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Sieg nach Penalties und unglückliche Niederlage

FIH Pro League: Danas verlieren 1:2 gegen Argentinien und Herren gewinnen 6:5 nach Penalties.

Mit einer ausgeglichenen Bilanz haben die beiden deutschen Hockey-Nationalmannschaften die Länderspiele gegen Argentinien in der Pro League beendet. In Krefeld besiegten die Herren den Olympiasieger mit 9:8 nach Penaltyschießen – nach regulärer Spielzeit hatte es 3:3 (1:0) gestanden –, die Damen verloren dagegen mit 1:2 (0:0) gegen Argentiniens „Las Leonas“. Beide Teams behielten damit ihren Platz in der Tabelle: Die Herren sind Sechster und die Damen Fünfter. 

Bundestrainer Stefan Kermas wartete zunächst mit einer Überraschung auf, denn aufgrund seiner starken Leistungen beim Final Four der deutschen Meisterschaft wurde der 19-jährige Linus Müller vom Mannheimer HC kurzfristig nachnominiert und feierte sein Debüt im Nationaltrikot. Das junge deutsche Team – auch Teo Hinrichs (MHC) und Moritz Rothländer (TSV Mannheim) waren im Einsatz – hatte eine defensiv starke und vorne effektive Anfangsphase und führte durch Treffer von Timm Herzbruch (Uhlenhorst Mülheim) in der fünften Minute und Kapitän Martin Häner vom Berliner HC (32.) mit 2:0. 

Die Argentinier mit Lucas Vila (MHC) zeigten ihre Stärke aber im dritten und Anfang des vierten Viertels, als sie die Partie mit drei Treffern drehten. Der Ausgleich zum 3:3 durch ein Stechertor von Constantin Staib (Club an der Alster Hamburg) nach starker Flanke Hinrichs’ vier Minuten vor dem Ende brachte Deutschland ins Penaltyschießen, in dem alle sechs Schützen trafen. „Das war ein Wechselbad der Gefühle. Wir hatten richtig gute Phasen immer dann, wenn wir einfach gespielt haben. Das dritte Viertel war hanebüchen mit vielen technischen Fehlern. Umso zufriedener bin ich mit der Energieleistung am Ende“, zog Kermas ein positives Fazit. 

Damen verloren unglücklich mit 1:2 

Bis fünf Minuten vor Schluss führten die Damen durch einen Treffer von Charlotte Stapenhorst (UHC Hamburg), die einen weiten Schlenzball von Sonja Zimmermann (MHC) – auch deren Vereinskameradin Nike Lorenz kam zum Einsatz – mit einem satten Schlag verwertete (33.). Doch zwei Strafeckentore in der 55. Minute und 30 Sekunden vor Schluss besiegelten eine äußerst unglückliche Niederlage gegen den mit Florencia Habif (MHC) angetretenen Tabellenzweiten. 

„Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass wir das 1:0 nicht über die Ziellinie gebracht haben. So richtig viele Chancen hatten wir gar nicht, aber es war eine ganz starke Abwehrleistung – bis auf die letzten fünf Minuten. Da haben wir ein paar falsche Entscheidungen getroffen. Man muss natürlich auch sagen, dass man gesehen hat, wie müde die Mädels am Ende waren, was auch der letzten intensiven Bundesliga-Phase geschuldet ist. Aber das soll keine Ausrede sein“, kommentierte Bundestrainer Xavier Reckinger die Niederlage der Frauen.

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