MHC-Damen erklimmen die Tabellenspitze der Bundesliga
Dem 3:1 bei Alster folgt ein 3:1 beim GTHGC
Aus der Hansestadt Hamburg brachten die MHC-Damen am Wochenende sechs Punkte mit zurück ans Neckarplatt und grüßen nun mit drei Punkten Vorsprung vor Rot-Weiss Köln von der Tabellenspitze der Feldhockey-Bundesliga. Tabellenplatz eins konnten die Blau-Weiß-Roten dabei schon am Samstag mit ihrem 3:1 (1:1)-Sieg beim Der Club an der Alster von den Domstädterinnen übernehmen. Allerdings nur wegen der besseren Tordifferenz. Seit Sonntag sind es neben der Tordifferenz jetzt auch drei Punkte, die das Team von Trainerin Sofie Gierts von den Kölnerinnen trennen, denn beim Großflottbeker THGC gab es einen weiteren 3:1 (2:1)-Sieg. „Das war unser bisher bestes Saisonspiel, mit hoher Intensität und gutem Hockey. Wir waren sehr dominant und hätten auch einige Tore mehr erzielen können“, hatte der Auftritt beim GHTGC Sofie Gierts besonders gut gefallen.
Beim Wiedersehen mit Antonia und Charlotte Hendrix, wobei sich Charlotte Hendrix bei den Gastgeberinnen vom GTHGC in der 18. Minute verletzte, gab es keine große Abtastphase. So konnte Lucina von der Heyde den Ball abfangen und spielte auf Alice Arnott. Arnott packte die Aggi aus und traf zum 1:0 (8.) für den MHC ins lange Eck. Die Flottis hatten sich kaum geschüttelt, da musste GTHGC-Keeperin Marta Kucharska erneut hinter sich greifen. Diesmal bediente Carolin Seidel Laura Bosch, die mit einem Stechertor für das 2:0 (10.) für die Blau-Weiß-Roten sorgte. Danach durfte sich allerdings erst einmal Leonie Weißenberger im MHC-Tor gegen Svea Böker auszeichnen (12.). Lena Micheel zielte zu Beginn des zweiten Viertels am MHC-Tor vorbei (16.). Carolin Seidel hatte die Chance, auf 3:0 zu erhöhen, aber Kucharska bewahrte den GTHGC vor dem nächsten Gegentor (24.). Sonja Zimmermann zog die Strafecke für den MHC. Der erste Versuch landete an einem gegnerischen Fuß und die Wiederholungsecke von Sonja Zimmermann parierte erneut Kucharska (26.). Noch vor der Halbzeitpause nutzte Franziska Pabsch eine GTHGC-Strafecke, um auf 2:1 (29.) zu verkürzen. Kucharska blieb auch nach Wiederanpfiff im Mittelpunkt und verhinderte gegen Alice Arnott eine höhere MHC-Führung (32.). MHC-Kapitänin Stine Kurz brachte einen Ball scharf in den gegnerischen Schusskreis und Juana Castellaro erhöhte mit ihrem Stechertor schließlich doch auf das längst verdiente 3:1 (36.). Fasst hätte Annasophia Möller auf 4:1 gestellt, sie verpasste ein Zuspiel aber denkbar knapp (44.). Leonie Weißenberger hielt mit einer Parade gegen Nicola Pluta die Zwei-Tore-Führung fest (45.). Im Schlussviertel machten die MHC-Damen weiter Druck und ließen die Gastgeberinnen kaum noch in die Nähe des eigenen Schusskreises kommen. Sonja Zimmermann verfehlte das GTHGC-Tor am langen Pfosten (47.). Stine Kurz spielte auf Carolin Seidel, aber eine Abwehrspielerin verhinderte gerade noch, dass dieser Ball durchkam (54.). Von einer Grünen Karte gegen Laura Bosch ließen sich die Blau-Weiß-Roten auch nicht aus dem Rhythmus bringen. Eine Aggi von Sonja Zimmermann entschärfte Kucharska (55.), die auch in der Schlussminute gegen Weltmeisterin Juana Castellaro ein viertes MHC-Tor verhinderte (60.).
Am Samstag stand im Spiel bei Alster Chiara Vischer im MHC-Tor, die mit zwei Paraden gegen Juliane Grashoff einen frühen Rückstand verhinderte (8.). Alster kam zu einer Strafecke, die Jule Bleuel aber neben das MHC-Tor setzte (8.). Auf der anderen Seite verfehlte Carolin Seidel aus dem Spiel heraus das Tor von Alster-Torhüterin Klara Batschko nur knapp (15.). Zu Beginn des zweiten Viertels traf Pahila Arnold zum 1:0 (16.) für Alster. Fast hätte Verena Neumann die prompte Antwort darauf gegeben, aber sie kam ganz knapp nicht an den Ball (17.). Alice Arnott bekam dann aus aussichtsreicher Position den Vorteil abgepfiffen (23.). Danach spielte Alster zum Glück für die Blau-Weiß-Roten eine Zwei-auf-Eins-Situation nicht sauber aus (24.). Lucina von der Heyde bediente schließlich Carolin Seidel und es stand 1:1 (26.). Die MHC-Damen setzten Alster nach der Halbzeitpause gleich mächtig unter Druck und nachdem Batschko gegen Laura Bosch parieren konnte (33.), fand wenig später eine Kombination über Castellaro und Zimmermann ihr Ziel, als Alice Arnott zum 2:1 (34.) traf. Danach ließen beide Teams Strafecken ungenutzt und im
Schlussviertel zog Alster Batschko zugunsten einer weiteren Feldspielerin aus dem Tor (53.). Nach einer Grünen Karte gegen Jessica Schwarz war der numerische Vorteil für Alster aber dahin. Es gab eine Strafecke für den MHC und ohne Torhüterin hatte Stine Kurz keine Probleme, auf 3:1 (55.) zu erhöhen. „Das war eine sehr gute zweite Hälfte, in der wir unsere Intensität und Qualität nach einer durchschnittlichen ersten Halbzeit angehoben haben. Gegen einen hart kämpfenden Gegner war das nicht leicht. Aber Anerkennung an die Spielerinnen, dass sie in der zweiten Halbzeit ihr Spiel verbessert haben“, lobte Gierts ihr Team. Dem steht am kommenden Samstag (12 Uhr) die Bundesligabegegnung beim Münchner SC bevor. ma