Junges MHC-Damenteam belegt beim Hallenhockey-Europapokal ein tollen vierten Platz!
Beim EuroHockey Indoor Club Cup Women 2026 im polnischen Swarzedz hat das von Lucas Koch gecoachte junge MHC-Damenteam mit den drei erfahrenen Kräften, Anissa Korth als Kapitänin, Clara Roth und Alisia Hochstetter, den beiden jungen Keeperinnen Talina Bivona und Lina Schimmel und den richtig stark agierenden jungen Spielerinnen Hannah Godenschwege, Paula Göttmann, Hannah Reichert, Anna Wellhöfer, Jette Bantow und Julia Spohr das ausgegebene Ziel Klassenerhalt weit übertroffen! Am Ende stand beim Hallenhockey-Europapokalturnier in Polen nämlich ein toller vierter Platz zu Buche. „Ich glaube, wir können auf dieses Wochenende richtig stolz zurückschauen. Nachdem klar wurde, dass wir nicht mit unserer ersten Mannschaft hierherfahren würden, sondern mit einer zusammengewürfelten Mannschaft, und ich jetzt auf das Ergebnis gucke, dass wir Vierter geworden sind, dass wir nicht abgestiegen sind und den Klassenerhalt schon am ersten Tag geschafft haben, hätten wir vor vier Tagen alle so unterschrieben“, musste Lucas Koch mit Hannah Matten kurzfristig sogar noch auf eine Spielerin verzichten, womit man nur neun Feldspielerinnen zur Verfügung hatte.
Fast hätte die von Anissa Korth angeführte Mannschaft sogar das Finale erreicht, denn im Halbfinale gegen den HC ’s-Hertogenbosch führten die Blau-Weiß-Roten durch ein Tor von Clara Roth (20.) lange mit 1:0 und brachten die favorisierten Niederländerinnen mächtig ins Schwitzen. Wenn mal etwas aufs MHC-Tor kam, war in der ersten Halbzeit Talina Bivona zur Stelle und in der zweiten Hälfte konnte Lina Schimmel ihren Kasten auch lange sauber halten, ehe Josephine Bekkers doch der späte 1:1-Ausgleich gelang (37.). Imme van der Hoek traf per Strafecke zum 2:1 (38.) für Den Bosch. Noch war das Spiel nicht vorbei und Schimmel verließ ihr Tor. Etwas mehr als drei Sekunden vor Spielende hatte Den Bosch noch eine Strafecke. Angesichts dessen, dass man keine Torhüterin im Tor hatte und dass das Spiel bereits entschieden war, verteidigte der MHC diese Ecke nicht mehr und van der Hoek traf zum 3:1 (40.) für die Niederländerinnen ins leere Tor. Im Spiel um Platz drei gegen den East Grinstead HC musste man am Sonntag nach einem 2:6 (0:1) den Engländerinnen die Bronzemedaille überlassen. „Der Doppelschlag kurz nach der Halbzeit hat uns das Genick gebrochen. Man muss aber auch sagen, dass wir einfach am Limit waren. In der ersten Halbzeit spielen wir noch ganz gut mit und machen mit Glück vielleicht ein Tor, dann können wir vielleicht etwas länger mitspielen, aber die Kräfte bei der Mannschaft waren dann einfach weg, was auch absolut in Ordnung ist“, blickte Lucas Koch auf das Spiel um Platz drei zurück. Beim englischen Meister glänzte Torjägerin Biba Mills, die East Grinstead auch mit 1:0 (8./Strafecke) in Führung brachte. Es folgte im dritten Viertel besagter Doppelschlag, als zunächst Carlota Gomez auf 2:0 (22.) und wiederum Mills per Strafecke auf 3:0 (23.) erhöhte. Mills legte Ende des dritten Viertels noch das 4:0 (40.) nach und traf dann auch zu Beginn des vierten Viertels per Siebenmeter zum 5:0 (31.). Clara Roth verkürzte für den MHC auf 5:1 (32.), aber Mills stellte fast postwendend auf 6:1 (33.). Das letzte Tor des Spiels blieb aber MHC-Kapitänin Anissa Korth vorbehalten, die eine Strafecke nutzte, um auf 6:2 (38.) zu verkürzen.
