Ergebnisse

MHC-Damen: 1:5-Niederlage im DM-Halbfinale gegen Düsseldorf

MHC-Damen müssen weiter auf den zweiten Meistertitel warten – 1:5-Niederlage im Halbfinale gegen Düsseldorf

Final Four 2019 in der innogy Sporthalle in Mülheim a.d. Ruhr.

Nach dem Endspiel 2016 gegen den Düsseldorfer HC durften die MHC-Damen noch jubeln, gelang ihnen damals doch der erste deutsche Meistertitel in der Halle. Am Samstag trafen beide Teams in der Mülheimer innogy Sporthalle im Rahmen des Final Four 2019 bereits im Halbfinale aufeinander. Diesmal mussten sich die Blau-Weiß-Roten den Rheinländern mit 1:5 (0:1) geschlagen geben und mussten somit schon am Samstagnachmittag die Hoffnung auf den zweiten deutschen Meistertitel begraben. „In einem solchen Spiel entscheiden am Ende die Kleinigkeiten und vor drei Jahren lief das zu unseren Gunsten, während es heute für den DHC lief, der letztlich auch verdient gewonnen hat“, machte MHC-Coach Philipp Stahr aus seiner Enttäuschung über das verlorene Halbfinale kein Geheimnis. „Düsseldorf stand defensiv gut und wir müssen da einfach mehr aus unseren Chancen machen, wenn wir so ein Spiel für uns entscheiden wollen“, sah Stahr sein Team gerade im Abschluss nicht als effizient genug, um die Düsseldorferinnen an diesem Tag schlagen zu können. Der DHC hatte auch die erste Chance im Spiel, als Sabine Markert nach drei Minuten mit einer Strafecke an MHC-Torhüterin Karlotta Lammers scheiterte. Sonja Zimmermann setzte sich über rechts durch und und zielte nur knapp links am Düsseldorfer Kasten vorbei (5.).  Eine Grüne Karte gegen Alisa Vivot konnten die MHC-Damen nicht zu ihrem Vorteil nutzen (10.) Stattdessen tauchte Elisa Gräve vor Karlotta Lammers auf, die zunächst klären konnte, aber Luisa Steindor war zur Stelle und brachte den DHC mit 1:0 (11.) in Führung. Sonja Zimmermann machte mit zwei weiteren Offensivaktionen auf sich aufmerksam. „In der ersten Halbzeit haben wir es noch gut gespielt und hinten nur wenig zugelassen, aber wir haben vorne zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht“, bedauerte Zimmermann. So war auch die erste MHC-Strafecke in der Partie von Stine Kurz (22.) nicht wirklich gefährlich. Eine Auszeit für den MHC brachte auch nicht den gewünschten Erfolg, den nur Sekunden später musste Karlotta Lammers gegen Elisa Gräve retten und in der 27. Minute rettete Nike Lorenz für die bereits geschlagene Lammers auf der Torlinie. Noch vor der Pause hatten Nadine Kanler (28.) und Nike Lorenz (29.) noch die Chance auf den 1:1-Ausgleich, doch beide scheiterten an DHC-Torhüterin Nathalie Kubalski. Die zweite Hälfte begann nicht gut für die MHC-Damen, denn nachdem Karlotta Lammers in der 33. Minute bei einer Strafecke von Sabine Markert den ersten Schuss noch abwehren konnte, konnte Markert den eigenen Nachschuss zum 2:0 verwandeln. Die Hoffnung sollte aber noch einmal in die MHC-Reihen zurückkehren, als Sonja Zimmermann zunächst erneut an Kubalski scheiterte, es aber Nadine Kanler daraufhin gelang eine Strafecke für den MHC herauszuholen, die Nike Lorenz zum 1:2-Anschlusstreffer (40.) ins Düsseldorfer Tor beförderte. Diesem Zwischenhoch folgte in der 51. Minute aber schon das nächste Tief, als die Situation im Mannheimer Schusskreis schon geklärt schien, aber dann doch Luisa Steindor das 3:1 (51.) für den DHC erzielen konnte. „Dieses Tor war für uns letztlich der Genickbruch“, versuchte Philipp Stahr dennoch noch einmal alles und nahm direkt nach diesem Treffer Karlotta Lammers zugunsten einer weiteren Feldspielerin vom Feld, eine Rolle die zunächst Nike Lorenz und danach Stine Kurz übernahm. Chancen erspielten sich die Blau-Weiß-Roten dabei schon, aber die Tore schoss Düsseldorf, als zunächst Alisa Vivot zum 1:4 (55.) traf und Elisa Gräve kurz vor Schluss das 1:5 (59.) folgen ließ.

Cécile Pieper (li.) ist fassungslos.

Mannheimer HC – Düsseldorfer HC 1:5 (0:1)

Torfolge:
0:1 Luisa Steindor (11.)
0:2 Sabine Markert (KE, 34.)
1:2 Nike Lorenz (KE, 39.)
1:3 Luisa Steindor (51.)
1:4 Alisa Vivot (55.)
1:5 Elisa Gräve (59.)

Strafecken: MHC 2 (1 Tor) / DHC 2 (1 Tor)
Grüne Karten: Cécile Pieper, MHC (57., unsportliches Verhalten), Lydia Haase, MHC (60., unsportliches Verhalten) / Alisa Vivot, DHC (10., unsportliches Verhalten)
Zuschauer: 2.500
Schiedsrichter: J. Heinlein / P. Papiest

Share