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Fabian Pehlke: Sein letzter Angriff

[:de]Fabian Pehlke ist zwar einer der Großen im deutschen Hallenhockey, doch auch eine große Karriere neigt sich irgendwann dem Ende entgegen. Die Hallenhockey-WM, inklusive Titelgewinn, soll den krönenden Abschluss bringen.

Stellen Sie sich vor, es ist Konter und einer geht einfach nicht hin. Der Gegner prescht nach vorn und einer bleibt stehen. Alles ruft und läuft „zurüüück!“, alle – außer einer. Dieser Eine ist Fabian Pehlke. Ein Jäger mit einzigartigem Instinkt für den richtigen Moment. Was erstmal nach mangelndem Teamgeist klingt, ist in Wirklichkeit Ausdruck tief verankerten Spielgefühls. Denn er vertraut darauf: seine Mitspieler werden vom heranrollenden Gegner den Ball zurückerobern. Wenn dann dem frei stehenden Vollblutstürmer der Ball zugespielt wird, hat weder Verteidiger noch Torwart eine Chance. So erzielte der 32-Jährige in seiner Karriere bereits Tor um Tor und dazu einen besonderen Spitznamen: Das Phantom. Das Phantom bewegt sich nicht viel, heißt es, gelegentlich fragt man sich, ob der Fabian überhaupt mitspielt. Doch am Ende ist es gerade er, der die meisten Kugeln im gegnerischen Tor versenkt hat.

Wer meint, mit 32 Jahren sei die Karriere des gebürtigen Wiesbadeners langsam vorbei, der irrt sich auch an dieser Stelle gewaltig. Denn Fabian hat noch ein großes Ziel: Hallenhockey-Weltmeister werden. Als klar wurde, dass die WM bereits 2018 in Berlin stattfinden wird und nicht 2019 in Argentinien, war für den Hallenspezialisten klar: Einmal werf’ ich nochmal alles in die Waagschale. Zu sehr nagten noch die Erinnerungen von 2015 an ihm. Damals war schon einmal Hallen-WM im eigenen Land, es sollte der Höhepunkt und eigentlich auch das Ende seiner Karriere werden. Doch in Leipzig schied die deutsche Mannschaft bereits im Halbfinale gegen Holland aus, ausgerechnet Fabian vergab den entscheidenden Penalty.

„Die Niederlage war zwar sehr hart, aber die Hallen-WM in Deutschland zu spielen war für mich das non plus ultra. Wenn ich jetzt nochmal die Chance bekomme, zählt für mich jedoch nur der Titel. Das ist auch machbar, denn die Mannschaft für die WM ist stark genug.“

Man merkt: Fabians Einstellung hat so gar nichts phantomhaftes. Halbe Sachen scheint er nicht zu kennen. „Ich mache diese Hallensaison nur, weil ich die WM spielen will. Ich spiele jetzt nicht einfach mal ein bisschen und gucke, ob ich vielleicht nominiert werde.“ Seit fünf Monaten bereitet er sich mit dem Fitnesscoach genauestens durchgeplant auf die Hallensaison vor. Immer wieder bereiteten ihm Verletzungen an den Händen Beschwerden, doch im ‚Großen und Ganzen fühlt er sich im Soll’ um sein Ziel, den Leistungshöhepunkt im Januar, zu erreichen. Er weiß, dass er im Fokus für den Kader steht und sieht seine Chance, besonders auf seiner Position als tiefer Stürmer: „Wenn ich fit bin, gehe ich davon aus, dass ich spiele“.

Für das Nationalteam hat der 32-Jährige vor allem an seinem Abwehrverhalten gearbeitet. Denn, dass der Angreifer des MHCs Tore am Fließband fabrizieren kann, ist allgemein bekannt. Doch der zielstrebige Fabian ist sich bewusst, dass er für den gewünschten Erfolg auch defensiv ackern und seine Aufgaben machen muss.

Dass er es noch einmal anpackt, hängt nicht zuletzt auch an der Unterstützung und dem Vertrauen, dass ihm vom Verein und Mannschaftskameraden entgegengebracht wird: „Alle wollen, dass ich spiele, auch meine Konkurrenten im Sturm.“

Fabian Pehlkes Karriere durchlebte bereits viele Höhen und Tiefen, er ist deutscher Meister und Europameister, doch musste sich auch schon in einigen (Halb)Finalen geschlagen geben. Nun setzt er zum Abschluss seiner Karriere alles auf eine Karte.

