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Komplett neue Teams im Damen-Stadtderby

Wenn am heutigen Freitag um 20.30 Uhr das erste Saisonspiel in der Hallenhockey-Bundesliga der Damen angepfiffen wird, dann dürfen sich die Zuschauer in der Irma-Röchling-Halle am Feudenheimer Neckarkanal gleich auf ein Lokalderby freuen. Dabei empfängt Gastgeber Mannheimer HC mit dem TSV Mannheim seinen Konkurrenten von der anderen Neckarseite.

Doch die Begegnung steht dieses Mal unter ganz besonderen Vorzeichen, denn beide Mannschaften treten gegenüber der Vorsaison, in der sowohl der MHC als auch der TSV erst im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft scheiterten, mit einem völlig neu zusammengestellten Kader an. Der MHC kann nicht mehr auf seine beste Torschützin Lydia Haase (Dürkheimer HC), Nike Lorenz, Camille Nobis, Cécile Pieper (alle Rot-Weiß Köln), Emma Förter, Karlotta Lammers, Luzie Nohr (alle Feudenheimer HC), Solvej Althof (Auslandssemester), Marlena Rybacha, Donja Zwinkels (beide zurück in die Niederlande), Greta Lyer (Karriereende) sowie die aktuellen Nationalspielerinnen Charlotte Gerstenhöfer, Naomi Heyn und Sonja Zimmermann – bereiten sich derzeit in Argentinien auf die Olympiade 2020 vor – zurückgreifen. Beim TSV wiederum sind Olympiasiegerin Fanny Cihlar, Spielführerin Tonja Fabig (Rekonvaleszenz nach Kreuzbandriss), Charlotte van Bodegom (UHC Hamburg), Paula Heuser, Laura Neurohr und Antje Rink (alle Hallenpause) in dieser Saison nicht aktiv.

Beide Teams haben die Abgänge hauptsächlich durch Nachwuchskräfte ersetzt, beim MHC sind neben Clara Badia Bogner (Spanien) und Verena Neumann (Münchner SC) Julia Heiderhoff, Antonia Hendrix, Luisa Höfling-Conradi, Merle Knobloch, Jule Koßwig, Leah Lörsch, Lisa Mayerhöfer, Isabella Schmidt und Leonie Weißenberger neu dabei.

„Dennoch wollen wir ins Viertelfinale kommen, am liebsten zu Hause. Das ist zwar sehr ambitioniert in der engen Liga, aber trotzdem machbar“, sagt MHC-Trainer Nicklas Benecke, der bis auf die verletzte Paulina Niklaus in Bestbesetzung antreten kann. „Wir sind aber sicherlich noch nicht bei 100 Prozent und werden dies auch heute Abend noch nicht sein. Ob das nun ein Derby ist, ist mir persönlich egal. Jeder Gegner ist schwer in unserer Situation, also auch am Sonntag der Nürnberger HTC.“

„Das Lokalderby wird total spannend, weil zwei völlig neu aufgestellte Teams aufeinandertreffen werden. Am Sonntag in Bietigheim wird es verdammt schwer zu punkten. Wie unsere Niederlage dort im Feld gezeigt hat, sind die Schwäbinnen gerade zuhause extrem zweikampfstark und haben nach dem Aufstieg richtig Bock auf die Liga“, will TSV-Trainer Carsten Müller „aber frühzeitig den Klassenerhalt in Angriff nehmen“. Da trifft es sich gut, dass er personell aus dem Vollen schöpfen kann. Neben Neuzugang Nanja Boenisch (Blau-Weiß Köln) stehen auch die jungen Tara Duus, Julia König, Paula Kramar, Vera Schultz und Danbi Walsdorff erstmals im Kader.

Aufgrund des derzeitigen Lehrgangs der Nationalmannschaft in der MHC-Halle sind beide Vereine übereingekommen, das Bundesliga-Lokalderby der Herren auf den 8. Dezember zu verlegen.

Gespielt wird aber eine Klasse tiefer in der Regionalliga Süd der Damen, in der Primus Feudenheimer HC beim sieglosen SC Frankfurt 1880 gastiert. „Auch wenn die Saison für uns super gut begonnen hat, bleiben wir bei unserem Motto von Spiel zu Spiel zu schauen“, stellt Trainer Christian Wittler klar. Mit Frankfurt stehe die nächste Unbekannte auf dem Programm. „Sie haben aber durch das Unentschieden gegen Obermenzing gezeigt, dass sie eine gute Truppe haben. Wenn wir jedoch eine ähnliche Leistung wie gegen Hanau abliefern, bin ich zuversichtlich, dass wir auch dort punkten“, sagt der Coach, der wieder auf die zuletzt angeschlagenen Luise Hirzler und Luzie Nohr zurückgreifen kann.

Bundesliga Damen

Freitag 20:30 Uhr
Mannheimer HC – TSV Mannheim (Irma-Röchling-Halle)
Sonntag 12 Uhr
Mannheimer HC – Nürnberger HTC (Irma-Röchling-Halle)

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