Molto Bene! MHC Herren stehen im Finale! 6:5 n.P. gegen Mülheim

Molto Bene! MHC Herren stehen im Finale! 6:5 n.P. gegen Mülheim

MHC-Herren drehen mit spektakulärer Schlussphase das Halbfinale gegen Mülheim und gewinnen nach Penaltyschießen mit 6:5! – Finale gegen den UHC Hamburg

Am Samstag sah es beim Halbfinale der MHC-Herren schon danach aus, als würde der Blaue Block beim Volvo E.R.B. Final4 2026 um die deutsche Hallenhockey-Meisterschaft nach der Halbfinalniederlage der MHC-Damen keinen Grund zum Jubeln haben, doch weit gefehlt! Mit einem sensationellen Schlussspurt drehten die Blau-Weiß-Roten in der Süwag Energie Arena in Frankfurt am Main gegen den HTC Uhlenhorst Mülheim einen 2:5-Rückstand in den letzten fünf Minuten. Jossip Anzender erzielte in der Schlussminute per Strafecke das von vielen nicht mehr für möglich gehaltene 5:5 (60.) und schickte die Partie ins Penaltyschießen, das die MHC-Herren mit 1:0 für sich entschieden. Mit 6:5 (2:2, 5:5) nach Penaltyschießen endete somit ein denkwürdiges Spiel, das die MHC-Herren nach 2010, 2017, 2022 und 2024 ihren fünften Finaleinzug in der Halle feiern ließ. „Im dritten Viertel haben wir zu überhastet agiert und mussten in der letzten Viertelpause wieder zu unserer Ruhe und unserem Spiel zurückfinden. Das haben wir dann auch getan. Die Mannschaft hat bis zum Schluss daran geglaubt, dass wir es noch schaffen können, und wurde dafür belohnt“, konnte ein glücklicher MHC-Herrentrainer Zafer Kir sein Team nur loben, dem es gelang, starken Mülheimern den Sieg noch zu entreißen. Am Sonntag (14.45 Uhr live auf Dyn) geht es nun in der Süwag Energie ARENA für die MHC-Herren im Finale gegen den UHC Hamburg um den Titel, der ein ebenfalls spektakuläres zweites Herrenhalbfinale gegen den TSV Mannheim Hockey nach Penaltyschießen mit 7:6 (1:0, 3:3) gewann. Die MHC-Herren könnten sich am Sonntag nach 2010, 2022 und 2024 den vierten Hallentitel sichern, dafür brauchen sie natürlich lautstarke Unterstützung von der MHC-Familie!

