SA/30/11 – MHC-Herren starten mit einem Sieg in der Mainmetropole – 8:4-Sieg beim SC Frankfurt 1880
Durchaus gewarnt traten die MHC-Herren am Sonntag zu ihrem Auftaktspiel in der Hallenhockey-Bundesliga beim SC Frankfurt 1880 an. Zwar gewannen die Blau-Weiß-Roten in der vergangenen Hallensaison das Spiel in Frankfurt deutlich mit 10:2, aber in der Irma-Röchling-Halle hatte man zuvor eine 3:5-Heimniederlage gegen die Hessen kassiert. Umso wichtiger war es für das von Zafer Kir als Cheftrainer gecoachte MHC-Team, jetzt gut in die neue Hallenrunde zu starten, und das taten die Blau-Weiß-Roten mit einem 8:4 (4:1)-Sieg in der Mainmetropole. „Über weite Strecken des Spiels sind wir super diszipliniert und sehr stabil in der Verteidigung und haben an sich wenig zugelassen, wobei wir das zweite Viertel ausklammern müssen. Da waren wir nicht mit hundert Prozent bei der Sache und haben einen Gang zurückgeschaltet, das hat man dann auch direkt im Spiel gemerkt“, war Kir mit der Leistung des Teams im ersten Ligaspiel insgesamt aber durchaus zufrieden, geht es doch auch darum, schnell in den Hallenmodus hineinzufinden. Kir freute sich zudem über den gelungenen Einstand für drei Debütanten. So kamen Timo Schreiner und Tom Wehrle, der im Laufe der Partie den im MHC-Tor startenden Florian Simon ablöste, zu ihren ersten Einsätzen in der Hallenhockey-Bundesliga. Auch für Co-Trainer Paul Bonsieb war es in der Mainmetropole ein gelungener Einstand.
Der aktuelle Hallenkader der MHC-Herren bietet allerdings auch noch einige erfahrene Kräfte auf, die an den Meistertiteln 2022 und 2024 beteiligt waren. So auch MHC-Kapitän Jan-Philipp Fischer, der in Frankfurt nur ein paar Sekunden brauchte, um mit dem 1:0 (1.) das erste Saisontor für die Blau-Weiß-Roten zu erzielen. Die MHC-Herren setzten die Gastgeber weiter gehörig unter Druck und Jossip Anzeneder erhöhte auf 2:0 (9.). Als sich der SC 80 nach einer Grünen Karte gegen Magnus Hautzel für eine Minute in Unterzahl wiederfand, nutzte dies Jan-Philipp Fischer zum 3:0 (12.). Die Hessen hatten dieses Gegentor noch nicht recht verdaut, da zogen die Blau-Weiß-Roten die erste Strafecke im Spiel und Tim Seagon ließ die MHC-Herren das 4:0 (13.) bejubeln. So fulminant wie das erste Viertel sollte das zweite aus Sicht der Mannheimer aber nicht werden, die den Frankfurtern nun etwas mehr Raum gaben, was zum 4:1 (21.) führte, als Yannik Oswald für die Gastgeber verkürzte. Hallenrückkehrer Luis Holste hatte die Gelegenheit, den alten Abstand wiederherzustellen, scheiterte aber am Frankfurter Torwart Caspar Jüngermann (26.). Allerdings hätten die 80er in der Schlussphase der ersten Halbzeit mit zwei Strafecken auch noch einmal verkürzen können, kamen aber an der Mannheimer Eckenabwehr nicht vorbei (28., 29.).
Nach der Halbzeitpause zog der dreifache deutsche Hallenhockeymeister die Zügel wieder an und Luis Holste legte Mario Schachner das 5:1 (38.) auf. Das halbe Dutzend machte schließlich Tim Seagon voll, als er erneut per Strafecke zum 6:1 (42.) traf. Die Gastgeber konnten dagegen in der Schlussminute des dritten Viertels auch aus einer weiteren Strafecke kein Kapital schlagen (45.). Im vierten Viertel erhöhten Peer Hinrichs (48.) und erneut Jan-Philipp Fischer (52.) auf 8:1 für den MHC. In den Schlussminuten konnten die Hessen aber noch einmal verkürzen, als Felix Gehringer (53.), Lenn Engelking (57.) und Moritz Küppers (59./Strafecke) noch drei Treffer für die Gastgeber erzielten. „Am Ende haben wir etwas Unordnung im Fünferwürfel und verlieren da die Bälle. Das hat nicht so gut geklappt, deshalb kassieren wir da auch die Gegentore“, weiß Kir, dass die MHC-Herren trotz des Sieges am Main durchaus auch noch Luft nach oben haben. ma