Vor wenigen Tagen feierte der Mannheimer Hockeyclub zwei weitere
Riesenerfolge – stiegen doch zunächst die Damen erstmals in die
Feldhockey-Bundesliga auf.
Anschließend lösten die Herren bei der Endrunde um die Deutsche
Meisterschaft bereits im zweiten Bundesligajahr das Ticket für die Euro
Hockey League.
Dem Ziel, sich in der nationalen Spitze sowohl bei den Damen als auch bei den Herren zu etablieren, ist man am Feudenheimer Neckarplatt damit ein ganzes Stück näher gekommen. „Wir sind über dem Plan“, muss selbst der Sportliche Leiter Peter Lemmen einräumen, wenn es um die großen Erfolge im Senioren- und Juniorenbereich geht, von denen einige früher eingetreten sind als man es beim MHC selbst erwartet hatte. „Sportlich war die Deutsche Meisterschaft der Knaben A im Feld 2005 die Initialzündung. Danach galt es, für diese jungen Spieler bei uns eine Perspektive zu schaffen“, erinnert sich Lemmen. Ein Schlüssel für die Erfolge der Blau-Weiß-Roten liegt in der deutlich verbesserten Infrastruktur, die 2007 durch den Umbau des Klubhauses, die Erneuerung der beiden Kunstrasenplätze und den Bau der Tribüne geschaffen wurde. Neben dem Zurückholen ehemaliger MHC-Spieler,die sich anderen Vereinen angeschlossen hatten, um höherklassig zu spielen, wurde die Trainingsarbeit in allen Bereichen vorangetrieben. Auch den Weg in die Schulen hat man beim MHC nicht gescheut. Mittlerweile pflegt man erfolgreiche Kooperationen mit dem Feudenheim-Gymnasium und dem Ludwig-Frank-Gymnasium. Für Spieler mit Kaderanspruch beim Landesverband Hockey Baden-Württemberg oder beim Deutschen Hockey Bund hat man bereits ein Teilzeit-Internat ins Leben gerufen. „Wir haben viele ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer, doch die Aufgaben im Verein wachsen stetig und wir müssen deshalb den Kreis der Mitmachenden weiter vergrößern“, sieht Lemmen in der verstärkten Aktivierung der Eltern von Nachwuchsspielern eine der großen Zukunftsaufgaben. Einer anderen Herausforderung möchte sich der MHC ebenfalls stellen: „Auf Dauer geht es auch darum, zu unseren Spielen mehr Publikum anzulocken, wie etwa in Hamburg, Köln oder Mühlheim“, denkt Lemmen weiter. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sollen die beiden neuen Topstars sorgen, die für das Herrenteam verpflichtet wurden. Mit dem zweimaligen Welthockeyspieler Jamie Dwyer aus Australien, der seinen bisherigen Klub HC Bloemendaal in den Niederlanden zum Abschied noch einmal zur Meisterschaft schoss sowie dem deutschen Nationalspieler Matthias Witthaus, der vom EHLHalbfinalisten Polo Club Barcelona an den Neckarkanal wechselt, ist der Bedarf an Hochkarätern für diese Saison wohl gestillt. „Das sind Persönlichkeiten, von denen unsere jungen Spieler etwas lernen sollen“, so Lemmen.„Trotz aller Erfolge gilt es auf dem Boden zu bleiben, wobei wir bei den Herren natürlich schon bei der DM-Endrunde 2011 auf der eigenen Anlage mit dabei sein wollen. Für unsere Damen geht es als Aufsteiger darum, die Abstiegsrunde zu vermeiden“, blickt Lemmen auf die im September beginnende Feldsaison. Bereits am 24. Juli gibt es einen weiteren Höhepunkt. Unter dem Motto „United in White“ hat der MHC gemeinsam mit dem Olympiastützpunkt Rhein-Neckar die Topsportler der Metropolregion zu einem Treffen eingeladen.
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