MHC-Damen haben nach starkem Auftritt in München Platz eins nach der Hauptrunde zu 99 Prozent sicher!
Mit einem 4:1 (2:0)-Sieg beim Münchner SC haben die MHC-Damen ihren neun Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten Der Club an der Alster behauptet. Angesichts von noch drei ausstehenden Hauptrundenspielen in der Feldhockey-Bundesliga ist dem Team von MHC-Trainerin Sofie Gierts Platz eins nach der Hauptrunde nur noch theoretisch zu nehmen. Alster müsste zudem die um zehn Tore schlechtere Tordifferenz für sich entscheiden. Gedanklich kann man sich bei den Damen der Blau-Weiß-Roten also schon einmal auf die nächste EHL-Teilnahme einstimmen, wobei Glückwünsche erst dann wirklich angebracht sind, wenn auch das eine Prozent Restzweifel endgültig beseitigt ist. Dazu bedarf es am kommenden Wochenende beim Bremer HC (2. Mai, 13 Uhr) oder am 3. Mai (12 Uhr) beim Meister HTHC rechnerisch nur noch eines Zählers.
Wieder mit Linda Bens und Julia Hemmerle an Bord nahmen die Blau-Weiß-Roten am Samstag aus München alle drei Punkte mit zurück ans Neckarplatt. Bei ihrem ehemaligen Club hütete Chiara Vischer das MHC-Tor, während auf Münchner Seite mit Selina Müller natürlich ein beim MHC auch überaus bekanntes Gesicht im Tor stand. Selina Müller musste ihr Können denn auch schon früh zeigen, als sie mit einer Parade gegen Carolin Seidel die MHC-Führung verhinderte (6.). Nach einem langen Schlenzball von MHC-Kapitänin Stine Kurz holte Verena Neumann die Strafecke für die Blau-Weiß-Roten, die ja ebenfalls über eine Vergangenheit beim MSC verfügt. Den Eckenschuss von Stine Kurz konnte Selina Müller aber abwehren (7.). Danach hatte Hannah Reichert Pech, als sie nur das Außenbrett des Münchner Tores traf (10.). Auch im zweiten Viertel ging bei der nächsten MHC-Strafecke das Duell zwischen Kurz und Müller erneut an die MSC-Torfrau (18.). Wiederum nach einem langen Schlenzball von Stine Kurz stand Charlotte Gerstenhöfer im Schusskreis goldrichtig und ließ Müller diesmal beim 1:0 (22.) keine Abwehrchance. Es kam kurz vor der Halbzeitpause noch besser, als Ines Wanner eine Strafecke zum 2:0 (28.) verwandelte. In der Schlussminute der ersten Halbzeit verpasste Nadine Kanler das dritte MHC-Tor nur knapp (30.). Nach Wiederanpfiff spielten Verena Neumann und Fiona Felber einen Doppelpass, aber die herausgeeilte Selina Müller konnte Verena Neumann gerade noch das dritte Tor verwehren (34.). Ihr Tor holte sich Verena Neumann wenig später dann doch, als sie als Eckenhereingeberin fungierte, der Ball wieder bei ihr landete und sie diesen spektakulär zum Mannheimer 3:0 (36.) im MSC-Tor versenkte. Die Gastgeberinnen hatten sich kaum geschüttelt, da zog Julia Hemmerle schon die nächste MHC-Strafecke und Sonja Zimmermann erhöhte auf 4:0 (37.). Eine weitere MHC-Ecke von Ines Wanner konnte Müller entschärfen (41.). Im Schlussviertel kam der MSC zu einer Strafecke und Josefine Wahmes verkürzte auf 4:1 (48.). In der 50. Minute hatten die Blau-Weiß-Roten die Chance, den alten Abstand mit einer Strafecke wiederherzustellen. Aber der erste Versuch von Stine Kurz wurde abgelaufen und den zweiten setzte sie knapp rechts am Tor vorbei (50.). Nach einem Zuspiel von Kurz zwang Verena Neumann Selina Müller zu einer Glanzparade (52.). Knapp fünf Minuten vor Spielende verließ Chiara Vischer das MHC-Tor, um die künstliche Überzahl auch im Hinblick auf das bald steigende Play-off-Viertelfinale unter Wettkampfbedingungen zu testen. Ein weiteres Tor gelang dem Gierts-Team allerdings nicht mehr. ma