MHC-Damen behaupten mit Derbysieg und einem Remis in München Platz eins
MHC-Damen behaupten mit Derbysieg und einem Remis in München Platz eins – Im Viertelfinale ist der TuS Lichterfelde zu Gast
„Insgesamt hätte ich mir das eine oder andere Tor mehr gewünscht, aber insgesamt haben wir das gut gemacht und gegen einen starken Gegner dagegengehalten. Wir freuen uns sehr, das Viertelfinale in eigener Halle vor den eigenen Fans spielen zu können“, konnte sich MHC-Damentrainer Jörn Henkel am Sonntag mit dem 1:1 (1:1) beim Münchner SC durchaus anfreunden, schließlich konnten einen die Münchnerinnen somit nicht mehr überholen und die Blau-Weiß-Roten schlossen die Südgruppe der Hallenhockey-Bundesliga auf dem ersten Platz ab! Als Südsieger bekommt man es nun am Samstag (13 Uhr) in der Irma-Röchling-Halle im Viertelfinale mit dem Ostvize TuS Lichterfelde zu tun.
Den Grundstein dafür, dass am Sonntag ein Unentschieden in München zur Verteidigung von Platz eins in der Südgruppe der Hallenhockey-Bundesliga genügt, legten die MHC-Damen am Samstag beim 6:5 (2:2)-Sieg im großen Derby gegen den TSV Mannheim Hockey. Bevor es losging, wurden allerdings erst einmal die drei Hallenhockey-Europameisterinnen des MHC geehrt. Während Linda Bens und Lisa Mayerhöfer auf der Platte standen, pausierte Charlotte Gerstenhöfer, die noch von der EM in Prag angeschlagen ist. Alle drei erhielten nicht nur eine Ehrung von Seiten des MHC. Cathérine Schleicher, die bei der Stadt Mannheim für den Fachbereich Internationales zuständig ist und einst selbst Hockey spielte, überbrachte die offiziellen Glückwünsche seitens der Stadt Mannheim. An dieser Stelle dann auch nochmal einen ganz herzlichen Glückwunsch an unsere drei Hallenhockey-Europameisterinnen! Lisa Mayerhöfer war auch am ersten Tor des Stadtderbys beteiligt, als es nach einem Foul an ihr Siebenmeter für den MHC gab. Stine Kurz trat an und ließ Celine Hochstetter im TSVMH-Tor beim 1:0 (3.) das Nachsehen. Aina Kresken legte das 2:0 (9.) für den MHC nach. Danach vergaben die Blau-Weiß-Roten eine Strafecke, als Stine Kurz das Tor verfehlte (11.). Stattdessen war es Lisa Schall, die für den TSVMH auf 2:1 (13.) verkürzte. Nadine Kanler hätte den alten Abstand wiederherstellen können, aber Celine Hochstetter konnte parieren (15.). Zu Beginn des zweiten Viertels endete ein beherzter Vorstoß von Linda Bens letztlich ebenfalls bei der TSVMH-Keeperin (17.). Die Turnerinnen hielten das Spiel offen und Lotte Nafzger traf zum 2:2 (25.) für die Gäste von der anderen Neckarseite. Clara Roth gelang es kurz vor der Halbzeitpause, noch eine Strafecke für den MHC zu ziehen, aber wirklich Kapital konnten die Blau-Weiß-Roten aus dieser nicht schlagen (29.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hinderte Leonie Weißenberger im MHC-Tor Johanna Mühl daran, die Turnerinnen in Führung zu bringen (33.). Stattdessen folgte eine Koproduktion der beiden Hallenhockey-Europameisterinnen. So zog Linda Bens eine Strafecke für den MHC, die sie auch selbst hereinbrachte. Lisa Mayerhöfer war zur Stelle und verwandelte zum 3:2 (35.). Nur wenig später kam auch der TSVMH zu einer Strafecke und die MHC-Damen hatten Glück, dass Paulina Mayer nur den Torpfosten traf (36.). Als Lisa Mayerhöfer Aina Kresken das 4:2 (41.) auflegte, schien für den Tabellenführer alles im Lot zu sein. Das täuschte allerdings, denn die TSVMH-Damen blieben dran. Im Schlussviertel verkürzte zunächst Franziska Schütte auf 4:3 (49.) und bei einer Strafecke des TSVMH landete der Ball auf der Torlinie am Körper und es gab Siebenmeter für die Gäste. Kira Schanzenbecher ließ Leonie Weißenberger keine Chance und es stand 4:4 (51.). Das Momentum blieb erstmal bei den Turnerinnen und Paulina Mayer brachte den TSVMH per Strafecke sogar mit 5:4 (53.) in Führung. Für die MHC-Damen bestand nun nicht nur die Gefahr, das Derby, sondern auch Platz eins zu verlieren, und so holte Jörn Henkel Leonie Weißenberger aus dem Tor, um in künstlicher Überzahl zu agieren. Dieser Plan ging auf! So nutzte Lisa Mayerhöfer zunächst eine Strafecke zum 5:5 (57.) und als es 16 Sekunden vor Spielende erneut eine Strafecke für den MHC gab, ließ Stine Kurz die Blau-Weiß-Roten mit dem 6:5 (60.) tatsächlich noch den „Last-Minute“-Sieg bejubeln. „Wir scheinen diese Rückstände zu brauchen, um dann aufzuwachen“, freute sich Jörn Henkel über den hart errungenen Derbysieg.
In München sahen sich die MHC-Damen am Sonntag dann tatsächlich nie mit einem Rückstand konfrontiert, brachte Lisa Mayerhöfer den MHC doch mit 1:0 (12.) in Führung. Die Freude darüber währte allerdings nicht lange, als Paula Nahr Ende des ersten Viertels eine der wenigen Unachtsamkeiten der Blau-Weiß-Roten zum 1:1 (15.) nutzte. Im zweiten Viertel hätte Anissa Korth fast gegen ihren Ex-Club getroffen, aber mit Selina Müller hielt die Hallenhockey-Europameisterin im MSC-Tor, die bekanntermaßen wiederum eine Vergangenheit beim MHC hat (23.). Auch Leonie Weißenberger zeigte, was sie kann, und verhinderte mit einer Parade gegen Nike Beckhaus die Führung für den MSC (30.). Das Duell Weißenberger gegen Beckhaus gab es auch im dritten Viertel, als die MHC-Keeperin den Eckenversuch der MSC-Spielerin glänzend mit dem Schläger entschärfte (42.). Im Duell zweier frisch gebackener Europameisterinnen behielt Selina Müller im MSC-Tor aber wenig später auch gegen Lisa Mayerhöfer die Oberhand (44.). Im Schlussviertel traf Stine Kurz bei einer MHC-Strafecke nur das Außennetz (48.), während Lucia Rahm noch einen Pfostentreffer für die Münchnerinnen hatte (51.). ma