Denn läuft alles nach Plan, dann wird im Februar nach einer wilden Schießerei mit vielen Treffern ein sehr bekanntes Phantombild auf den Titelseiten der Zeitungen auftauchen.[:en]Fabian Pehlke ist zwar einer der Großen im deutschen Hallenhockey, doch auch eine große Karriere neigt sich irgendwann dem Ende entgegen. Die Hallenhockey-WM, inklusive Titelgewinn, soll den krönenden Abschluss bringen.

Stellen Sie sich vor, es ist Konter und einer geht einfach nicht hin. Der Gegner prescht nach vorn und einer bleibt stehen. Alles ruft und läuft „zurüüück!“, alle – außer einer. Dieser Eine ist Fabian Pehlke. Ein Jäger mit einzigartigem Instinkt für den richtigen Moment. Was erstmal nach mangelndem Teamgeist klingt, ist in Wirklichkeit Ausdruck tief verankerten Spielgefühls. Denn er vertraut darauf: seine Mitspieler werden vom heranrollenden Gegner den Ball zurückerobern. Wenn dann dem frei stehenden Vollblutstürmer der Ball zugespielt wird, hat weder Verteidiger noch Torwart eine Chance. So erzielte der 32-Jährige in seiner Karriere bereits Tor um Tor und dazu einen besonderen Spitznamen: Das Phantom. Das Phantom bewegt sich nicht viel, heißt es, gelegentlich fragt man sich, ob der Fabian überhaupt mitspielt. Doch am Ende ist es gerade er, der die meisten Kugeln im gegnerischen Tor versenkt hat.

Wer meint, mit 32 Jahren sei die Karriere des gebürtigen Wiesbadeners langsam vorbei, der irrt sich auch an dieser Stelle gewaltig. Denn Fabian hat noch ein großes Ziel: Hallenhockey-Weltmeister werden. Als klar wurde, dass die WM bereits 2018 in Berlin stattfinden wird und nicht 2019 in Argentinien, war für den Hallenspezialisten klar: Einmal werf’ ich nochmal alles in die Waagschale. Zu sehr nagten noch die Erinnerungen von 2015 an ihm. Damals war schon einmal Hallen-WM im eigenen Land, es sollte der Höhepunkt und eigentlich auch das Ende seiner Karriere werden. Doch in Leipzig schied die deutsche Mannschaft bereits im Halbfinale gegen Holland aus, ausgerechnet Fabian vergab den entscheidenden Penalty.

„Die Niederlage war zwar sehr hart, aber die Hallen-WM in Deutschland zu spielen war für mich das non plus ultra. Wenn ich jetzt nochmal die Chance bekomme, zählt für mich jedoch nur der Titel. Das ist auch machbar, denn die Mannschaft für die WM ist stark genug.“

Man merkt: Fabians Einstellung hat so gar nichts phantomhaftes. Halbe Sachen scheint er nicht zu kennen. „Ich mache diese Hallensaison nur, weil ich die WM spielen will. Ich spiele jetzt nicht einfach mal ein bisschen und gucke, ob ich vielleicht nominiert werde.“ Seit fünf Monaten bereitet er sich mit dem Fitnesscoach genauestens durchgeplant auf die Hallensaison vor. Immer wieder bereiteten ihm Verletzungen an den Händen Beschwerden, doch im ‚Großen und Ganzen fühlt er sich im Soll’ um sein Ziel, den Leistungshöhepunkt im Januar, zu erreichen. Er weiß, dass er im Fokus für den Kader steht und sieht seine Chance, besonders auf seiner Position als tiefer Stürmer: „Wenn ich fit bin, gehe ich davon aus, dass ich spiele“.

Für das Nationalteam hat der 32-Jährige vor allem an seinem Abwehrverhalten gearbeitet. Denn, dass der Angreifer des MHCs Tore am Fließband fabrizieren kann, ist allgemein bekannt. Doch der zielstrebige Fabian ist sich bewusst, dass er für den gewünschten Erfolg auch defensiv ackern und seine Aufgaben machen muss.

Dass er es noch einmal anpackt, hängt nicht zuletzt auch an der Unterstützung und dem Vertrauen, dass ihm vom Verein und Mannschaftskameraden entgegengebracht wird: „Alle wollen, dass ich spiele, auch meine Konkurrenten im Sturm.“

Fabian Pehlkes Karriere durchlebte bereits viele Höhen und Tiefen, er ist deutscher Meister und Europameister, doch musste sich auch schon in einigen (Halb)Finalen geschlagen geben. Nun setzt er zum Abschluss seiner Karriere alles auf eine Karte.

Denn läuft alles nach Plan, dann wird im Februar nach einer wilden Schießerei mit vielen Treffern ein sehr bekanntes Phantombild auf den Titelseiten der Zeitungen auftauchen.[:]

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