FHC Damen: Vier-Punkte-Wochenende bringt den Klassenerhalt näher

FHC Damen: Vier-Punkte-Wochenende bringt den Klassenerhalt näher

FHC-Damen liefern sensationelles Match gegen den MSC – Vier-Punkte-Wochenende bringt den Klassenerhalt näher

Den Start ins Jahr 2026 durfte man bei den FHC-Damen als gelungen bezeichnen. So brachte das erste Spiel im neuen Jahr zunächst einen spektakulären 8:7 (2:1)-Heimsieg gegen den Münchner SC, der damit die Tabellenführung in der Südgruppe der Hallenhockey-Bundesliga wieder an die MHC-Damen abgeben musste. Weit wichtiger für den FHC: Durch diesen Erfolg reichte man auch die Rote Laterne an die HG Nürnberg weiter. Am Sonntag gab es in der Irma-Röchling-Halle ein weiteres Heimspektakel der FHC-Damen, als man beim 6:6 (3:1) gegen den HC Ludwigsburg einen Punkt am Neckarplatt behielt, der im Kampf um den Klassenerhalt noch Gold wert sein könnte. „Ich bin zufrieden mit dem Wochenende, die Mädels haben wieder alles reingehauen. Gestern sind wir im Spiel aufs leere Tor mit 8:4 in Führung gegangen, heute haben wir zwei, drei Chancen aufs leere Tor wieder nicht genutzt. Die Mädels hätten sich auch heute die drei Punkte verdient gehabt und mit etwas Glück wäre das auch drin gewesen. Trotzdem ist es top, mit vier Punkten aus dem Wochenende zu gehen. Jetzt bereiten wir uns auf die letzten beiden Spiele vor, vor denen wir uns eine deutlich bessere Ausgangsposition geschaffen haben“, weiß FHC-Trainer Tobias Herre, dass man den Klassenerhalt selbst in der Hand hat.

Am Samstag überraschte Herre dabei den MSC wohl mit seiner Maßnahme, das Spiel bereits ohne Torhüterin zu beginnen. Zwar brachte Paula Nahr die Münchnerinnen mit einem Treffer ins leere Tor mit 1:0 (3.) in Führung, das Spiel machten aber die Feudenheimerinnen, die verdient zum Ausgleich kamen. So landete ein langer Ball von Yevheniya Kernoz bei Emma Himmler, die Selina Müller im MSC-Tor zum 1:1 (7.) überwand. Emma Himmler und Luisa Höfling-Conradi hatten im ersten Viertel noch gute Gelegenheiten, den FHC in Führung zu bringen, aber es blieb nach den ersten 15 Minuten beim 1:1. Auch im zweiten Viertel konnten sich die Gastgeberinnen zunächst nicht belohnen, als Luisa Höfling-Conradi mit einer Strafecke an Selina Müller scheiterte (21). Danach ließ der FHC eine weitere Strafecke ungenutzt (27.). Dann konnte Jule Koßwig einen Pass der Münchnerinnen abfangen und legte für Luisa Höfling-Conradi auf, die das umjubelte 2:1 (29.) erzielte. Auch nach der Halbzeitpause spielte der FHC ohne Torfrau weiter und ließ im dritten Viertel einige Strafecken ungenutzt. In der 40. Minute nahm dann auch der MSC Selina Müller aus dem Kasten und es standen sich auf beiden Seiten sechs Feldspielerinnen gegenüber. In der Schlussminute des dritten Viertels entsprang aus einer weiteren FHC-Strafecke ein Siebenmeter, und FHC-Kapitänin Denise Hechler überwand Selina Müller zum 3:1 (45.). Es folgte nun ein Schlussviertel, bei dem man sich wegen der Rasanz eigentlich hätte anschnallen müssen! So verkürzte Emma Knörndel zunächst auf 3:2 (46.). Nach einer Gelben Karte gegen Giulia Schubert (50.) kam dann Johanna Schek tatsächlich ins FHC-Tor und es hieß bei den Feldspielerinnen: Vier gegen Sechs! Schek parierte dann auch eine MSC-Strafecke von Emma Knörndel (51.). Auf der anderen Seite erhöhte Yevheniya Kernoz per Strafecke auf 4:2 (53.). Lange hielt die Freude darüber nicht an. Zunächst verkürzte Josefine Wahmes für den MSC auf 4:3 (53.). Nike Beckhaus ließ wenig später sogar mit dem 4:4 (54.) den Ausgleich folgen. Danach ging Johanna Schek wieder aus dem FHC-Tor und es wurde erneut Sechs gegen Sechs gespielt! Der FHC zog eine Strafecke und Yevheniya Kernoz erzielte das 5:4 (56.). In dieser Situation sah zudem MSC-Coach Fabian Fritsche die Gelbe Karte (56.). Der MSC spielte trotz Unterzahl ohne Torhüterin weiter. Jetzt schlug die große Stunde von Emma Himmler, die mit einem lupenreinen Hattrick (zweimal 56., 57.) das 5:4 in eine 8:4-Führung verwandelte! Dieses Dreierpacks bedurfte es allerdings auch, kam der MSC doch durch Timea Tripps (59./Strafecke), Emma Knörndel (60.) und Nike Beckhaus (60./Strafecke) noch auf 8:7 heran, doch dabei blieb es!

Auch am Sonntag war es kein Spiel für schwache Nerven, wobei die FHC-Damen gegen den HC Ludwigsburg einen starken Auftakt ins Spiel hinlegten. Nachdem Carla Mees Ende des ersten Viertels das 1:0 (15.) erzielt hatte, erhöhten Kapitänin Denise Hechler (22.) und Pauline Himmler (27.) auf 3:0 für den FHC. Danach nahm Ludwigsburg Rebecca Götz aus dem Tor und kam zu einer

Strafecke, die Greta Meissner zum 3:1 (28.) nutzte. Nach diesem Gegentor verließ dann auch Johanna Schek das FHC-Tor und es hieß Sechs gegen Sechs. So gingen beide Teams nach der Halbzeitpause weiter ohne Torhüterinnen ins dritte Viertel. Daniel Bauer brachte den HCL auf 3:2 (32.) heran, aber Giulia Schubert antwortete rasch mit dem 4:2 (33./Strafecke). Emma Himmler legte das 5:2 (35.) nach und Yevheniya Kernoz erhöhte auf 6:2 (36./Strafecke). Die drei Punkte schienen nun schon greifbar, aber noch im dritten Viertel brachten Grace Raad (38.) und Jessica Schwarz (39./Strafecke) die Schwäbinnen auf 6:4 heran. Auch ins Schlussviertel starteten beide Teams ohne Keeperin und Nina Schindler verkürzte für den HCL auf 6:5 (46.). Nach einer Grünen Karte gegen Carla Mees kehrte Johanna Schek dann ins FHC-Tor zurück (54.). Nachdem Sina Burkhardt bei den Ludwigsburgerinnen ebenfalls Grün (56.) sah, kam auch Rebecca Götz zurück ins HCL-Tor. Laurentien Vogelmann markierte für den HCL noch das Tor zum 6:6 (58.). ma

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