Starke Leistung der MHC-Herren beim Meister wird nicht belohnt
Starke Leistung der MHC-Herren beim Meister wird nicht belohnt – Dem 8:6-Sieg nach Penaltyschießen bei Alster folgt eine knappe 1:2-Niederlage bei Polo Mit zwei Zählern holten sich die MHC-Herren beim Doppelspielwochenende in Hamburg eigentlich zu wenig Lohn für ihre Mühen ab. So war im Topspiel beim Meister Hamburger Polo Club am Sonntag für die Blau-Weiß-Roten denn auch deutlich mehr drin, als eine am Ende ebenso knappe wie ärgerliche 1:2 (0:1)-Niederlage. „Wir sind mit unserer Leistung sehr zufrieden, aber nicht mit dem Ergebnis, denn wir hatten es heute nicht verdient zu verlieren. Wir haben in diesem Spiel viele gute Dinge gemacht, auch wenn den beiden Gegentoren klare Fehler von uns vorausgehen. Gegen Polo gerade einmal zwei Ecken zuzulassen, das spricht für unsere Abwehrarbeit. Wir haben einen guten Kampfgeist an den Tag gelegt und wollen an diese Leistung auch am kommenden Samstag in München anknüpfen“, blickte MHC-Herrencoach Andreu Enrich schon auf das nächste Ligaspiel am kommenden Samstag (14 Uhr) beim MSC voraus. „Gonzalo Peillat wird die nächsten Spiele für uns spielen können, das verleiht uns in Sachen Strafecke mehr Durchschlagskraft, die wir zuletzt etwas vermisst haben“, konnte sich Enrich schon am Samstag beim 8:6 (1:1, 4:4)-Sieg nach Penaltyschießen beim Der Club an der Alster davon überzeugen, dass Peillat trotz langer Verletzungspause als Eckenschütze nichts verlernt hat, der im ersten Bundesligaspiel seit vielen Monaten eine Strafecke dazu nutzte, den MHC mit 2:1 in Führung zu bringen. Bei Alster hatte sich am Samstag auch Jan-Philipp Fischer verletzt, der am Sonntag bei Polo aber schon wieder mitwirken konnte. Beim Titelverteidiger Polo war es Jonty Elmes, der die erste Chance für die Blau-Weiß-Roten hatte (5.). Der HPC kam dann zu einer Strafecke, aber Florian Simon im MHC-Tor parierte glänzend (7.). Nachdem Moritz Himmler kurz zuvor noch gut aufgepasst hatte, erwies sich die 13. Minute tatsächlich als Unglücksminute, als ihm der Ball versprang. Der am Neckarplatt bestens bekannte Justus Weigand schnappte sich den Ball und überwand Florian Simon zum 1:0 (13.) für Polo. Am Sonntag wirkte Gonzalo Peillat nicht mit und so versuchte sich Jonty Elmes bei einer MHC-Strafecke, zielte aber am Tor von HPC-Torwart Joshua Onyekwue Nnaji vorbei (14.). Zu Beginn des zweiten Viertels war Florian Simon gegen Tim Brand zur Stelle (17.). Der MHC kam zu einer weiteren Strafecke, wobei Elmes zunächst an Joshua Onyekwue Nnaji scheiterte und Marc Bolto den Nachschuss am Tor vorbei setzte (24.). Damit blieb es zur Halbzeit bei der knappen 1:0-Führung von Polo. Der MHC startete druckvoll in die zweite Hälfte, ließ sich dann aber einmal von den Gastgebern auskontern und John Dammertz erhöhte für Polo auf 2:0 (39.). Marius Leser wurde im HPC-Schusskreis am Torabschluss gehindert und es gab Siebenmeter für den MHC. Ben Hasbach trat an den Punkt, aber Onyekwue Nnaji hielt (42.). Hasbach brachte die Blau-Weiß-Roten im dritten Viertel doch noch heran, als er auf 2:1 (45.) verkürzte. Polo ließ zu Beginn des Schlussviertels eine Strafecke ungenutzt (46.), aber auch die MHC-Herren konnten aus einer Strafecke kein Kapital schlagen (53.). Ben Hasbach hatte Pech, denn sein Ball schien fast schon im Tor zu sein, aber Onyekwue Nnaji und Bennet Ness klärten mit vereinten Kräften (56.). Florian Simon ging aus seinem Tor (57.), aber der verdiente Ausgleich war den MHC-Herren an diesem Tag nicht mehr vergönnt. „Wenn man sich das Spiel insgesamt betrachtet, ist der Stand von 4:4 nach 60 Minuten durchaus leistungsgerecht. Wenn du unentschieden spielst, kannst du dann auch zufrieden sein, wenn du dir im Shootout den zweiten Punkt holst, und das sind wir auch. Allerdings bekommen wir in den letzten zehn Spielminuten drei Gegentore und so ein Kollaps darf uns nicht passieren“, hatte MHC-Coach Andreu Enrich durchaus gemischte Gefühle, wenn er auf den 8:6-Sieg nach Penaltyschießen am Samstag bei Alster blickte. Beim Wiedersehen mit dem ehemaligen MHC-Damentrainer Adi Pasarakonda und Carl von Strantz wurde Jan-Philipp Fischer früh unglücklich vom Ball getroffen und konnte nicht mehr mitwirken (3.). Ben Hasbach zog eine Strafecke für den MHC, aber Gonzalo Peillat stand zu diesem Zeitpunkt bei seinem Comeback nicht auf dem Platz und der Versuch von Jonty Elmes fand nicht sein Ziel (8.). In der 24. Minute spielte Mario Poljaric zu Benedikt Geyer. Dessen Schuss konnte Alster-Keeper Luis Geisler noch abwehren, aber Marius Leser setzte nach und der MHC führte mit 1:0! Die Freude über diese Führung währte aber nicht lange, als Carl von Strantz Lasse Mink das 1:1 (27.) auflegte. In Halbzeit zwei kam bei den Hausherren Nicolas Hillmann ins Tor und dieser musste in der 33. Minute hinter sich greifen, als Gonzalo Peillat mit der zweiten Wiederholung einer Strafecke zum 2:1 für die Blau-Weiß-Roten erfolgreich war. Während Florian Simon gleich zwei Strafecken der Hamburger parierte (34., 40.), setzte sich Ben Hasbach aus dem Spiel heraus sensationell durch und erhöhte auf 3:1 (41.). Damit aber noch nicht genug, denn noch im dritten Viertel legte Hasbach noch das 4:1 (45.) nach. Im Schlussviertel sorgten Jeremy Hayward (50./Strafecke), Till Brockmann (51.) und Nikolas Wellan (58.) aber tatsächlich noch dafür, dass das Spiel beim Stand von 4:4 in den Shootout ging. Matteo Poljaric begann das Penaltyschießen, konnte aber den ins Alster-Tor zurückgekehrten Geisler nicht überwinden. Aber auch Florian Simon hielt gegen Till Brockmann. Jonty Elmes traf für den MHC, während sich Jack Heldens bei seinem Versuch den Ball selbst an den Fuß spielte. Ben Hasbach erhöhte die MHC-Führung, aber auch Wellan traf für Alster. Benedikt Geyer traf für den MHC. Anton Wildung musste jetzt für Alster treffen und tat dies auch. Trotzdem hatte Tobias Martins die Entscheidung auf dem Schläger und traf zum 8:6-Sieg nach Penaltyschießen. ma