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Jubelsturm am Neckarkanal

Der Feudenheimer HC kehrt in die Hockey-Bundesliga zurück

Riesengroßer Jubel am Neckarkanal. Die Damen des Feudenheimer HC haben durch einen 6:2 (3:1)- Erfolg über Aufsteiger HG Nürnberg den direkten Wiederaufstieg in die Hockey-Bundesliga geschafft. Die Mannschaft von Trainer Christian Wittler nahm damit nicht nur erfolgreich Revanche für die 4:5-Niederlage im Hinspiel, sondern kam auch zum fünften Sieg im fünften Heimspiel und darf sich in der kommenden Saison auf Lokalderbys gegen den „Mutterverein“ Mannheimer HC sowie den TSV Mannheim freuen.

„Geplant war es so vorher nicht, denn wir sind mit einem stark veränderten, verjüngten Team ins Rennen gegangen und hatten uns auch kein konkretes Saisonziel gesetzt“, freute sich Wittler daher umso mehr über die im Vorfeld nicht unbedingt erwartete Meisterschaft seiner Mannschaft in der Regionalliga Süd, bis zur Einführung der 2. Bundesliga in der Saison 2021/22 die zweithöchste Spielklasse in der Halle. Bis auf eine sehr schwache Leistung beim Absteiger 1. Hanauer THC, der mit dem 4:2 gegen den FHC seinen einzigen Saisonsieg feierte, zeigte sich die „MHC-Filiale“ mannschaftlich geschlossen und verdiente sich den Aufstieg mit zwei Zählern Vorsprung vor dem letztjährigen Vizemeister TuS Obermenzing, dem letztlich der 2:1-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt nichts mehr nutzte. Und mit ins-gesamt 45 Toren war der FHC auch das mit Abstand torgefährlichste Team.

Dabei kam man gegen die HG Nürnberg, obwohl bereits ein Unentschieden zur Rückkehr ins Oberhaus gereicht hätte, anfangs nur schwer in die Partie. „Wir waren schon etwas nervös, auch ich“, gestand Spielführerin Roswitha Posset, die mit der gleichaltrigen Maxi Pohl (beide 28 Jahre) die erfahrenste Spielerin und schon vor zwei Jahren beim damaligen Bundesliga-Aufstieg dabei war. Doch nach dem 0:1 nach 15 Minuten – Torhüterin Karlotta Lammers verhinderte in dieser Phase so-gar einen höheren Rückstand – kam der FHC-Express ins Rollen. Pohl mit einer verwandelten Strafecke und zweimal Carla Stober sorgten für die 3:1-Pausenführung.

Auch der 3:2-Anschlusstreffer der Fränkinnen drei Minuten nach dem Seitenwechsel brachte den FHC nicht aus dem Konzept, Tore von Sophie Tiefenbacher per Strafecke (40.) sowie Luzie Nohr (55.) und Stober (59.) brachten den 6:2-Endstand auf die Anzeigetafel. Anschließend brach der Jubelsturm („Bundesliga, Bundesliga, hey, hey!“) los, es knallten die Sektkorken, und dann war Feiern bis zum Morgengrauen angesagt.

Das Aufstiegsteam: Rosalie Fayner 5 Tore, Emma Förter 5, Denis Hechler 1, Eliese Helmig 5, Pauline Himmler 1, Luisa Hirzler, Karlotta Lammers, Luzie Nohr 3, Rebecca Olinger 1, Maxi Pohl 7, Roswitha Posset 2, Carla Stober 12 und Sophie Tiefenbacher 3.

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