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EHL: Halbfinale-Niederlage nach Penalties

EHL-Finale denkbar knapp verpasst – Das Penaltyschießen wurden den MHC-Herren doch wieder zum Verhängnis

Der Traum vom EHL-Finale ist für die MHC-Herren am Ostersonntag geplatzt und wieder einmal wurde den Blau-Weiß-Roten das Penaltyschießen dabei zum Verhängnis. Nachdem man am Vortag gegen Uhlenhorst Mülheim im vierten Anlauf endlich einen Shootout für sich entscheiden konnte, kam es im EHL-Halbfinale gegen die Waterloo Ducks schon wieder anders. Nachdem es nach 60 Minuten 1:1 stand musste erneut das Penaltyschießen über das Weiterkommen entscheiden und hier siegten die Belgier mit 3:1. „Wir haben 80 Prozent Ballbesitz und müssen noch mehr Chancen für uns kreieren. Eigentlich haben wir das Spiel im Griff, sie haben nur zwei Chancen im Kreis und eine Strafecke, machen aber ein Tor, Hockey ist eben nicht immer gerecht“, konnte MHC-Coach Michael McCann seiner Mannschaft eigentlich nichts vorwerfen, außer dass sie ihre Überlegenheit an diesem Tag nicht auf die Anzeigetafel bringen konnte. „Wir haben uns auch nicht ganz so viele Chancen erspielt, aber Waterloo stand auch mit acht Mann hinten drin und hat auf Konter gelauert“, musste der Australier mitansehen, wie die Belgier in der 59. Minute den Spielverlauf mit einem Konter auf den Kopf stellten, als William Ghislain kurz vor Schluss das 1:0 für die Ducks markierte. Die Blau-Weiß-Roten nahm daraufhin sofort Goalie Lukas Stumpf aus dem Kasten, um mit elf Feldspielern zu agieren. Dieser Mut sollte belohnt werden, als Gonzalo Peillat 36 Sekunden vor Spielende eine Strafecke zum umjubelten 1:1-Ausgleich (60.) verwandelte. Die Uhr lief herunter und so musste nach unentschiedenem Spielausgang wieder das Penaltyschießen die Entscheidung bringen.

Stumpf parierte zwei Penalties, aber nur Barreiros trifft für den MHC

Nachdem MHC-Torhüter Lukas Stumpf schon am Vortag im Penaltyschießen gegen Mülheim starke Reaktionen gezeigt hatte, gelang es ihm auch am Ostersonntag den ersten beiden Schützen der Ducks den Einschuss zu verwehren. „Wir hätten es eigentlich schon vorher für uns klar machen müssen. Mit Vincent Vanasch hatten wir dann einen der weltbesten Torhüter im Penaltyschießen gegen uns“, konnte sich Stumpf über die beiden vereitelten Versuche nicht so richtig freuen, schließlich konnte auch Vanasch, seines Zeichens aktueller Hockeyweltmeister mit Belgien, die Versuche von Jan-Philipp Fischer und Pat Harris auf MHC-Seite entschärfen. Beide hatten am Samstag gegen Mülheim noch ihre Versuche verwandelt. „Vor so einem Penaltyschießen fühlst du dich nie richtig gut, das ist auch immer etwas Glückssache. Mal triffst du und mal eben nicht“, bekam Harris dies innerhalb von zwei Tagen am eigenen Leib zu spüren. „Stumpfi hat gut gehalten, aber wenn wir die Dinger nicht reinmachen, dann können wir den Shootout nicht gewinnen. Nur Guido hat seinen ja reingemacht“, war der US-Amerikaner einfach nur tief enttäuscht „Beim dritten Penalty hätte ich es vielleicht besser machen können“, bedauerte Stumpf, denn der erste Treffer für die Ducks durch Pieter van Straten erhöhte natürlich den Druck auf den MHC. Anders als am Samstag sollte diesmal aber auch Teo Hinrichs nicht treffen, der Ball wurde lang und länger und schließlich kam Hinrichs nicht mehr zum Abschluss. Nachdem Ducks-Kapitän John-John Dohmen ebenfalls erfolgreich war, musste Guido Barreiros unbedingt treffen, um den MHC im Rennen zu halten und das tat der Argentinier mit seinem Tor. Die Belgier hatten die Dinge aber immer noch in der Hand und als Romain Penelle die Kugel im Kasten versenkte, war der Finaltraum der MHC-Herren ausgeträumt. Am Ostermontag (13 Uhr) spielen die MHC-Herren damit um die Bronzemedaille.

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