Sechs-Punkte-Wochenende in NRW lässt die MHC-Herren vor dem Derby auf Platz vier klettern

Sechs-Punkte-Wochenende in NRW lässt die MHC-Herren vor dem Derby auf Platz vier klettern

Pünktlich vor dem Lokalderby gegen den TSVMH am kommenden Freitag (20 Uhr/MHC Arena) haben die MHC-Herren zum Start in die Restrunde der Feldhockey-Bundesliga ordentlich Selbstvertrauen getankt. So gewannen die Blau-Weiß-Roten zunächst am Samstag beim Vizemeister Rot-Weiss Köln mit 3:2 (3:2) und holten sich dann am Sonntag mit dem 4:3 (1:1) bei Uhlenhorst Mülheim schon die nächsten drei Punkte bei einem direkten Mitkonkurrenten. Der Lohn für das Sechs-Punkte-Wochenende war der Sprung von Platz sieben auf Platz vier, womit man nun vor dem direkten Duell nur noch einen Zähler weniger hat, als der TSVMH. „Dieses Wochenende war wichtig für uns als Team“, wollte MHC-Herrencoach Andreu Enrich seine Freude über die beiden Auftaktsiege nach der Winterpause denn auch nicht verbergen.

Dabei müssen die MHC-Herren mit Gonzalo Peillat weiterhin auf ihren besten Torschützen verzichten. Gute Strafecken schießt auch Jossip Anzeneder, der zwar mit nach NRW gereist, aber ebenfalls nicht einsatzfähig war. In Köln präsentierte man sich dennoch mutig und hätte nach dem ersten Viertel sogar führen können, aber RWK-Torwart Jean Danneberg ließ sich zunächst weder von Tim Seagon (10.) noch von Jonas Wacker (11.) überwinden. Stattdessen kamen die Gastgeber zu Beginn des zweiten Viertels zu einer Strafecke. Die schienen die Kölner schon verstoppt zu haben, aber RWK-Kapitän Christopher Rühr packte doch noch eine „Aggi“ aus und bezwang Florian Simon im MHC-Tor zum 1:0 (17.). Lange durften sich die Domstädter darüber aber nicht freuen. So bediente Benedikt Geyer Luis Holste und es stand 1:1 (21.). Geyer war wenig später auch am zweiten MHC-Treffer beteiligt. Durch seinen Einsatz landete der Ball letztlich bei Matteo Poljaric und es hieß 2:1 (23.) für den MHC. Darüber durfte sich nun das Enrich-Team nicht allzu lange freuen. Als Rühr über die Grundlinie auf Max Siegburg ablegte und es 2:2 (25.) stand. Die Kölner schienen jetzt Oberwasser zu haben, als Jan Cordes das MHC-Tor verfehlte (29.). Acht Sekunden vor der Halbzeitpause setzte sich Mario Schachner aber über die rechte Angriffsseite durch und bediente Ben Hasbach im Schusskreis zum Mannheimer 3:2 (30.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde es dann für Erik Kleinlein schmerzhaft, als er bei einer RWK-Strafecke an der Schläfe getroffen wurde und aus dem Spiel ging. Paul Glander setzte die Wiederholungsecke neben das MHC-Tor (34.). Jacob Anderson hatte in Viertel drei noch eine Gelegenheit für den MHC, aber Danneberg parierte (42.). Anfang des Schlussviertels zog Hugo von Montgelas eine Strafecke für den MHC, doch den Versuch von Tim Seagon wehrte erneut Danneberg ab (46.). Der Kölner Torhüter verließ in der 56. Minute dann sein Tor und in der Schlussminute kamen die Rheinländer tatsächlich noch zu einer Strafecke, doch die setzte Paul Babic am Tor vorbei (60.). „Das war eine sehr solide Vorstellung von uns. Defensiv haben wir gut zusammengearbeitet und unser neues System sehr gut umgesetzt. Wir hatten unsere Chancen und waren auch mental stark“, lobte Enrich seine Mannschaft nach dem Sieg in Köln.

Am Sonntag konnte in Mülheim zum Glück Erik Kleinlein wieder mitwirken, wobei sich die Blau-Weiß-Roten in der Ruhrstadt zunächst schwer taten, ins Spiel zu kommen. So schloss denn auch Tom Enaux eine schöne Kombination der Gastgeber ab und überwand Adrian Rafi im MHC-Tor zum 1:0 (9.). Im zweiten Viertel verhinderte Rafi mit einer Parade gegen Max Godau einen höheren Rückstand (17.). Matteo Poljaric fing dann einen Pass der Mülheimer ab, spielte auf Benedikt Geyer und es stand 1:1 (26.). Im dritten Viertel nutzte William Sanda eine HTCU-Strafecke zum 2:1 (33.). Fast hätten die Ruhrstädter diese ausgebaut, aber die nächste HTCU-Strafecke von Jan Schiffer klärte Linus Müller von der eigenen Torlinie (45.). Als es schien, dass es beim Stand von 2:1 ins Schlussviertel gehen würde, profitierte Matteo Poljaric von einer Nachlässigkeit der Platzherren und markierte kurz vor Viertelende das 2:2 (45.). Im vierten Viertel verstoppten die Blau-Weiß-Roten zunächst eine Strafecke (53.), durften aber wenig später schon wieder mit einer Ecke ran. Der Eckenschuss von Ben Hasbach landete am Körper von Denis Holthaus und es gab Siebenmeter. Tim Seagon trat an den Punkt und ließ HTCU-Keeper David Harte beim 3:2 (55.) keine Chance. Die Mülheimer ließen in der 58. Minute zunächst eine Ecke ungenutzt, kamen aber durch Niklas Enaux wenig später doch zum 3:3 (58.). Als es schon nach Penaltyschießen aussah, spielte MHC-Kapitän Jan-Philipp Fischer auf Benedikt Geyer, der leitete zu Ben Hasbach weiter, und dieser traf zwei Sekunden vor dem Ende zum umjubelten 4:3 (60.)! ma

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