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Zeitungsartikel

Nur der MHC hat Grund zur Freude

Hockey-Bundesliga der Damen: Der Klassenverbleib ist sicher Mannheim. (miwi)

 Mit einem guten Gefühl machten sich die Bundesliga-Damen des Mannheimer HC auf die Rückfahrt aus Essen. Bei ETUF hatten die Schützlinge von Aditya Pasarakonda mit einem 3:1-Erfolg den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt gemacht. Zwei Spieltage vor Saisonende hat der MHC sechs Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. „Wir können tief durchatmen, der Abstand ist deutlich“, sagte der Trainer.
Einen Tag zuvor musste der MHC eine unglückliche 1:2- Niederlage bei Rot-Weiß Köln einstecken. „Das war superärgerlich“, sagte Pasarakonda über das Duell mit den Rot- Weißen. Zehn Sekunden vor dem Ende bekamen die Kölnerinnen eine Strafecke zugesprochen, die nach Ablauf der regulären Spielzeit ausgeführt wurde – und für den MHC den Treffer zum 1:2 mit sich brachte. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, deshalb hätten wir uns gerne belohnt“, erklärte der Coach. Lydia Haase hatte kurz nach der Pause ebenfalls nach einer Ecke für das 1:1 gesorgt, das bis in die Schlusssekunden Bestand hatte. Glücklicher war Pasarakonda mit dem Ergebnis gestern, als sich die MHC-Damen mit drei Toren für ihren guten Auftritt
belohnten. „In den vergangenen Wochen haben wir uns stetig verbessert und auch gegen Essen unser Ding durchgezogen“, lobte er. Sein Team machte durch die Tore von Greta Lyer, Bara Haklova und Lydia Haase alles klar und konnte den ETUF-Ehrentreffer verschmerzen.

 Ein erneut schwarzes Wochenende erwischten hingegen die Damen des TSV, die sowohl in Essen, als auch in Köln verloren haben und jetzt – punktgleich mit dem MHC – wegen der schlechteren Tordifferenz hinter den lokalen Rivalen zurückgefallen
sind. Einmal mehr schafften es Fanny Rinne und Co. nicht, das eigentliche Leistungspotenzial abzurufen, so dass die Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft ohne den
TSV stattfinden wird. Der Ligaverbleib als eigentliches Saisonziel ist zwar erreicht. Nach der guten Vorrunde waren die Wünsche und Hoffnungen im Umfeld jedoch größer geworden. Bei Rot-Weiß Köln standen die TSV-Damen auf verlorenem Posten und kassierten eine bittere 1:5-Pleite. Der Ehrentreffer gelang Laura Keibel erst knapp zwei Minuten vor dem Ende nach einer Strafecke. Einen Tag zuvor rannten die Mannheimerinnen in Essen früh einem Rückstand hinterher, der sich am Ende in einer 4:5-Niederlage auf der Anzeigetafel niederschlug. Dabei hatte Spielführerin Susanne Schulz-Linkholt vor der Partie auf eine Leistungssteigerung ihrer Mannschaft gehofft. Die blieb gegen das Kellerkind jedoch aus. Erfolglos blieben auch die Herren des TSV in der 2. Liga. Im Derby bei der TG Frankenthal verlor die Mannschaft von
Uli Weise mit 2:5, bleibt aber weiterhin auf dem drittletzten Platz der Tabelle, weil die Konkurrenz ebenfalls ohne Punkte blieb. Dadurch ist die Situation für die TSV-Herren unverändert. Als Fabian Zilg für den TSV traf, lag sein Team bereits mit 0:4 beziehungsweise mit 1:5 zurück. Bitter für die Mannheimer war die Rote Karte für Felix Michel, der in der nächsten Partie fehlen könnte.

 

Rhein-Neckar-Zeitung 07.05.2012

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