Ergebnisse

Der MHC gewinnt das Lokalderby

Hockey-Bundesliga: Michael McCanns Team gelingt ein 4:1-Erfolg gegen den TSV Mannheim

Mit zwei Erfolgen gegen die beiden Aufsteiger hat sich der Mannheimer HC in der Hockey-Bundesliga auf Platz sechs vorgearbeitet. Das Team von Trainer Michael McCann setzte sich zunächst im Lokalderby beim TSV Mannheim mit 4:1 (1:0) durch. Gestern hatte auch der Großflottbeker THGC beim 3:0 (1:0) keine Chance.

Keinen großen Unterschied zwischen beiden Teams sahen die 500 Zuschauer am Fernmeldeturm in der ersten Halbzeit, in der Gonzalo Peillat den MHC durch einen Siebenmeter mit 1:0 in Führung brachte. TSV-Trainer Alexander Vörg hatte bis dahin „ein Spiel auf Augenhöhe“ gesehen. Die Schlüsselszene ereignete sich in der 43. Minute, als TSV-Goalgetter Philip Schlageter den Ausgleich verpasste, als er den starken Torhüter Lukas Stumpf gefühlvoll überlupfen wollte, anstatt mit Druck abzuschließen. Im Gegenzug verwandelte Peillat die zweite Strafecke zum 0:2.

Vörg reagierte und ersetzte zu Beginn des vierten Viertels seinen ebenfalls guten Torhüter Alexander Stadler durch einen zusätzlichen Feldspieler, doch die Vorentscheidung bedeutete Peillats zweiter Strafeckentreffer ins leere Gehäuse zum 0:3 (53.). Verdient hatte sich der TSV den Anschlusstreffer Schlageters nach einer schönen Strafeckenkombination drei Minuten vor dem Ende zum 1:3, doch den Schlusspunkt setzte Raphael Hartkopf zum 1:4 in der Schlussminute.

Während Vörg trotz der Niederlage seiner Mannschaft „ein gutes Spiel mit ei-ner starken Defensivarbeit“ attestierte, war MHC-Coach McCann „ganz stolz auf meine Jungs“. Denn ohne fünf verletzte Stammspieler erhielt der erste Auswärtserfolg des MHC in vier gemeinsa-men Bundesligajahren einen noch größe-ren Stellenwert.

Weniger zufrieden war der Australier nach dem Erfolg gegen das Schlusslicht aus Hamburg, der unter die Rubrik „Arbeitssieg“ einzuordnen ist. Erneut Peillat, der mit 14 Treffern die Torschützenwertung weiter anführt, Justus Weigand und Felix Schües trafen für den MHC.
Ihre erste Niederlage mussten die MHC-Damen durch ein 0:2 (0:2) beim deutschen Vizemeister UHC Hamburg einstecken. Im Spitzenspiel, das seinen Namen verdient hatte, verschlief das Team von Trainer Nicklas Benecke die Anfangsphase und konnte danach die sichere Abwehr der Hanseatinnen nicht mehr knacken.

Bereits am Freitagabend hatte der MHC beim 3:1 (2:0)-Erfolg beim Rüsselsheimer RK den zehnten Sieg im zehnten Spiel gefeiert und damit bereits die Viertelfinal-Qualifikation klar gemacht. Dabei hatten Stine Kurz per Strafecke (10. Minute) und Martina Cavallero (12.) mit einem Doppelschlag frühzeitig die Wei-chen auf Sieg gestellt. Merle Knobloch (51.) legte zum 3:0 nach, dem hessischen Aufsteiger gelang fünf Minuten vor dem Abpfiff nur noch Ergebniskosmetik.

In der 2. Bundesliga können die Damen des TSV Mannheim nach ihrer 1:2 (0:1)-Niederlage beim Bietigheimer HTC und elf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TuS Lichterfelde ihr Ziel direkter Wiederaufstieg wohl ad acta legen. Laura Keibels Anschlusstreffer zwei Minuten vor dem Ende kam zu spät. Da nutzte dem Team des Trainergespanns Fanny Cihlar und Carsten Müller auch das 5:0 (4:0) tags zuvor gegen den TuS Obermenzing wenig, zu dem Violetta Klein (3), Paula Heuser und Vera Schultz die Tore beisteuerten.

Die Damen des Lokalrivalen Feudenheimer HC haben sich mit dem 2:1 (1:0) gegen den Bietigheimer HTC und dem 5:0 (1:0) gegen Neuling ATV Leipzig nicht nur auf Platz fünf vorgearbeitet, sondern auch wichtige Punkte gegen den Abstieg eingefahren. Antonia Hendrix und Elise Helmig trafen gegen den BHTC, und gegen Leipzig waren für die Mannschaft von Trainer Christian Wittler erneut Hendrix (2), Victoria Gröschel, Pauline Himmler und Luisa Höfling-Conradi erfolgreich.

Aus der Rhein-Neckar-Zeitung.

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