Kernoz vertreibt das Abstiegsgespenst mit der Schlussecke im Derby gegen den TSVMH!

Kernoz vertreibt das Abstiegsgespenst mit der Schlussecke im Derby gegen den TSVMH!

Kernoz vertreibt das Abstiegsgespenst mit der Schlussecke im Derby gegen den TSVMH! – Zwei Unentschieden reichen, um drin zu bleiben Am Sonntag schien im Abstiegskampf der Hallenhockey-Bundesliga Süd der Damen Alfred Hitchcock das Drehbuch geschrieben zu haben, denn dramatischer hätte es nicht mehr sein können! So war das Spiel zwischen dem HC Ludwigsburg und der HG Nürnberg bereits beendet und die Nürnbergerinnen hatten einen 1:3-Halbzeitrückstand in einen 5:3-Sieg verwandelt, da ging das kleine Derby zwischen den FHC-Damen und dem TSV Mannheim Hockey gerade in die Schlusssekunden. Die FHC-Damen lagen mit 4:5 hinten und standen somit zu diesem Zeitpunkt in der Zweiten Liga. Da zog Luisa-Höfling Conradi eine Strafecke für den FHC und die ukrainische EM-Teilnehmerin Yevheniya Kernoz behielt die Nerven und traf nach Zeitablauf zum umjubelten 5:5 (60.), mit dem sie das Abstiegsgespenst dann doch noch aus der Irma-Röchling-Halle jagte. „Dass es am Ende so knapp wird, hatte ich nicht gedacht, aber wir haben ein wirklich gutes Spiel gemacht und waren auch nicht die schlechteste Mannschaft der Liga“, mischten sich bei FHC-Damencoach Tobias Herre angesichts des in letzter Sekunde geschafften Klassenerhalts Freude und Erleichterung miteinander. So lässt ein Blick auf die Tabelle das Drama des letzten Spieltages auf den ersten Blick gar nicht erahnen. Dort steht der FHC nach Rundenabschluss auf Platz vier und hat damit sowohl den HC Ludwigsburg als auch die HG Nürnberg hinter sich gelassen, was für die HGN nach einer Saison im Oberhaus den Gang zurück in Liga zwei bedeutet. Die Chance, dieses Abstiegsdrama am Sonntag zu vermeiden, hatte der FHC am Samstag ungenutzt gelassen. Schließlich hätte man mit einem Sieg bei der HG Nürnberg den Klassenerhalt schon sicher gehabt und den Aufsteiger in die Zweite Liga zurückgeschickt. Wie schon beim 2:2 im Hinspiel gab es aber auch im zweiten direkten Duell zwischen beiden Teams keinen Sieger, denn am Ende stand es in der Frankenmetropole 1:1 (0:1). Yevheniya Kernoz hatte den FHC per Strafecke mit 1:0 (17.) in Führung gebracht, was auch den Halbzeitstand darstellte. In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel mehr Fahrt auf und diesmal hatte Kernoz aus dem Spiel heraus Pech, als sie an HGN-Torhüterin Eliza Elsner nicht vorbeikam (42.). Johanna Schek verhinderte noch im dritten Viertel den möglichen Ausgleich durch Nora Weigand (45.). Im Schlussviertel verfehlte Lena Raum das FHC-Tor (52.) und in derselben Minute konnte Luisa Höfling-Conradi HGN-Torfrau Eliza Elsner nicht bezwingen (52.). Schließlich gelang der HGN noch der späte Ausgleich, als Nora Weigand eine Strafecke für die HGN zum 1:1 (55.) nutzte. „Schade, dass wir es nicht geschafft haben, das heute schon zu entscheiden, aber die Ausgangslage für morgen ist gut“, konnte Tobias Herre auf der Rückreise aus Nürnberg noch nicht ahnen, wie eng es am Sonntag dann doch noch werden sollte. Am Sonntag war klar, dass ein Unentschieden zwischen den FHC- und den TSVMH-Damen beiden zum sicheren Klassenerhalt reichen würde, da die HGN maximal noch auf neun Punkte kommen konnte. Allerdings war auch für den Sieger dieses Spiels das Thema Abstieg kein Thema mehr, und so lockte dann auch beide Teams der Derbysieg. Nachdem die TSVMH-Damen das Derby in eigener Halle gegen den FHC verloren hatten, wollten die Turnerinnen dies offensichtlich am Sonntag gerade rücken. So kamen sie früh zu einer Serie von drei Strafecken, aber Johanna Schek im FHC-Tor ließ sich hier nicht überwinden (4./5.). Wenig später führten die Gäste dann aber doch, als Lisa Schall zum 1:0 (8.) für den TSVMH traf. Die FHC-Damen ließen danach eine Strafecke ungenutzt (12.). Im zweiten Viertel machte es der FHC besser und Jule Koßwig verwandelte eine Strafecke zum umjubelten 1:1 (24.). Der Torjubel war kaum verklungen, da war der TSVMH mit den nächsten beiden Strafecken an der Reihe. Die zweite landete auf der Torlinie am Körper der FHC-Spielerin und es gab Siebenmeter, den Kira Schanzenbecher zum 2:1 (27.) für den TSVMH verwandelte. Bei diesem Resultat blieb es dann auch bis zur Halbzeitpause. Die zweite Halbzeit begann dann zunächst ganz nach dem Geschmack des FHC-Anhangs. So nutzte Giulia Schubert eine von FHC-Kapitänin Denise Hechler hereingegebene Strafecke zunächst zum 2:2 (33.). Ein präziser langer Ball von Anna Uhlmann fand nur wenig später Luisa Höfling-Conradi und der FHC führte mit 3:2 (34.). Danach ließen die Gastgeberinnen zunächst eine Serie von drei Strafecken aus, aber die nächste Strafecke saß, als Yevheniya Kernoz auf Luisa Höfling-Conradi ablegte, die auf 4:2 (38.) erhöhte. Der TSVMH antwortete allerdings prompt, als Fenna Slawyk auf 4:3 (40.) verkürzte. Noch im dritten Viertel war die FHC-Führung dann schon wieder dahin, als Paulina Mayer per Strafecke zum 4:4 (44.) für die Gäste traf. Damit gab sich der TSVMH aber nicht zufrieden und im Schlussviertel erhöhte Lisa Schall per Strafecke für die Turnerinnen auf 5:4 (49.). In der 55. Minute nahm Tobias Herre Johanna Schek aus dem Tor, aber eine Grüne Karte gegen Giulia Schubert (60.) machte in den Schlusssekunden die künstliche Überzahl zunichte. Dennoch gelang es Luisa Höfling-Conradi, die Schlussecke zu ziehen, und Yevheniya Kernoz ließ den FHC das so wichtige Tor zum 5:5 (1:2)-Unentschieden feiern. ma

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