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Hochkarätiges Jugendhockey in Mannheim

Beim Vier-Nationen-Turnier der U 16-Nationalmannschaften siegten die deutschen Mädchen

Deutschland bei den Mädchen und Australien bei den Jungen haben das vom Mannheimer HC traditionell ausgerichtete Vier-Nationen-Turnier für U 16-Hockeynationalmannschaften für sich entschieden. Während die jungen Damen von Bundestrainer Markku Slawyk sogar alle drei Turnierspiele gewannen, musste das Team aus „Down Under”, das allerdings mit einer U 17 angetreten war, beim 2:2 gegen Deutschland einen Punktverlust verkraften. 

Gruppenfoto der beiden deutsche U16-Teams.

Drei Tage lang bekamen die Zuschauer auf der Anlage am Feudenheimer Neckarkanal zum Teil hochkarätiges Jugendhockey serviert. Es war schon beeindruckend, mit welcher Dynamik und auch Abgeklärtheit die Akteure zu Werke gingen und dabei technisch anspruchsvollen Sport boten. Etwas aus dem Rahmen fielen die beiden Mannschaften Irlands, die zwar mit großer Spielfreude agierten, aber vom Niveau mit den anderen drei Nationen nicht mithalten konnten. Daher blieben die Iren am Ende ohne jeglichen Punkt und mussten teilweise sogar deftige Niederlagen einstecken, was aber der guten Laune ihrer zahlreich mitgereisten Fans keinen Abbruch tat. So feierten diese bei den Mädchen deren einzigen Turniertreffer beim 1:5 gegen das am Ende drittplatzierte Australien geradezu frenetisch. 

Turniersieger: die männliche U17 Australiens

Sozusagen ein Endspiel bekamen die rund 800 Zuschauer in der letzten Turnierbegegnung gegen die Niederlande serviert. Deutschland, das zuvor Irland (10:0) und Australien (3:1) bezwungen hatte, genügte dabei aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem punktgleichen Gegner ein Unentschieden. Doch die Slawyk-Truppe, in der mit Linda Bens und Emma Himmler zwei Nachwuchstalente des Mannheimer HC standen, machte von Beginn an klar, dass sie mehr wollte. Nach neun Minuten stand es durch Sophie Prumbaum (Rot-Weiß Köln), die später mit insgesamt acht Treffern als beste Torschützin des Turniers ausgezeichnet wurde, bereits 2:0. Dem 3:0 nach dem Seitenwechsel durch Lena Frerichs (Bremer HC), am Ende von dem argentinischen Strafeckenspezialisten in Reihen des MHC, Gonzalo Peillat, als „most valuable player” geehrt, konnten die Niederländerinnen nur noch den Ehrentreffer zum 3:1-Endstand entgegensetzen. „Wir haben gut gespielt und heute eine prima Mischung aus Pressing und Absicherung hinbekommen. Das hat gegen unseren stärksten Gegner hier wirklich gut funktioniert, und letztlich war das ein absolut verdienter Erfolg“, freute sich der Bundestrainer über den Turniersieg ohne jeden Punktverlust. 

Nur zu Platz drei reichte es am Ende für die Jungen als altersmäßig jüngste des Turniers, die bis zum letzten Spiel gegen die Niederlande sogar noch vom allerdings auch wegen des Torverhältnisses wenig realistischen Turniersieg träumen durften. Denn nach dem 4:2-Auftakterfolg gegen Irland hatte Deutschland den körperlich überlegenen Australiern, gegen die es unter der Woche in zwei Testspielen mit 0:7 und 1:6 zwei ordentliche Klatschen gegeben hatte, ein beachtliches 2:2 abgetrotzt. In beiden Spielen hatte Jakob Brilla (TSV Mannheim), der zusammen mit seinem Vereinskameraden Linus Beckerbauer sowie Valentin Bens, Peer Hinrichs und Philipp Löscher (MHC) die Farben der Quadratestadt vertrat, einmal per Strafecke und das andere Mal per Siebenmeter getroffen. Doch die 1:0-Halbzeitführung reichte nicht, die vom späteren Sieger Australien am Vortag knapp mit 4:3 bezwungenen Niederländer zeigten sich in der Verwertung ihrer Torchancen nach dem Seitenwechsel einfach effektiver und holten sich noch den zweiten Platz. „Schade, denn wir haben das Spiel mehr als eine Halbzeit lang klar beherrscht. Am Ende war dann im fünften Spiel an sieben Tagen verständlicherweise auch mal die Luft heraus“, bilanzierte Bundestrainer Rein van Eijk.

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