Bereits im Auftaktspiel gegen UKS Swarek Swarzedz gab das junge MHC-Team eine starke Visitenkarte ab. Da kam man gar nicht auf den Gedanken, dass es für alle die Premiere beim EuroHockey Indoor Club Cup war! Im Tor startete gegen die Polinnen in den ersten beiden Vierteln Talina Bivona, während Lina Schimmel die Viertel drei und vier übernahm. Jette Bantow zog die erste Strafecke für den MHC und die Hereingabe von Clara Roth versenkte Hannah Reichert zum frühen 1:0 (5.) im UKS-Tor. Auch die Gastgeberinnen kamen zu einer Strafecke, aber hier zielte Zuzanna Rubacha über das MHC-Tor (7.). Im zweiten Viertel legte Clara Roth Jette Bantow zunächst das 2:0 (16.) auf und erzielte dann das 3:0 (19.) selbst. Kurz vor der Halbzeitpause brachte Mara Drozda die Gastgeberinnen mit dem 3:1 (20.) auf die Anzeigetafel und Talina Bivona verhinderte Sekunden vor der Sirene noch ein zweites Tor der Polinnen (20.). Im dritten Viertel stellte Alisia Hochstetter mit ihrem Tor zum 4:1 (25.) den alten Abstand wieder her. Zu Beginn des Schlussviertels nahm die Gastgeberinnen ihre Torfrau Sandra Hoffmann aus dem Kasten. Zunächst
brachte dies den Polinnen Erfolg, als Zuzanna Rubacha per Strafecke auf 4:2 (31.) verkürzte. Clara Roth (33.) und Anna Wellhöfer (35.) trafen aber zum 5:2 und 6:2 ins leere Tor.
In der zweiten Partie gegen den Titelverteidiger MSC Sumchanka startete Lina Schimmel im Kasten, während Talina Bivona die zweite Halbzeit im MHC-Tor übernahm. Die Blau-Weiß-Roten erwischten einen prima Auftakt in dieses Spiel, als Jette Bantow das Zuspiel von Anissa Korth zum frühen 1:0 (2.) verwertete. Danach lief es aber zunächst für die Ukrainerinnen besser, bei denen Karyna Leonova noch im ersten Viertel zum 1:1 (7.) traf und im zweiten Viertel mit einem Doppelschlag (12. und 13.) dafür sorgte, dass Sumchanka mit einer 3:1-Führung in die Halbzeit ging. Es folgte ein spektakuläres drittes Viertel der Blau-Weiß-Roten. Nachdem Talina Bivona das vierte Tor von Leonova verhindern konnte (22.), war nun der MHC an der Reihe. Clara Roth verkürzte auf 3:2 (23.) und Hannah Godenschwege ließ das Koch-Team das 3:3 (27.) bejubeln. Anissa Korth zog eine Strafecke für den MHC und die Wiederholungsecke landete auf der Torlinie am Körper einer Abwehrspielerin. Es gab Siebenmeter und Korth trat an den Punkt und traf zum 4:3 (29.). Im Schlussviertel sorgte dann Talina Bivona mit ihren Paraden gegen Olha Honcharenko (35.) und Anastasiia Shyshyna (38.) dafür, dass die nächsten fünf Punkte aufs Konto der MHC-Damen wanderten.
Am Samstagmittag ging es dann im direkten Duell zwischen den MHC-Damen und den Waterloo Ducks im Duell der beiden bereits fürs Halbfinale qualifizierten Teams noch darum, wer die Gruppe A als Erster abschließt. Dabei mussten sich die Blau-Weiß-Roten allerdings mit 0:5 (0:3) klar geschlagen geben, wobei mit Daphné Gose die Kapitänin der Belgierinnen für alle Treffer der Ducks zuständig war. So ließ Gose in der ersten Halbzeit zunächst Talina Bivona im MHC-Tor beim 1:0 (9./Strafecke), 2:0 (10.) und 3:0 (14.) das Nachsehen. In Hälfte zwei musste sich dann auch Lina Schimmel zwischen den Torpfosten zweimal geschlagen geben, als Gose in der 32. Minute zunächst aus dem Spiel heraus zum 4:0 traf und noch in derselben Minute per Strafecke auf 5:0 erhöhte. Die Ducks holten sich am Ende auch erstmals den Titel, denn im Finale besiegten sie den HC ’s-Hertogenbosch im Penaltyschießen mit 2:1, nachdem es nach regulärer Spielzeit 2:2 gestanden hatte. ma