Zeitungsartikel

Mannheimer HC stürmt nach oben

Damen schlagen Nürnberg mit 7:1

Die Damen des Mannheimer HC haben durch einen 7:1 (4:0)- Erfolg über den Nürnberger HTC die Tabellenführung in der Hallenhockey-Bundesliga übernommen. Isabella Schmidt (2), Clara Badia Bogner (2), Jule Koßwig, Leah Lörsch und Nadine Kanler trafen für das Team von Trainer Nicklas Benecke, das mit einer starken Defensivarbeit gegen die vor dem Seitenwechsel ebenbürtigen Fränkinnen aufwartete.

Punktgleich dahinter ordnet sich der Lokalrivale TSV Mannheim ein, der beim Aufsteiger Bietigheimer HTC nach Toren von Laura Pfaff, Viktoria Przybilla, Kira Schanzenbecher und Miriam Vogt zu einem 4:2 (2:0) kam. Dabei hatte es die Mannschaft von Trainer Carsten Müller vor der Pause versäumt, ihre spielerische Dominanz gegen den kampfstarken Neuling in noch mehr Tore umzusetzen.

Am Freitagabend hatte es im Lokalderby beim 4:4 jeweils einen Zähler für die Mannheimer Vereine gegeben. Das Remis sei auch in Ordnung gewesen, erklärten die Trainer nach dem Spiel. Benecke (MHC) sprach von „einem gerechten Unentschieden“, und Müller (TSV) konnte „damit gut leben“.

Dabei hatte alles nach einem Erfolg des gastgebenden MHC ausgesehen, der sechs Minuten vor dem Ende mit 4:2 in Führung gegangen waren. Müller reagierte sofort, ersetzte seine Keeperin Friederike Schreiter durch eine Feldspielerin und hatte mit dieser Maßnahme Erfolg. Und die starken Strafecken (Müller: „Da hatten wir eine enorme Qualität“) führten noch zum Gleichstand. Vier von sieben verwandelte der TSV und erzielte damit alle Tore durch Standardsituationen.

„Die Eckenabwehr müssen wir verbessern“, betonte MHC-Coach Benecke, der aber „megahappy mit der Leistung“ des jungen Teams war. Denn seine „Jugend forscht“-Abteilung mit sechs Bundesliga-Debütantinnen und einem Durchschnittsalter von 19,5 Jahren zeigte sich zwar bisweilen von der imposanten Kulisse von 500 Zuschauern beeindruckt, konnte jedoch sicher mithalten „und viel für die weiteren Spiele mitnehmen.“ Müller machte manche Nervosität in den Aktionen nicht nur an den Jungen fest: „Auch die Älteren spielen nicht so oft vor einer so großen Kulisse.“

Drittes Spiel – dritter Sieg. Bundesliga-Absteiger Feudenheimer HC nahm in der Regionalliga Süd auch die Hürde beim Neuling SC Frankfurt 1880 mit 4:3 (4:1) und baute seinen Vorsprung auf drei Zähler vor Verfolger Eintracht Frankfurt aus. Nach der frühen Führung der Gastgeberinnen (8.) stellten Rosalie Fayner (2), Emma Förter und Carla Stober noch vor dem Seitenwechsel mit vier Treffern innerhalb von fünf Minuten die Weichen auf Sieg. Trainer Christian Wittler sprach „von einem verdienten Sieg, auch wenn wir unsere beste Leistung nicht abgeliefert haben. Solche Spiele muss man auch mal dreckig verteidigen und gewinnen. Das haben wir letztlich gut gemacht.“

Aus der Rhein-Neckar-Zeitung.

Share