MHC-Damen ziehen durch 3:0 gegen den HTHC ins EHL-Halbfinale ein – Am Karsamstag geht es gegen den SCHC

MHC-Damen ziehen durch 3:0 gegen den HTHC ins EHL-Halbfinale ein – Am Karsamstag geht es gegen den SCHC

An das letzte K. o.‑Spiel gegen den Harvestehuder THC hatten die MHC-Damen keine guten Erinnerungen, unterlag man doch am 31. Mai 2025 im Halbfinale des Final4 in Krefeld dem HTHC durch ein spätes Gegentor mit 0:1. Beide Teams trafen nun am Karfreitag im Rahmen des Finalturniers der Euro Hockey League (EHL) in Den Bosch im Viertelfinale aufeinander, und diesmal durften die Blau-Weiß-Roten einen 3:0 (1:0)-Sieg gegen den HTHC bejubeln, der ihnen den Einzug ins EHL-Halbfinale sicherte. Dort bekommt man es am Karsamstag (18.15 Uhr/ live auf Dyn) mit dem Stichtsche Cricket en Hockey Club (SCHC) aus den Niederlanden zu tun, der im nachfolgenden Viertelfinale den Vorjahresfinalisten Braxgata HC (Belgien) ebenfalls mit 4:0 (1:0) besiegte. Beide Teams standen sich schon im vergangenen Jahr in der EHL gegenüber, damals unterlagen die MHC-Damen im Spiel um Platz fünf dem SCHC mit 1:3 (0:3). MHC-Damentrainerin Sofie Gierts, die die MHC-Damen im Sommer 2025 übernahm, und ihr Team werden am Ostermontag um eine EHL-Medaille spielen, denn das Spiel um Bronze (Montag, 9.15 Uhr) hat man mit der Halbfinalteilnahme schon sicher. Allerdings gilt es am Samstag, die Daumen zu drücken, schließlich könnten die MHC-Damen auch zum zweiten Mal nach 2024 das Grand Final der EHL am Ostermontag (13.45 Uhr) erreichen.

In die EHL-Viertelfinalpartie gegen den von Tobias Jordan gecoachten HTHC fanden die MHC-Damen gut hinein und Lisa Mayerhöfer gelang es, eine Strafecke für den MHC zu ziehen. Den Eckenschuss von MHC-Kapitänin Stine Kurz parierte HTHC-Torhüterin Finja Starck (6.). Lucina von der Heyde spielte Carolin Seidel mit einem langen Schlenzball an, HTHC-Keeperin Starck konnte Seidel den Ball gerade noch wegspielen, und dann hatte Aina Kresken Pech, als ihr Schuss von Romy Riede mit dem Schläger abgewehrt wurde (11.). Als mit Merle Knobloch eine ehemalige MHC-Spielerin beim HTHC wegen einer Grünen Karte draußen saß, übten die Blau-Weiß-Roten aber wenig Druck auf das Tor der Hamburgerinnen aus. Das änderte sich gegen Ende des ersten Viertels, als Linda Bens Starck zur Abwehr zwang und daraus nach Zeitablauf die nächste MHC-Strafecke entstand, allerdings erst, nachdem das Gierts-Team den Videobeweis erfolgreich gezogen hatte. Am Ende kam hier allerdings Carolin Seidel nicht richtig zum Torabschluss (15.). Zu Beginn des zweiten Viertels verpasste Verena Neumann ein Zuspiel von Lucina von der Heyde hauchdünn (16.). Danach blieben Offensivaktionen auf beiden Seiten Mangelware, auch wenn der HTHC nun mehr Spielanteile auf sich vereinen konnte. Als es fast schon nach einer torlosen ersten Hälfte aussah, folgte dann aber ein wunderschöner Angriff. Sonja Zimmermann spielte stark auf Charlotte Gerstenhöfer, die sehenswert für das Mannheimer 1:0 (30.) sorgte.

In der zweiten Halbzeit mussten die in die Niederlande mitgereisten MHC-Fans dann nicht so lange auf einen Treffer warten. So zog Carolin Seidel eine weitere Strafecke für den MHC. Sonja Zimmermann servierte Nadine Kanler den Ball, die diesen mit einem spektakulären Stechertor zum 2:0 (34.) veredelte. In der 40. Minute kam dann auch der deutsche Meister zu einer Strafecke, aber der Versuch von Teresa Martin Pellegrina wurde von Aina Kresken abgelaufen. Auch die Blau-Weiß-Roten sollten im dritten Viertel noch eine Strafecke haben, doch beim Eckenversuch von Ines Wanner entschieden die Unparteiischen auf Stockcheck (44.). Das dritte Mannheimer Tor hätte es im dritten Viertel aber trotzdem noch geben können, als Nadine Kanler die freistehende Aina Kresken in Szene setzte. Diese zögerte aber etwas und HTHC-Torfrau Starck verhinderte das dritte MHC-Tor (45.). Als im Schlussviertel Lucina von der Heyde eine Grüne Karte absitzen musste, zog der HTHC seine Torhüterin, um mit zwei Feldspielerinnen mehr agieren zu können (55.). Dabei traf Merle Knobloch mit einem Stecher die Latte des MHC-Tores und sorgte damit für Gefahr vor dem von Chiara Vischer gehüteten MHC-Tor (56.). Vischer war wenig später dann auch gefordert, als sie eine HTHC-Strafecke von Laura Saenger parierte (56.). Nachdem Lucina von der Heyde ihre zwei Minuten abgebrummt hatte, ging es dann auf einmal ganz schnell. Julia Hemmerle spielte zu Sonja Zimmermann, die leitete auf Fiona Felber weiter, die wiederum Carolin Seidel bediente, die zum 3:0 (58.) ins leere HTHC-Tor einschoss. Ein Treffer, der auch nach Ansicht des Videobeweises seine Gültigkeit behielt. ma

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