns diesen Sieg verdient. Die Chancen dazu hatten wir auch schon in der ersten Halbzeit herausgespielt, aber in der zweiten Halbzeit ist es uns dann auch gelungen, uns zu belohnen“, durfte sich Enrich zumindest am Samstag über drei wichtige Zähler freuen. Die erste Chance im Spiel gehörte auch gleich den Blau-Weiß-Roten, als Benedikt Geyer abzog und der wieder genesene Marius Leser knapp die Chance zum Stecher verfehlte (4.). Stattdessen folgte die kalte Dusche, als der am Neckarplatt natürlich bestens bekannte Nicolas Proske (ehemals TSVMH) abzog und Lasse Duncker den Schläger reinhielt und Adrian Rafi im MHC-Tor zum 0:1 (9.) überwand. Ben Hasbach konnte danach Felix Damberger im UHC-Tor nicht überwinden (12.). Tim Seagon sorgte im zweiten Viertel für eine MHC-Strafecke, aber sein Eckenschuss wurde die Beute von Damberger (24.). Hugo von Montgelas zog die nächste Strafecke für die Blau-Weiß-Roten und diesmal war Moritz Himmler kein Erfolg vergönnt (25.). In der 28. Minute machte Ben Hasbach unter den Augen von Herrenbundestrainer André Henning eigentlich alles richtig, aber für den bereits geschlagenen Damberger klärte Christopher Kutter den Ball mit dem Schläger von der eigenen Torlinie! So schien es beim Stand von 0:1 in die Halbzeitpause zu gehen, aber weit gefehlt! Marius Leser ließ den MHC 34 Sekunden vor der Halbzeit das 1:1 (30.) bejubeln. In den Jubel hinein erzielte Nicolas Proske aber das 1:2 (30.), als sein Abschluss zwei Sekunden vor der Halbzeitpause den Weg ins MHC-Tor fand. Diesen Nackenschlag verdauten die Blau-Weiß-Roten allerdings gut. So legte Ben Hasbach im dritten Viertel Tim Seagon den Ball auf, der im zweiten Versuch UHC-Keeper Damberger zum 2:2 (37.) überwand. Nachdem ein langer Ball von Lenn Hoffmann in den UHC-Schusskreis keinen Abnehmer gefunden hatte (43.), war es wenig später Hugo von Montgelas, der die Strafecke für den MHC herausholte. Matteo Poljaric machte diese Ecke rein und es stand 3:2 (45.) für den MHC! Im Schlussviertel traf Luis Holste nur das Außennetz des UHC-Tores (52.). Dann hatte Hugo von Montgelas Pech, als er nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler unglücklich auf den kleinen Finger fiel und sich diesen auskugelte (55.), womit er auch gegen Alster nicht einsatzfähig war. Die drei Punkte gegen den UHC brachten die MHC-Herren allerdings ins Ziel. Für Hugo von Montgelas rückte am Sonntag Jan Wentscher ins Team und gegen Alster hütete Florian Simon das MHC-Tor. Tim Seagon zog die erste Strafecke für den MHC, aber Ben Hasbach hatte mit seinem Abschluss keinen Erfolg (4.). Allzu viele Torchancen gab es nicht, aber eine davon nutzte Ferdinand Steinebach, um Alster mit 1:0 (21.) in Führung zu bringen. Steinebach war es auch, der wenig später bei einer Strafecke der Hamburger nicht konzentriert genug agierte, um Schaden für den MHC anzurichten (28.). Besser machte es da Tim Seagon nach der Halbzeitpause, als er im dritten Viertel nach nur 49 Sekunden eine Strafecke zum 1:1 (31.) verwertete. Wenig später setzte sich Matteo Poljaric stark durch und seinen Abschluss veredelte Luis Holste mit dem Stechertor zum 2:1 (35.). Alster kam aber noch im dritten Viertel zum Ausgleich. Bei einer Strafecke für die Norddeutschen parierte Florian Simon den Eckenschuss von Dieter Linnekogel, auch den ersten Nachschuss von Calvin Davis konnte er parieren, aber es kam zu Nachschuss Nummer drei und Johannes Große stellte auf 2:2 (38.). Zu Beginn des Schlussviertels konnte Florian Simon eine weitere Strafecke für die Hamburger entschärfen (48.), aber Alster sollte noch eine weitere Chance erhalten und in der 56. Minute traf Nikolas Wellan per Strafecke zum 3:2 für die Hamburger. Knapp zwei Minuten vor dem Ende verließ Florian Simon das MHC-Tor, der Ausgleich gelang aber nicht mehr. ma