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Damen-WM: 0:1-Niederlage im Viertelfinale

Die deutschen Hockey-Damen haben das WM-Viertelfinale gegen Außenseiter Spanien mit 0:1 verloren

London. (leo) Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Damen ist bei der Weltmeisterschaft in London nach einem 0:1 (0:0) im Viertelfinale gegen Spanien aus dem Turnier ausgeschieden. Allerdings hat sich das als Favorit ins Spiel gegangene Team von Bundestrainer Xavier Reckinger die Niederlage selbst zuzuschreiben, denn „wir lieferten unser mit Abstand schlechtestes Spiel bei der WM ab“, wie Stürmerin Lisa Altenburg (Club an der Alster Hamburg) konstatierte.

Auch der belgische Coach war tief enttäuscht: „Wir haben unser Mehr an Ballbesitz nicht in Torchancen umgesetzt und letztlich zu wenig Torgefahr ausgestrahlt. Das ist sehr schade, denn die Mädels hatten bisher einen guten Job gemacht.“

Bei besten Bedingungen – im Queen Elizabeth Olympic Park wurde die Partie bei angenehmen 22 Grad angepfiffen – kam das junge deutsche Team mit einem Durchschnittsalter von 23,9 Jahren besser in die Begegnung. Marie Mävers (UHC Hamburg) hätte bereits nach zwei Minuten aus halbrechter Position direkt abziehen sollen, ihr Querball wurde dann von der spanischen Abwehr abgefangen. Und für Charlotte Stapenhorst (Amsterdamsche H&BC) war in der 13. Minute bei Torhüterin Maria Ruiz nach einem klasse solo Endstation. Erst im Laufe der ersten Spielhälfte kam Spanien, das im Gruppenspiel mit 1:3 unterlegen war, etwas besser ins Spiel, ohne allerdings einen Schuss aufs deutsche Tor abzugeben.

Gleich nach dem Seitenwechsel schoss Altenburg mit der argentinischen Rückhand knapp vorbei, es war der Startschuss für einen Sturmlauf der deutschen Mannschaft, die aber letztlich zu sehr mit dem Kopf durch die Wand wollte und ein ums andere Mal an den spanischen Abwehrbrettern hängen blieb.

Die Südländerinnen setzten dagegen kaum eigene Akzente und wollten sich offenbar ins Penalty-Schießen retten. Das aber dann nicht zustande kam, weil Spanien sechs Minuten vor dem Ende durch Carmen Cano nach einem Rechtsangriff vor dem Ende den “lucky punch” setzte. Da hätte Linksverteidigerin Cécile Pieper (Mannheimer HC) energischer eingreifen müssen. Und auch die letzte Maßnahme Reckingers, seine Torhüterin durch eine zusätzliche Feldspielerin zu ersetzen (57. Minute), verpuffte, denn Nike Lo- renz (MHC) schoss die letzte Strafecke 24 Sekunden vor Schluss am Tor vorbei.

von Leo Heinz (Rhein Neckar Zeitung)

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