Am Ende fehlt nur ein Punkt! – FHC-Damen sind erneut Vizemeister der Zweiten Liga
Dem Erstligaaufstieg sind die Damen des FHC in der Saison 2025/2026 nochmals ein Stück näher gekommen, als in der Spielzeit 2024/2025, wo man bereits Vizemeister wurde. So hatte das Team von Trainer Tobias Herre am Sonntag im letzten Spiel in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga Süd im direkten Duell gegen den TSV Mannheim Hockey noch die Chance, erstmals im Feld den Sprung ins Oberhaus zu schaffen. Gegen den TSVMH gab es zum Abschluss mit einem 3:2 (0:1, 1:1) nach Penaltyschießen auch den Derbysieg, allerdings hätte der FHC nach regulärer Spielzeit gewinnen müssen, um den Stadtrivalen noch von Platz eins zu verdrängen. „Die Mannschaft hat noch mal alles in dieses Spiel reingeworfen und wir hatten unsere Torchancen, um zu gewinnen“, bedauerte Herre, dass sich sein Team den Sieg nicht innerhalb der 60 Minuten sichern konnte, an dessen Leistung im Saisonfinale er ansonsten aber nichts zu bemängeln hatte. „Hätten wir am Samstag in Rüsselsheim nicht zehn Sekunden vor Schluss noch den Ausgleich bekommen, dann hätte uns heute der Sieg nach Penaltyschießen ja sogar gereicht“, blickte Herre auf den Vortag zurück, als den FHC-Damen in der Opelstadt eigentlich schon drei Punkte sicher schienen, nachdem Yevheniya Kernoz das Herre-Team in der 15. Minute mit einer Strafecke mit 1:0 in Führung gebracht hatte. Diese hielt bis zehn Sekunden vor Schluss, als RRK-Coach Norman Hahl die Gelbe Karte sah. „Das hielt die Uhr an und Rüsselsheim hatte einen Freischlag an unserem Schusskreis. Dabei fand der Ball irgendwie den Weg in unser Tor, wobei der RRK da keine fünf Meter überbrückt hatte“, war für Tobias Herre das 1:1 (60.) durch Hannah Schwarzkopf daher gleich doppelt unglücklich, weil es wohl nicht hätte zählen dürfen. Im Penaltyschießen präsentierten sich die FHC-Damen dann allerdings nervenstark. Während Luisa Höfling-Conradi, Emma Himmler, Yevheniya Kernoz und Pauline Himmler allesamt für den FHC trafen, gelangen dem RRK nur durch Neele Sack und Lena Reiche zwei erfolgreiche Versuche, womit die FHC-Damen beim 5:3 (1:0, 1:1)-Sieg nach Penaltyschießen zwei Zähler vom Main mit nach Hause nahmen.„Dass wir in Rüsselsheim noch das 1:1 kassiert haben, war schon sehr unglücklich“, sah denn auch FHC-Kapitänin Denise Hechler hier mehr Anlass, einem vergebenen Punkt hinterherzutrauern, als am Sonntag nach dem letzten Saisonspiel gegen den TSVMH. „Es war schon toll, am letzten Spieltag auf eigenem Platz so ein Spiel zu haben, wo es noch um alles ging und bei dem wir so viele Zuschauer und Anfeuerung hatten“, gefiel Hechler die stattliche Kulisse von 500 Zuschauern, die diesem Zweitligaaufstiegsgipfel in der MHC Arena beiwohnte. Dass sie sich einen anderen Ausgang gewünscht hätte, stand für Hechler außer Frage, und so gab es denn auch bei den FHC-Damen nach dem so knapp verpassten Aufstieg verständliche Tränen. „Wir haben in der Rückrunde kein Spiel verloren und haben bis zum letzten Spiel um den Aufstieg mitgespielt“, wurde Hechler nach dem ersten Schmerz bewusst, dass die FHC-Damen mit der erneuten Vizemeisterschaft in Liga zwei wieder eine starke Spielzeit hingelegt haben, die sich absolut sehen lassen kann.
Dass die FHC-Damen gewillt waren, die nötigen drei Punkte am Sonntag am Neckarplatt zu behalten, unterstrichen sie schon früh, als Carla Mees die erste Strafecke zog, die aber zum Leidwesen des FHC-Anhangs verstoppt wurde (2.). Im zweiten Viertel kam auch der TSVMH zu einer Strafecke, aber Johanna Schek im FHC-Tor war gegen Johanna Mühl zur Stelle (20.). Nach einem langen Ball von Kernoz auf Leah Lörsch verfehlte diese mit ihrem Stecherversuch das von Caroline Düx gehütete TSVMH-Tor (24.). Als es fast schon nach einer torlosen ersten Halbzeit aussah, fand Mühl Lotte Nafzger und der TSVMH führte mit 1:0 (29.). Auf dieses Gegentor hatten die FHC-Damen zu Beginn der zweiten Halbzeit eine beherzte Reaktion parat. So zog Jule Reimold eine Strafecke für den FHC, aber nach der Ablage auf Denise Hechler war Düx im TSVMH-Tor zur Stelle (32.). Der Jubel über den Ausgleich war allerdings nur aufgeschoben, denn nur wenig später war Giulia Schubert aus dem Spiel heraus zur Stelle und es hieß 1:1 (33.). Die große Chance, selbst in Führung zu gehen, bot sich dem FHC gegen Ende des dritten Viertels bei einer weiteren Strafecke, der insgesamt fünf Wiederholungen folgten, die aber allesamt nicht den gewünschten Erfolg brachten (44.). Carla Mees verfehlte im Schlussviertel mit einem Stecher das TSVMH-Tor (50.). 4:31 Minuten vor Spielende verließ Johanna Schek das FHC-Tor, aber lange währte diese
künstliche Überzahl nicht, da Laura Schubert Gelb sah (56.). Emma Himmler zielte noch einmal übers Gästetor (59.), und dann waren die 60 Minuten vorbei und die Aufstiegsentscheidung gefallen! Das Penaltyschießen gab es aber noch und Luisa Höfling-Conradi brachte den FHC mit 2:1 in Führung, als sie die beim TSVMH für den Shootout ins Tor gekommene Lilliana Dzijan überwand. Johanna Schek parierte gegen Wiebke Wahlster. Emma Himmler scheiterte an Dzijan. Mali Herberhold glich für den TSVMH zum 2:2 aus. Yevheniya Kernoz sorgte für die 3:2-Führung des FHC. Lisa Schall konnte Schek nicht überwinden. Aber auch Julia Spohr kam nicht an Dzijan vorbei. Mia Sattler verfehlte das FHC-Tor, aber auch Pauline Himmler zielte am TSVMH-Kasten vorbei. Kira Schanzenbecher konnte den letzten Versuch für den TSVMH nicht unterbringen, und so ging der Sieg im Spiel mit 3:2 nach Penaltyschießen an die FHC-Damen. ma