MHC-Herren mit bitterer Heimniederlage im „Achtelfinale“ – Es geht in die Play-downs gegen den SC 80
Auch wenn es am Sonntag in der MHC Arena um drei Punkte in der Feldhockey-Bundesliga der Herren ging, war das letzte Hauptrundenspiel zwischen den MHC-Herren und dem Titelverteidiger Crefelder HTC faktisch ein Achtelfinale. So winkte dem Sieger der Einzug ins Play-off-Viertelfinale, während der Verlierer in den Play-downs um den Klassenerhalt gegen das Schlusslicht SC Frankfurt 1880 ran muss. Dementsprechend groß war die Enttäuschung bei den Blau-Weiß-Roten dann auch, musste man sich im alles entscheidenden Match dem CHTC doch mit 3:5 (2:3) geschlagen geben. „Die Enttäuschung ist riesengroß“, bekannte MHC-Herrentrainer Andreu Enrich, der mit seinem Team eigentlich wieder das Final4 erreichen wollte, es nun aber nicht einmal ins Viertelfinale schaffte. Für den Spanier war das Spiel gegen den Meister dabei schon ein gewisses Abbild der bisherigen Saison. „Wir waren über die gesamte Saison gesehen zu inkonsistent. Auch im Spiel gegen Krefeld hatten wir Phasen, die nicht so gut waren, und Phasen, die gut waren“, sah der MHC-Coach bei seinem Team auch im letzten Hauptrundenspiel gegen den Titelverteidiger Licht und Schatten. Trotz aller Enttäuschung ist die Saison allerdings noch nicht zu Ende, denn es gilt jetzt, sich voll auf die Play-down-Serie im Modus „Best of three“ gegen den SC Frankfurt 80 zu konzentrieren, um die benötigten zwei Siege für den Klassenerhalt möglichst rasch einzufahren. Spiel eins der Serie steigt dabei am 16. Mai (14.30 Uhr) in der Mainmetropole, während Spiel zwei (23. Mai) und ein mögliches drittes Spiel (24. Mai) in der MHC Arena stattfinden.
Ohne Mario Schachner und Hugo von Montgelas erwischten die Blau-Weiß-Roten eigentlich den perfekten Start in dieses „Endspiel“, als Ben Hasbach den Ball nach schöner Einzelleistung mit der Aggi zum frühen 1:0 (2.) ins Tor der Krefelder einschweißte, in deren Reihen mit Tino Nguyen und Mathis Koppenhöfer auch zwei Akteure mit MHC-Stallgeruch stehen. Danach stand allerdings Florian Simon im MHC-Tor im Blickpunkt, als die Gäste zu einer Strafecke kamen, diese aber inklusive dreier Wiederholungen nicht im MHC-Tor unterbrachten. Lenn Hoffmanns erste Welle wurde schließlich beim vierten Versuch der Seidenstädter mit der endgültigen Klärung belohnt (3.). Diese knifflige Situation hatten die Blau-Weiß-Roten gerade erst überstanden, da setzte sich Niklas Wellen durch, spielte auf Finn Langheinrich und dessen Abschluss im Schusskreis wurde von einem MHC-Spieler unglücklich zum 1:1 (5.) ins eigene Tor abgefälscht. Dies verdaute das Enrich-Team allerdings gut und bei einer MHC-Strafecke ließ Ben Hasbach den MHC mit dem 2:1 (5.) postwendend die erneute Führung bejubeln. Diese hätten die Blau-Weiß-Roten sogar noch ausbauen können, aber der Pass von Jacob Anderson landete im Rücken von Luis Holste (13.). Im zweiten Viertel konnte der Meister dann eine Eckenserie nutzen und Masi Pfandt traf zum 2:2 (18.). Auf der anderen Seite zog Tim Seagon eine Strafecke für den MHC. Die Wiederholungsecke landete auch im CHTC-Tor, der Treffer wurde aber wegen eines vermeintlichen Fußes von Luis Holste nicht gegeben. Dieser kam allerdings gar nicht an den Ball, denn es war noch der erste Abschluss von Linus Müller, der CHTC-Keeper Daniel Floehr da durch die Beine rutschte (20.). Vom Glück verfolgt waren die Blau-Weiß-Roten also nicht, auch nicht Sekunden vor der Halbzeitpause, als Jossip Anzeneder den Abschluss von Niklas Wellen unglücklich abfälschte und so die Kugel zum 2:3 (30.) durch die Beine von Florian Simon lenkte, wobei der Treffer natürlich Wellen zugesprochen wurde.
Nach der Halbzeitpause kam Adrian Rafi ins MHC-Tor, der mitansehen musste, wie Tim Seagon mit einer Strafecke an Floehr scheiterte (33.). Aus dem Spiel heraus konnte auch Matteo Poljaric wenig später den CHTC-Keeper nicht überwinden (37.). Eine schöne Kombination über Marius Leser, Linus Müller, Matteo Poljaric und Benedik Geyer brachte den gewünschten Erfolg, als Geyer das umjubelte 3:3 (42.) erzielte. Im Schlussviertel nutzte der Titelverteidiger aber die Unaufmerksamkeit der Hausherren, als Lachlan Sharp den völlig frei stehenden Lucas Bachmann zum 3:4 (51.) bediente. Benedikt Geyer erzielte noch ein zweites Tor, aber dem wurde die Anerkennung versagt, weil die Unparteiischen zuvor eine Behinderung ausgemacht hatten (57.).
Nachdem der CHTC eine Strafecke ausgelassen hatte, erging es Ben Hasbach nur Sekunden später nicht besser, als er bei einer MHC-Strafecke gleich zweimal an Floehr scheiterte (57.). Adrian Rafi verließ sein Tor zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers und Masi Pfandt traf zum 3:5 (59.) ins leere MHC-Tor! ma