Danke! „Witti“

Danke! „Witti“

Ein schwerer Verlust 

Mit Christian „Witti“ Wittler verlässt uns zum Ende des Monats ein integraler Bestandteil unseres Trainerteams, der eigentlich nicht mehr wegzudenken war. 

Den Schläger selbst zu schwingen versuchte Witti bereits im zarten Alter von 4 Jahren, damals noch in Celle. Mit 10 Jahren zog seine Familie dann in den Süden, genauer gesagt nach Bietigheim. Bei Bietigheim solle Witti jedoch erstmal nicht spielen, sondern wagte schon früh den Schritt ins benachbarte Ludwigsburg, genauer gesagt zum HC Ludwigsburg. Hier durchlief Witti alle Jugendmannschaften und spielte im Anschluss an seine Jugendzeit auch zwei Jahre im Herrenbereich, bevor es ihn zurück nach Bietigheim zog.  

Dort absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr und brachte in diversen Jugend- und Erwachsenenmannschaften nicht nur sein Fachwissen, sondern auch sein Herz ein. Mit Beendigung seines FSJ begann Witti sein Studium, Economics sollte es werden. Vom Hockey kam er jedoch nicht los und blieb den Bietigheimern auch während seines Studiums als Trainer treu. 

Teil von Wittis damaliger Mannschaft war auch eine in unserem Verein und international bekannte Spielerin. Ines Wanner. Sie wurde von Witti geprägt, ausgebildet und schaffte von Bietigheim aus den Sprung in die große Hockeywelt. 

Nach insgesamt knapp zwei Jahren bei Bietigheim wechselte Witti an die Universität Ulm und kehrte sodann auch dem Bietigheimer HTC den Rücken. Doch auch in Ulm ließ ihn das Hockeyfieber nicht los, weswegen er beim SSV Ulm, parallel zu seinem Studium, als Trainer mitwirkte. Hier schaffte er es eindrucksvoll mit einer Mannschaft die Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft zu erreichen. Für die Ulmer und für Witti persönlich ein wahnsinniger Erfolg.  

Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums im Januar 2016 zog es Witti ein Vierteljahr später in die Quadratestadt. Als neuer Trainer der WU14 und der FHC-Damen betreute er die Altersklassen über ein halbes Jahrzehnt hinweg. Schon früh konnte Witti die ersten Erfolge feiern, beispielweise an der Seite von Andreas „Höppi“ Höppner den Deutschen Meistertitel mit der Weiblichen U16. Auch der März 2023 war ein ganz besonderer Monat für Witti. Erst gewann er, ausnahmsweise mit der MU16 als Videomann, den Deutschen Meister und beendete parallel seine Tätigkeit in der WU14, um sein Fachwissen künftig in der WU10 einzusetzen. 

Nach nur knapp einem Jahr endete Wittis Engagement sowohl bei der WU10 als auch, nach knapp acht Jahren, bei den FHC-Damen, denn die nächste Beförderung stand an. Nachdem Nicklas Benecke seine Position als hauptverantwortlicher Damentrainer niedergelegt hatte, wurde ein neuer Trainer gesucht. Fündig wurde der Verein in den eigenen Reihen. Durch herausragende Arbeit in den von ihm trainierten Altersklassen und seine Wissbegierigkeit, Neues zu lernen, empfahl sich Witti für die Nachfolge. 

Das Vertrauen zahlte er sofort zurück. Bereits in der Hallensaison stand niemand Geringeres als der Mannheimer HC ganz oben auf dem Podest. Ein toller Moment für Verein, Mannschaft, Fans und Witti ganz persönlich. Fast nebenher war Witti auch Teil des Staffs der von Tobi trainierten Weiblichen U18, die in der Hallensaison den Deutschen Meistertitel gewinnen konnte.   

In der an die Halle anknüpfenden Feldrückrunde stand die Mannschaft sowohl in der EHL als auch in einem deutschen Halbfinale auf dem Platz. Ein Beweis für nachhaltig gute Arbeit aller am Prozess beteiligten Personen und ein Fingerzeig, dass da bald noch mehr kommt. 

Nach der Feldsaison legte Witti seine Aufgaben als Trainer der ersten Damen nieder und entschloss sich, eine neue Herausforderung als Sportdirektor bei SAFO Frankfurt anzunehmen. 

Lieber Witti, 

du wirst fehlen! 

Dein Fleiß, Humor, Enthusiasmus sowie deine Lern- und Hilfsbereitschaft werden uns fehlen. In deiner Zeit hast du nicht nur Spieler und Spielerinnen sportlich entwickelt, sondern so viel mehr bewirkt. 

Der Sprung nach Frankfurt ist nicht weit und die Tür in Mannheim für Dich immer offen. 

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