MHC-Damen bringen sechs Punkte aus Hamburg mit – Dem 2:0 beim UHC folgt ein 3:2 bei Alster
Für die MHC-Damen hat sich die Fahrt nach Hamburg gelohnt. Nachdem man am Samstag mit einem 2:0 (0:0) beim UHC Hamburg bereits die drei Punkte einfuhr, gab es auch am Sonntag im Spitzenspiel beim Der Club an der Alster einen 3:2 (1:0)-Sieg in der Hansestadt zu bejubeln, womit die Blau-Weiß-Roten alle sechs Punkte aus dem Norden mit zurück ans Neckarplatt nahmen. Zumindest bis zum Freitagabend, wenn der Meister Harvestehuder THC mit dem Derby beim UHC Hamburg nach Spielen gleichzieht, bleiben die MHC-Damen Tabellenführer der Feldhockey-Bundesliga. „Phasenweise war es ein bisschen chaotisch. Letztlich haben wir das Spiel aber gut kontrolliert und verdient gewonnen. Auch wenn es uns Alster heute sehr schwer gemacht hat“, freute sich Fiona Felber am Sonntag nach dem Sieg im Topspiel über die drei Punkte.
Die beim Trip in die Hansestadt von Co-Trainer Jörn Henkel gecoachten MHC-Damen ließen Alster auf eigenem Platz offensiv nicht zur Entfaltung kommen, dafür standen die Blau-Weiß-Roten in der Defensive einfach zu gut. Während Chiara Vischer im ersten Viertel und Leonie Weißenberger im zweiten Viertel im MHC-Tor kaum etwas zu tun bekamen, setzten die MHC-Damen auch offensiv die Akzente. So verpasste Verena Neumann ein Zuspiel vor dem Tor von Alster nur knapp (10.). Auch ein Zuspiel von Lucina von der Heyde auf Charlotte Gerstenhöfer brachte nicht den gewünschten Erfolg (12.). Im zweiten Viertel gab es eine schöne Kombination über Fiona Felber, Verena Neumann und Charlotte Gerstenhöfer, allerdings kam Charlotte Gerstenhöfer nicht richtig zum Abschluss (18.). Ines Wanner holte eine Strafecke für den MHC, verfehlte dann aber selbst mit dem Eckenschuss das von Mali Wichmann gehütete Alster-Tor (21.). In der 23. Minute waren dann die beiden Jüngsten im Team maßgeblich an der MHC-Führung beteiligt. So setzte sich Paula Göttman stark über die rechte Seite durch und spielte auf Hannah Reichert , die wiederum auf Carolin Seidel weiterleitete, und Seidel markierte das 1:0 (23.). Danach sah bei Alster Katharina Haid die Gelbe Karte und musste zehn Minuten von draußen zuschauen (24.), eine Zeitstrafe, die die Gastgeberinnen also auch mit ins dritte Viertel nahmen.
In der zweiten Halbzeit hütete bei Alster Klara Batschko das Tor, während für den MHC im dritten Viertel wieder Chiara Vischer zwischen den Pfosten stand. Lucina von der Heyde verfehlte das Tor der Gastgeberinnen nur knapp (33.). In der 37. Minute hatte Alster eine Strafecke, bei der Chiara Vischer zweimal gegen Emelie Tödter hielt, aber es gab noch einmal eine Strafecke für Alster. Eneut parierte Chiara Vischer gegen Tödter. Danach spielte Johanna Hachenberg den Ball hoch auf Katharina Haid, die diesen aus der Luft ins Tor blockte. Auch wenn sich die MHC-Damen wohl zu Recht darüber beschwerten, dass der Ball gefährlich durch den Schusskreis gegangen war, zählte der Treffer für Alster und es hieß 1:1 (37.). Fiona Felber scheiterte danach zunächst an Batschko, aber es gab 1,5 Sekunden vor Viertelende eine Strafecke und MHC-Kapitänin Stine Kurz ließ ihr Team das 2:1 (45.) bejubeln. Im Schlussviertel schlenzte Ines Wanner den Ball nach vorne auf Verena Neumann, deren Schuss Nadine Kanler per Stecher zum 3:1 (49.) ins Tor von Alster beförderte. Alster meldete sich allerdings durch Tödter zurück, als diese Leonie Weißenberger mit einer Strafecke beim 3:2 (51.) keine Abwehrchance ließ. Mehr ließen die MHC-Damen aber nicht mehr zu.
„Wir haben ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht, in dem wir wenig zugelassen haben. Wenig Kreiseintritte, und keine Ecke“, gefiel Jörn Henkel am Samstag beim UHC Hamburg das Defensivverhalten der MHC-Damen. „Insgesamt war, dass ein bisschen zu abwartend, aber am Ende auch okay. Wir haben im richtigen Moment Gas gegeben, so wie es sein soll, um die drei Punkte zu sichern“, durfte der MHC-Co-Trainer in der Schlussphase zunächst das 1:0 (58.) bejubeln, als Lucina von der Heyde die starke Hella Vorpagel im UHC-Tor per Strafecke überwand. Der UHC nahm Vorpagel nun aus dem Kasten und Verena Neumann bediente Carolin Seidel, die zwanzig Sekunden vor Spielende zum 2:0 (60.) ins leere UHC-Tor traf. ma