MHC-Damen gewinnen Spitzenspiel gegen Alster mit 2:1 – Dittert und Kallinich geben ihr Erstligadebüt
Im ersten Feldhockey-Bundesligaspiel nach dem Gewinn von EHL-Bronze in Den Bosch, bekamen es die MHC-Damen gleich mit dem ärgsten Verfolger, Der Club an der Alster, zu tun. Die drei Punkte blieben dabei vor den Augen von Damenbundestrainerin Janneke Schopman in der MHC Arena. So gewannen die MHC-Damen das Bundesliga-Spitzenspiel mit 2:1 (1:0), die sich damit in der Tabelle auch einen fünf Punkte Vorsprung vor den zweitplatzierten Hamburgerinnen verschafften. „Es war wichtig, dieses Spiel zu gewinnen“, hatte MHC-Damentrainerin Sofie Gierts von beiden Seiten kein Topspiel ausgemacht, auch wenn dem Publikum in der MHC Arena durchaus vieles gefallen hatte, was auf dem Kunstrasen dargeboten wurde. „Es war kein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Wir haben zu viel zugelassen“, hatte Gierts sogar ein Chancenplus auf Seite der Hamburgerinnen ausgemacht. So machte sich auch das anstrengende EHL Final 12 in Den Bosch bei den Blau-Weiß-Roten noch bemerkbar, und das nicht nur, weil Clara Badia Bogner verletzt und Linda Bens und Hannah Reichert erkrankt nicht mitwirken konnten. Für zwei junge MHC-Spielerinnen wird es dagegen ein unvergessenes Erlebnis bleiben, denn Friederike Dittert und Nike Kallinich gaben gegen Alster ihr Erstligadebüt, von dem sie einen Tag vor dem Spiel erfahren hatten. Der Auftakt ins Spiel hätte für die Blau-Weiß-Roten kaum besser sein können, als Charlotte Gerstenhöfer schon früh die erste Strafecke für den MHC zog. Der Versuch schien schon verstoppt, aber Nadine Kanler bediente Lucina von der Heyde und es hieß 1:0 (2.). Danach kam Alster zu einer guten Gelegenheit, als MHC-Torhüterin Chiara Vischer gegen Juliane Grashoff parierte (9.). Zu Beginn des zweiten Viertels hatten die Hanseatinnen ihre erste Strafecke inklusive einer Wiederholung, aber Chiara Vischer wehrte den Eckenschuss von Alster-Kapitänin Hanna Rothländer ab und Johanna Hachenberg setzte den Nachschuss neben das MHC-Tor (16.). Im Gegenzug verfehlte Caroline Seidel das Tor von Alster-Keeperin Klara Batschko nur knapp (17.). Carolin Seidel hatte wenig später erneut Pech, als sie diesmal den linken Torpfosten traf (25.). Eine Alster-Strafecke setzte Laura Swanson knapp am Tor vorbei (27.). Auch das Gierts-Team kam noch zu einer weiteren Strafecke in Hälfte eins, aber den Schuss von Ines Wanner parierte Batschko (30.). Nach Wiederbeginn verfehlte Charlotte Gerstenhöfer das Tor der Hamburgerinnen knapp (33.), aber bei Alster zielte Linda Cobano ebenfalls am MHC-Tor vorbei (35.). Sonja Zimmermann zog die nächste Strafecke für den MHC. Die schien erneut verstoppt, aber Sonja Zimmermann behauptete den Ball, leitete diesen auf Lucina von der Heyde und Carolin Seidel holte sich mit einem Stechertor zum 2:0 (42.) endlich den verdienten Lohn. Alster setzte eine Strafecke neben das MHC-Tor (55.). In der 57. Minute ging Batschko bei den Hanseatinnen aus dem Tor. In künstlicher Überzahl kam Alster dann auch noch zu einem Siebenmeter, den Linda Cobano zum 2:1 (60.) verwandelte. Da standen allerdings nur noch 23 Sekunden auf der Uhr und diese überstanden die Blau-Weiß-Roten und durften den Sieg bejubeln. ma