Trotz erster Saisonniederlage in Berlin behaupten die MHC-Damen Platz eins
Nach der langen Winterpause gab es für die MHC-Damen beim Wiederbeginn der Feldhockey-Bundesliga am Samstag ein bisher ungewohntes Resultat. So mussten sich die Blau-Weiß-Roten beim 0:1 (0:0) in der Hauptstadt erstmals in der laufenden Runde einem Bundesligakonkurrenten geschlagen geben. „Wir arbeiten daran, Fortschritte in unserem Spiel zu machen, und das bringt mehr Risiken und herausfordernde Situationen mit sich“, sah MHC-Damentrainerin Sofie Gierts trotz der Niederlage durchaus Schritte nach vorne. Allein, es gelang nicht, die eigenen Chancen zu nutzen, und in der Defensive erlaubte sich der Spitzenreiter gegen den BHC letztlich den einen Fehler zu viel, der dann zur Niederlage führte. Die Tabellenführung konnten die MHC-Damen an diesem Doppelspielwochenende aber verteidigen, denn durch den 2:1 (2:1)-Sieg beim Großflottbeker THGC am Sonntag, konnte man den Club an der Alster hinter sich lassen.
Das Doppelspielwochenende in Berlin und Hamburg musste das Gierts-Team ohne Charlotte Gerstenhöfer, Linda Bens und Florencia Habif angehen, während Fiona Felber wieder zur Verfügung stand. Felber war es auch, die in Berlin im ersten Viertel einen BHC‑Fuß fand, und es gab Strafecke für den MHC. Agustina Habif brachte den Ball herein, Nadine Kanler stoppte die Kugel und Stine Kurz gab den Eckenschuss ab, den aber BHC-Keeperin Maja Sielaff gut parierte (7.). Ein langer Schlenzball von Kurz fand Clara Badia Bogner, die Aina Kresken anspielte, aber deren Abschluss wurde ebenfalls die Beute von Sielaff (13.). Im zweiten Viertel verpasste Lisa Mayerhöfer ein Zuspiel nur knapp (18.). Noch in der 18. Minute durfte sich dann auch Chiara Vischer im MHC-Tor auszeichnen, als sie gegen Philine Drumm zur Stelle war. In der Schlussminute der ersten Halbzeit verfehlte zunächst Aina Kresken das BHC-Tor und Stine Kurz erging es nur wenig später ebenso (30.). Nach Wiederanpfiff konnte Verena Neumann nicht genügend Druck in ihren Abschluss bringen, um das BHC-Tor ernsthaft zu gefährden (34.). Chiara Vischer verhinderte dann die mögliche BHC-Führung, als sie eine Strafecke von Johanna Franz entschärfte (35.). Verena Neumann verpasste ein Zuspiel von Lucina von der Heyde nur knapp (41.) und ein abgefälschter Schuss von Sonja Zimmermann ging über das BHC-Tor (45.). So ging es beim Stand von 0:0 ins vierte Viertel. Als die Blau-Weiß-Roten einen Moment etwas unsortiert waren, war es schließlich Greta Dressel, die das 1:0 (50.) für den BHC erzielte. Der Versuch der MHC-Damen, diese Niederlage noch abzuwenden, war nicht von Erfolg gekrönt.
Einen Tag später verlief beim Großflottbeker THGC das Wiedersehen mit Antonia und Charlotte Hendrix zunächst auch nicht im Sinne der Blau-Weiß-Roten. So legte Antonia Hendrix Friederike Seifert das frühe 1:0 (2.) für die Hamburgerinnen auf. Durch eine Strafecke bot sich die Gelegenheit zum Ausgleich, aber GTHGC-Torhüterin Marta Kucharska ließ sich nicht überwinden (11.). Zu Beginn des zweiten Viertels verfehlte Clara Badia Bogner das Tor der Hamburgerinnen noch (16.), aber wenig später durfte sie jubeln, als sie die Hereingabe von Aina Kresken per Stecher zum 1:1 (22.) ins GTHGC-Tor beförderte. Die Gastgeberinnen hatten dieses Gegentor kaum verdaut, da legte Carolin Seidel Hannah Reichert schon das 2:1 (25.) auf. Im dritten Viertel schnupperten die Hanseatinnen am Ausgleich, aber Chiara Vischer parierte gegen Tyra Stark (38.). Carolin Seidel konnte wenig später aber auch Kucharska nicht bezwingen (44.). Letztlich gerieten die drei Punkte für die MHC-Damen nur noch einmal in Gefahr, als Großflottbek zu seiner einzigen Strafecke kam, aber Franziska Pabsch zielte neben das MHC-Tor (55.). Bevor es für die MHC-Damen zum EHL Final12 nach Den Bosch geht, steht am Samstag (13 Uhr) in der MHC Arena noch das Bundesliga-Heimspiel gegen den UHC Hamburg an. ma