Die MHC-Herren fanden gut ins Halbfinale gegen den HTCU und nach knapp einer halben Minute zog Tim Seagon schon die erste Strafecke für die Blau-Weiß-Roten. Den Eckenschuss von Moritz Himmler konnte allerdings HTCU-Keeper Luis Beckmann abwehren (2.). Danach war allerdings Florian Simon im MHC-Tor gefordert, als er erst gegen Lukas Mertgens und dann auch gegen Lukas Windfeder zur Stelle war (6.). Tim Seagon zog die nächste Strafecke für den MHC, aber der Ablauf passte nicht ganz und so blieb es beim 0:0 (8.). Luis Holste spielte auf Mario Schachner, doch HTCU-Kapitän Dennis Holthaus konnte gerade noch unterbinden, dass dieser auch zum Abschluss kam (12.). Ein Zuspiel von Max Godau verpasste auf der anderen Seite Lukas Mertgens nur knapp (15.). Im zweiten Viertel schlug Lukas Windfeder für die Ruhrstädter zu und traf zum 1:0 (18.). Allzu lange durften sich die Mülheimer darüber aber nicht freuen, denn Luis Holste packte ein echtes Pfund aus und ließ den Blauen Block das spektakuläre 1:1 (22.) bejubeln. Es kam noch besser für das Kir-Team. Wiederum war es Tim Seagon, der eine Strafecke zog. MHC-Kapitän Jan-Philipp Fischer brachte die Kugel herein und Benedikt Geyer stellte auf 2:1 (24.) für den MHC! Danach ließen die Blau-Weiß-Roten bei zwei Strafecken für Mülheim nichts zu (26., 27.), aber die 2:1-Führung konnten sie dennoch nicht mit in die Halbzeitpause nehmen. In der letzten Minute vor der Halbzeitpause traf William Sanda Moritz Himmler auf der Torlinie am Körper und es gab Siebenmeter für den HTCU. Für diesen rückte Adrian Rafi zwischen die Torpfosten, aber Lukas Windfelder verwandelte den Siebenmeter zum 2:2 (30.). Im dritten Viertel landete eine weitere Mülheimer Strafecke am Körper und erneut rückte Adrian Rafi beim Siebenmeter für Florian Simon ins Tor, aber erneut verwandelte Windfeder und brachte die Mülheimer mit 3:2 (36.) in Führung. Im Schlussviertel lief es bei den MHC-Herren wieder deutlich besser, aber Mario Schachner (47.), Benedikt Geyer (49.) und Peer Hinrichs (50.) konnten Beckmann nicht überwinden. Stattdessen ergatterte Julius Meyer den Nachschuss, nachdem Florian Simon zunächst noch abwehren konnte, und es stand 4:2 (51.) für Mülheim. „Entweder du versuchst alles, um noch zu gewinnen, oder du verlierst“, nahm Zafer Kir in der 53. Minute Florian Simon aus dem Tor, und der MHC ging nun mit sechs Feldspielern „All in“. „Wir wussten, dass wir jetzt etwas riskieren müssen, wenn es mit dem Finaleinzug noch klappen soll, und wir haben daran geglaubt, das Spiel noch drehen zu können“, fasste Jan-Philipp Fischer den Kampfgeist der Blau-Weiß-Roten in Worte.

Dabei gab es zunächst einen Nackenschlag zu verdauen, als Max Godau den Ball zum Mülheimer 5:2 (55.) ins leere MHC-Tor bugsierte. Davon ließen sich die Blau-Weiß-Roten aber keineswegs beirren und Benedikt Geyer nutzte eine Strafecke, um auf 5:3 (57.) zu verkürzen. Benedikt Geyer legte Luis Holste schließlich nur wenig später das 5:4 (58.) auf. Die Zeit tickte dennoch weiter gegen den MHC, aber Benedikt Geyer zog etwas mehr als 80 Sekunden vor Spielende eine Strafecke für die Blau-Weiß-Roten, die aber zunächst keinen Erfolg brachte. 54 Sekunden vor Ende gab es aber den nächsten Eckenversuch und diesmal jagte Jossip Anzeneder den Ball zum bereits besagten 5:5 (60.) ins HTCU-Tor, bei dem es nach den 60 Spielminuten blieb. So musste also das Penaltyschießen über den Finaleinzug entscheiden und auch hier kam Adrian Rafi für Florian Simon zwischen die Torpfosten. „Florian hat ein gutes Spiel gemacht und in der regulären Spielzeit alles gehalten, was er halten musste. Mein Leben ist der Shootout“, zeigte Adrian Rafi in den Eins-gegen-eins-Duellen, was er damit meinte. Der erste Penalty oblag allerdings zunächst Jan-Philipp Fischer, aber Luis Beckmann wehrte ab. Nun versuchte William Sanda Adrian Rafi zu überwinden, aber auch der MHC-Torwart parierte glänzend! Jossip Anzender trat für den MHC an und traf innerhalb der sechs Sekunden! Maximilian Stahmann hätte gleichziehen können, aber Rafi hielt erneut. Benedikt Geyer konnte Beckmann nicht überwinden, aber Max Godau musste jetzt für den HTCU treffen, um den Shootout zu verlängern, aber dieser zielte übers Tor und die MHC-Herren zogen ins DM-Finale ein. Herzlichen Glückwunsch dazu und zu einer phänomenalen Aufholjagd! ma

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