SA/29/11 – Freud und Leid sind zum Auftakt klar verteilt – MHC-Damen holen sich bei den FHC-Damen mit 6:0 den „Auswärtssieg“

SA/29/11 – Freud und Leid sind zum Auftakt klar verteilt – MHC-Damen holen sich bei den FHC-Damen mit 6:0 den „Auswärtssieg“

Zum Start in die Hallenhockey-Bundesligasaison 2025/2026 standen sich am Samstag die FHC- und die MHC-Damen in der Irma-Röchling-Halle gegenüber, letztlich also für beide ein Heimspiel, auch wenn die FHC-Damen offiziell die Gastgeberinnen in diesem Erstligaduell waren. Dabei hatte sich das Team von FHC-Trainer Tobias Herre schon etwas mehr erhofft, doch am Ende bejubelte MHC-Coach Jörn Henkel mit seinem Team einen 6:0 (5:0)-Sieg, womit Freud und Leid am Ende dann doch klarer verteilt waren, als es vorher anzunehmen war. „Man muss da schon beide Halbzeiten unterscheiden“, sah Tobias Herre den FHC zunächst schwer in dieses Spiel finden, ehe es gerade im dritten Viertel durchaus gelang, vermehrt selbst die Akzente zu setzen. Allein im Spiel nach vorne fehlte den Feudenheimerinnen an diesem Tag die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. Die MHC-Damen machten es dem FHC allerdings auch nicht leicht und standen sehr gut in der Verteidigung, was angesichts eines nochmal verjüngten Teams beim Titelverteidiger so auch nicht zu erwarten war. „Wir standen in der Defensive für das erste Ligaspiel schon sehr gut. Dass Leonie Weißenberger in einem Hallenhockey-Bundesligaspiel kein Gegentor bekommen hat, ist natürlich Weltklasse. Dafür haben aber auch die Spielerinnen vor ihr gesorgt“, konnte Jörn Henkel seine Mannschaft nach dem Auftaktspiel in der Hallenrunde nur loben.

Der MHC setzte den gastgebenden FHC von Beginn an früh unter Druck und Mathilda Kiesel im FHC-Tor bewahrte ihre Team zunächst noch vor einem Rückstand, als sie gegen Charlotte Gerstenhöfer (1.) und Nadine Kanler (2.) abwehrte. Wenig später gab es dann aber die erste Strafecke für den MHC und Lisa Mayerhöfer holte zu ihrem ersten Streich in diesem Derby aus und es stand 1:0 (4.) für den MHC. Die FHC-Damen brauchten bis zur 7. Minute, ehe auch sie erste offensive Akzente setzten, als Luisa Höfling-Conradi erstmals für Gefahr vor dem Tor von Leonie Weißenberger sorgte. FHC-Kapitänin Denise Hechler bediente Lucia Koblischke, aber Weißenberger im MHC-Tor parierte (11.). Auf der anderen Seite scheiterte Lisa Mayerhöfer an Mathilda Kiesel (12.) und musste wenig später eine Gelbe Karte abbrummen. In der Überzahl ließ Luisa Höfling-Conradi die Gelegenheit zum Ausgleich ungenutzt (14.).

Das zweite Viertel sollte sich dann zwischen den beiden Clubs vom Neckarplatt schon als derbyentscheidend herausstellen. So gab es Strafecke Nummer zwei für den MHC. Verena Neumann brachte die Kugel herein und wieder war es Lisa Mayerhöfer, die auf 2:0 (16.) erhöhte. Danach scheiterte Denise Hechler gleich zweimal an Leonie Weißenberger (18.). Verena Neumann zog auf der anderen Seite Strafecke Nummer drei für den MHC. Wieder brachte sie den Ball herein und wieder ließ Lisa Mayerhöfer den MHC jubeln, die mit dem 3:0 (20.) einen Hattrick aufs Parkett legte, womit ihr Torhunger in diesem Spiel aber noch nicht gestillt war. „Wir kommen selbst nicht so gut ins Spiel und kassieren dann viel zu schnell diese drei Strafecken“, wusste Tobias Herre, dass es für den FHC in diesem Derby nun sehr schwer werden würde. Dass den FHC-Damen an diesem Tag auch das Glück nicht eben hold war, zeigte sich schließlich beim vierten MHC-Tor, als Jule Koßwig den Schuss von Charlotte Gerstenhöfer unglücklich ins eigene Tor ablenkte und es stand 4:0 (26.) für den MHC. Wenig später hatte Charlotte Gerstenhöfer die Gelegenheit zu ihrem zweiten Treffer, als sie zum Siebenmeter antrat. Die für den Siebenmeter eingewechselte Johanna Schek konnte diesen allerdings parieren (28.). Ein echter Hoffnungsschimmer sollte der gehaltene Siebenmeter für den FHC aber nicht werden, denn in der Schlussminute der ersten Halbzeit holte sich Charlotte Gerstenhöfer mit einer verwandelten Strafecke dann doch ihr zweites Tor in diesem Spiel und es hieß 5:0 (30.) für den MHC!

Die FHC-Damen versuchten im dritten Viertel noch einmal in dieses Spiel zurückzufinden und traten auch bis zum Schusskreis beherzt auf, nur im Abschluss fehlte ihnen weiter die Fortune. So konnte Lucia Koblischke Leonie Weißenberger ebenso wenig überwinden (35.), wie Emma Himmler (38.). In der 40. Minute konnte Mathilda Kiesel diesmal den Eckenschuss von Charlotte

Gerstenhöfer abwehren. Noch in der 40. Minute kam Lucia Koblischke zu zwei weiteren Abschlüssen, aber Leonie Weißenberger ließ erneut kein Tor zu. Bei einer FHC-Strafecke war die MHC-Keeperin dann zwar schon geschlagen, doch Nadine Kanler pflückte den Eckenschuss von Jule Koßwig mit dem Schläger von der eigenen Torlinie (43.). Nadine Kanler versuchte es dann auch offensiv bei einer MHC-Strafecke, aber Kiesel parierte (45.). Lisa Mayerhöfer erhöhte mit ihrem vierten Treffer im Schlussviertel auf 6:0 (52.) für den MHC. In der 57. Minute brachten dann auch die FHC-Damen den Ball in Person von Laura Schubert im MHC-Tor unter, aber selbst der Ehrentreffer war ihnen an diesem nicht vergönnt. Die Unparteiischen sahen den zuvor gespielten Ball als zu hoch an und versagten diesem Treffer die Anerkennung. ma

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