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[:de]Bericht aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom Wochenende [:]

[:de]Ein Samstag zum Vergessen für Mannheims Hockey

 

Drei Viertelfinal-Niederlagen für Teams von MHC und TSV

 

Mannheim. (leo) Das war ein richtig gebrauchter Samstag für Mannheims Hockey. Zunächst scheiterten die Damen des Mannheimer HC im Viertelfinale um die deutsche Hallenhockeymeisterschaft vor eigenem Publikum am Harvestehuder THC mit 2:7 (1:4), anschließend zogen die MHC-Herren beim Club an der Alster mit 4:6 (1:1) den Kürzeren und zu guter Letzt hatte auch der TSV Mannheim beim 4:7 (1:3) zuhause gegen den UHC Hamburg das Nachsehen. Die Spiele um die deutsche Meisterschaft am kommenden Wochenende in Stuttgart finden daher ohne Beteiligung aus der Quadratestadt statt.

Chancenlos waren allerdings lediglich die MHC-Damen, die sich vor 600 Zuschauern in der Irma-Röchling-Halle an der glänzenden Defensive der Hamburgerinnen die Zähne ausbissen. “Der HTHC war mindestens eine halbe, wenn nicht sogar eine Klasse besser”, kommentierte ein enttäuschter Trainer Philipp Stahr die Heimpleite. Extrem griffig in den Zweikämpfen und mit schnellem Umschaltspiel konterte der routinierte Gegner den MHC ein ums andere Mal aus, während die Gastgeberinnen viel zu statisch agierten und mit zu wenig Tempo den gegnerischen Schusskreis anliefen. Und wenn dann doch einmal der tief stehende Bretterwald des HTHC überwunden wurde, stand mit Nationaltorhüterin Rosa Krüger ein unüberwindbares Hindernis im Weg. Als Stahr beim Stand von 1:5 nach 37 Minuten seine zuvor chancenlose Torhüterin Nadine Stelter durch eine zusätzliche Feldspielerin ersetzte, brachte das zwar mehr Ballbesitz, doch keinerlei Verbesserung. Denn die MHC-Mädels, bei denen Nike Lorenz und Lydia Hasse für die Tore verantwortlich zeichneten, besetzten die Ecken nicht, so dass die künstliche Überzahl wirkungslos verpuffte. “Wir hätten heute schon an unser Limit gehen müssen, um bestehen zu können”, zollte Stahr dem Gegner ob dessen Qualität großen Respekt.

Einen großen Kampf lieferten die Herren des MHC Nordmeister Club an der Alster, bis fünf Minuten vor dem Ende (4:4) stand die Partie auf des Messers Schneide. Mit ausschlaggebend war dabei sicherlich, dass der MHC fast jedes Mal nach eigenem Treffer postwendend ein Gegentor der Hanseaten einstecken musste und am Ende mit leeren Händen die Heimreise antreten musste. „Mir fallen viele gute Gründe ein, warum wir verloren haben. Wir haben als Team und individuell klasse verteidigt, Aber bei vier von sechs Toren sind Fehler von uns vorausgegangen, und Alster hat das genutzt”, analysierte Trainer Matthias Becher die Niederlage gegen Alster, das damit erfolgreich Revanche für die 3:4-Niederlage beim letztjährigen Aufeinandertreffen im Halbfinale in Mülheim nahm. Zuvor hatten Fabian Pehlke und Danny Nguyen den MHC zweimal in Front gebracht sowie Patrick Hablawetz und Paul Zmyslony jeweils per Strafecke die Führung der Gastgeber egalisiert.

Ein hervorragendes Spiel auf Augenhöhe sahen die knapp 1000 Zuschauer in der proppenvollen Primus Valor Arena zwischen dem TSV und den Routiniers vom UHC Hamburg. Mit dem besseren Ende für die Gäste um den ehemaligen Welthockeyspieler Moritz Fürste, die sich letztlich durch ihre Cleverness durchsetzten. Mit entscheidend für die Niederlage waren sicherlich zwei Szenen. Beim Stand von 3:4 in der 54. Minute hatte Nico Proske Torhüter Nicolas Jacobi bereits ausgetanzt, sein anschließender Schuss ins leere Gehäuse geriet allerdings zu schwach, so dass er noch von einem Spieler von der Linie geholt werden konnte. Und als Trainer Ulf Stemler drei Minuten vor dem Ende seinen ausgezeichneten Keeper Alexander Stadler durch einen sechsten Feldspieler ersetzte, verlor der TSV in der Vorwärtsbewegung den Ball und kassierte postwendend das 3:6. “Ich bin aber insgesamt sehr zufrieden mit unserer Leistung”, lobte Stemler seine Mannschaft, die gegen “ein einfach abgezockteres Team verloren hat”. Torschützen des TSV waren Fabio Bernhardt, Paul Kaufmann, Nico Proske und Philip Schlageter.

Die Fahne Mannheims hoch hielten einzig und allein die Damen des Feudenheimer HC, die in der Regionalliga Süd beim 3:1 (1:0) bei Mitaufsteiger HTC Neunkirchen den ersten Auswärtssieg feierten. Das Team des Trainergespanns Peter Lemmen und Christian Wittler bleibt damit weiter ungeschlagen und befindet sich jetzt stark auf Bundesligakurs.

 

 

 

Hans-Joachim Heinz
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68549 Ilvesheim
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