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[:de]aus der RNZ: FHC Damen[:]

[:de]Feudenheims Hockeydamen sorgten mit sieben Aufstiegen in Folge für einen Rekord und spielen künftig in der Bundesliga

 

Nürnberg. (leo) Ein Märchen wurde wahr. Ein Jahr nach der Vereinsgründung im Jahr 2010 hatten die Damen des Feudenheimer HC in der 4. Verbandsliga, der untersten Spielklasse im Hockeyverband Baden-Württemberg (HBW), erstmals Punktespiele bestritten, am Samstag feierte das Team des Trainergespanns Peter Lemmen und Christian Wittler nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg bei der HG Nürnberg und dem siebten Aufstieg in Serie den Durchmarsch in die Bundesliga.

Entsprechend groß war der Jubel der „Filiale“ des Mannheimer HC und seiner Anhänger, die das Team im Fanbus ins Frankenland begleitet und die mit der Bahn angereiste Mannschaft auf der Rückfahrt wieder mit dem Bus zurückgenommen hatten. Der Busfahrer jedenfalls kann jetzt jedes der zahlreichen Aufstiegslieder auswendig…

Mit Megafon und Tröten ausgerüstet, hatten die zahlreichen Anhänger von Beginn an Heimspielatmosphäre in die nüchterne Nürnberger Halle gezaubert. „Unsere Fans haben eine solche Stimmung gemacht, das hat den Mädels noch einmal einen zusätzlichen Schub gegeben“, war Coach Lemmen noch lange nach dem Spiel sichtlich beeindruckt vom großartigen Spektakel der Anhänger. Und die „Mädels“ – mit Ilka-Maren Beßler, Katharina Blink, Bettina Posset, Vanessa Purps, Maren Voß und Andrea Vogt standen sechs über 30-Jährige im Kader, die 2006 mit dem MHC ebenfalls unter Lemmen erstmals in der Vereinsgeschichte in die Bundesliga aufgestiegen waren – setzten anschließend den vorgegebenen Matchplan perfekt um.

„Wir gewinnen das Spiel durch eine ganz starke Defensive und unsere individuelle Stärke“, lobte Lemmen sein Team „für das beste Auswärtsspiel in dieser Saison“. Geduldig hatte der FHC, der aufgrund der Tabellenkonstellation bei den bereits abgestiegenen Nürnbergerinnen unbedingt hatte gewinnen müssen, auf seine Chancen gewartet. Als Keeperin Voß nach 20 Minuten mit einer Glanzparade aufwartete, Greta Lyer gleich im Gegenzug nach toller Vorarbeit von Katrin Schawohl die 1:0-Führung markierte und Blink vier Minuten nach dem Seitenwechsel nach Umspielen der Torhüterin abgeklärt zum 2:0 einschoss, war dies bereits die Vorentscheidung. Anschließend kontrollierte der FHC mit seiner ganzen Routine jederzeit die Begegnung und war dem dritten Tor weitaus näher als die Gastgeberinnen.

Und der in dieser Saison ungeschlagen gebliebene Feudenheimer HC – bei drei Unentschieden wurde siebenmal gewonnen – hat jetzt sogar noch einen Rekord aufgestellt, denn noch nie zuvor in der Hockeygeschichte Deutschlands war eine Mannschaft von der untersten Spielklasse in die Eliteliga durchmarschiert. Eine beeindruckende Bilanz für eine „Hausfrauentruppe“, wie sie vor zwei Jahren einmal ein Nürnberger Presseorgan bezeichnet und die in der Vergangenheit zwar nach der Devise „Nichts muss, alles kann“, dafür aber mit ungeheurem Teamspirit agiert hatte.

Hans-Joachim Heinz[:]

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