Die MHC wU16 ist Deutscher Meister!
Mannheim. (leo) Riesenjubel am Feudenheimer Neckarkanal. Die weibliche U16 des Mannheimer HC sicherte sich in München durch einen hart erkämpften 4:3 (2:2, 0:1) – Endspielerfolg nach Penalty-Schießen über den Harvestehuder THC die deutsche Meisterschaft. Mit nunmehr sechs Titeln ist der MHC jetzt Rekordmeister in dieser Altersklasse. Das Team von Trainer Felix Koswig hatte darüber hinaus bereits im Oktober 2025 den Feld-Titel in die Quadratestadt geholt.
Doch dieses Mal war nicht unbedingt mit dem blauen Meisterwimpel zu rechnen. Mit Noelia Denz und Hannah Matten hatten sich zwei Stammspielerinnen während der Saison verletzt, in der Woche vor den Titelkämpfen zog sich Kapitänin Lucie Matthysen einen Kreuzbandriss zu. Deren Trikots schmückten die große MHC-Fahne in der Münchner Halle und dokumentierten auf diese Weise, dass ihr Team auch für sie spielte. Diesen Fakt hob auch Coach Koswig hervor. „Nicht nur die Spielerinnen auf dem Platz, sondern auch die, die weniger Spielzeit hatten oder verletzt waren, haben Verantwortung übernommen und das Team getragen. Diese Geschlossenheit und mentale Stärke haben uns am Ende zum Deutschen Meister gemacht.“
Mit einem 1:1 gegen Nordmeister Club an der Alster Hamburg war der spätere Meister schleppend in das zweitägige Turnier gestartet, es folgten ein 2:1 über Feld-Vizemeister Klipper Hamburg und ein 4:4 gegen West-Vize Rot-Weiss Köln. Das reichte zum Gruppensieg, im Halbfinale wurde dann der spätere Bronzemedaillengewinner Uhlenhorst Mülheim (3:2) geschlagen. Das Endspiel selbst war nichts für schwache Nerven. Die 1:0-Führung der Hanseatinnen drehten Kapitänin Nike Kallinich mit einer
verwandelten Strafecke und Friederike Dittert mit ihrem sechsten Turniertor zum 2:1, doch nach dem Ausgleich des HTHC musste der Shoot-out über den Sieg entscheiden. Und der ging in die Verlängerung, ehe nach zwei verwandelten Penaltys von Milla Kirchgässner der Triumph des MHC feststand. „Entscheidend war, dass wir in den Phasen, in denen wir kämpfen mussten, ruhig geblieben sind und als Team Lösungen gefunden haben. Wir haben uns immer wieder gefangen und Schritt für Schritt weitergearbeitet“, freute sich Koswig mit seinen Meisterspielerinnen Dittert und Kallinich, die bei der Siegerehrung ins All-Star-Team berufen wurden, Kirchgässner, Mila Hess, Anouk Jahn, Lina Jonietz, Charlotte Kummermehr, Jule Schmelzer, Luzie Schubert, Elise Sternkopf, Kelly Fay Straley und Sophia Tischer.
Nur ein Tor fehlte der weiblichen U14 des MHC ebenfalls in München, um nach der Gruppenphase mit Spielen gegen Harvestehude (0:3), TuS Lichterfelde (1:1) und den späteren Bronzemedaillengewinner Club Raffelberg Duisburg (4:0) das Halbfinale zu erreichen. Im Spiel um Platz fünf setzte sich das junge Team von Trainer Andreas Höppner klar gegen den SC Frankfurt 1880 mit 3:0 durch, ferner wurde Lena Goldschmidt ins All-Star-Team berufen.