Zeitungsartikel

Die Torhüter halten die Punkte fest

Auftakt der Hockey-Bundesliga: Siege für MHC und TSV

Mit zwei Erfolgen am Sonntag haben die Mannheimer Hockey-Herren einen Fehlstart in die Feldsaison verhindert. Der durch Verletzungen stark dezimierte Deutsche Vizemeister Mannheimer HC – mit Kapitän Jan-Philipp Fischer, Philipp Huber, Linus Müller und Jossip Anzeneder fielen vier Stammkräfte aus – bezwang den UHC Hamburg mit 3:2 (0:0), und Aufsteiger TSV Mannheim feierte beim 5:1 (3:0) über den Club an der Alster Hamburg sogar einen unerwarteten Kantersieg. Tags zuvor hatte der MHC beim 0:2 (0:1) gegen Alster ebenso das Nachsehen gehabt wie der TSV beim 4:5 (4:1) gegen den UHC.

„Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Sie wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen“, kommentierte MHC-Coach Michael McCann den knappen Erfolg über den letztjährigen Halbfinalisten. Denn mit dem nach einer am Samstag erhaltenen gelb-roten Karte gesperrten Teo Hinrichs musste auch Mario Schachner passen, der nach einer Minute mit Verdacht auf Bänderriss ausschied.

Der MHC mit dem 17-jährigen Debütanten Moritz Himmler zeigte nach einem 0:1-Rückstand (35.) Moral; mit zwei Strafeckentreffern (37., 53.) stellte Gonzalo Peillat die Weichen auf Sieg, dazwischen lag das Tor von Kapitän Danny Nguyen (44.). Der Anschlusstreffer zum 3:2-Endstand eine Minute vor dem Abpfiff war nur Kosmetik.

Gegen Alster hatte es dagegen eine verdiente 0:2-Heimniederlage gegeben. „Bis auf Keeper Lukas Stumpf waren wir einfach nicht gut genug“, sagte McCann.

Auch beim TSV Mannheim war am Wochenende mit Alexander Stadler trotz insgesamt sechs Gegentreffern der Torhüter der beste Mann. Der Neuling verpasste zwar nach einer 4:1-Pausenführung „durch ein unterirdisches drittes Viertel“ (Trainer Alexander Vörg) einen verdienten Punktgewinn gegen den UHC und verlor mit 4:5. Gegen Alster „haben wir uns in das Spiel reingefightet und waren vor dem gegnerischen Gehäuse ziemlich effektiv.“ So verwandelte der TSV seine beiden Straf-ecken, während Alster neun dieser Standards vergab und darüber hinaus noch einen Siebenmeter an den Pfosten setzte.

Die insgesamt neun Treffer – der Spitzenwert am Wochenende – gingen auf das Konto von Philip Schlageter (3), Fabio Bernhardt, Hannes Heßler, Aki Käppeler, Lukas Pfaff, Tim Seagon und Nick Striebel.

Nach den Unruhen im Vorfeld überzeugten die Damen des Mannheimer HC mit dem 2:0 (2:0) gegen den Harvestehuder THC und dem 2:1 (2:0) gegen Rot-Weiß Köln mit mannschaftlicher Geschlossenheit und enormer Spielfreude. Das völlig neu formierte Team von Trainer Nicklas Benecke war mit sieben Neuzugängen im Einsatz und schoss seine Treffer allesamt vor der Pause. Gegen Hamburg trafen Martina Cavallero (5.) und Hannah Leigh (22.), gegen Köln, das zwar mit der kurzfristig zu den Domstädterinnen gewechselten Nike Lorenz, aber ohne die verletzte Cécile Pieper antrat, waren Charlotte Gerstenhöfer nach einer Strafeckenvariante (6.) und Isabella Schmidt (30.) erfolgreich.

„Ich bin superhappy. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet“, jubelte Trainer Nicklas Benecke über den Auftritt seines Teams an beiden Tagen, das auch in Druckphasen jederzeit klaren Kopf behielt und in der neuen Mannschaftsführerin Sonja Zimmermann und Neuzugang Lucina von der Heyde ihre stärksten Kräfte hatte.

In der 2. Bundesliga der Damen musste sich der TSV Mannheim mit einem 1:1 (0:0) bei Aufsteiger HG Nürnberg zufrieden geben. Die nach einjähriger Verletzungspause wieder aktive Tara Duus hatte das Team des Trainergespanns Carsten Müller und Fanny Cihlar nach 44 Minuten per Siebenmeter in Führung gebracht. Bereits im Gegenzug glich die frühere Nationalspielerin Hannah Krüger zum letztlich verdienten 1:1-Unentschieden aus.

Aus der Rhein-Neckar-Zeitung.

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