Ergebnisse

Final Four: MHC-Herren verlieren 1:2 gegen Mülheim

Es war nicht der Tag der MHC-Herren – Diesmal hat im Halbfinale Mülheim die Nase vorn

Danny Nguyen

Alles anfeuern half nichts, denn obwohl der blaue Block die MHC-Herren, wie schon zuvor die Damen in ihrem Halbfinale gegen den UHC Hamburg, lautstark unterstützte, gab es aus blau-weiß-roter Sicht auch bei den Herren beim Final Four 2018 keinen Grund zum Jubeln. Mit 1:2 (0:2) unterlag der Meister von 2017 dem HTC Uhlenhorst Mülheim in einer Neuauflage des letztjährigen Halbfinales und kann seinen Titel damit am Sonntag nicht verteidigen. Dass die Blau-Weiß-Roten immerhin das Ticket für die kommende EHL-Saison lösen konnten, war für MHC-Coach Michael McCann denn auch kein richtiger Trost, schließlich hätte vor den Augen seiner aus Australien angereisten Mama gerne den erneuten Finaleinzug geschafft. „Mülheim wollt es heute mehr als wir, wir haben am Anfang jeden Zweikampf in der Offensive und in der Defensive gegen sie verloren, dass macht es einem gegen so ein Top-Team nicht leichter“, empfand McCann den frühen 0:1-Rückstand durch Malte Helwig nach nur 49 Sekunden aber noch nicht als Beinbruch. „Das 0:2 hat uns viel mehr weh getan, denn gegen so ein starke Mannschaft wie Mülheim wird es dann enorm schwer, das Spiel noch einmal zu drehen“,  wusste McCann das mit dem 0:2 von Timm Herzbruch in der 28. Minute der Finaleinzug nur noch mit einem Kraftakt zu vollbringen war. „Der Platz war sehr nass und rutschig, das machte es schon sehr schwierig, aber es haben ja beide Mannschaften auf demselben Platz gespielt“, war der Untergrund auf dem Platz in Krefeld für die Spieler sehr gewöhnungsbedürftig, was auch die Strafecken zu einer noch größeren Herausforderung machte, weil der Ball sehr schnell versprang. So entwickelten sich die Standards auf beiden Seiten nicht zu einer spielentscheidenden Waffe. „Was uns auch sehr weh getan hat, war die Gelbe Karte für Guido Barreiros“, musste McCann 13:17 Minuten vor Ende des Spiels für fünf Minuten auf die Dienste des quirligen argentinischen Stürmers verzichten. So konnte MHC-Goalie Lukas Stumpf seinen Kasten auch erst 8:03 Minuten vor Spielende zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers verlassen, um eine Überzahlsituation zu generieren. Philipp Huber zog das gelbe Leibchen an und tatsächlich konnten die Blau-Weiß-Roten Druck auf die Mülheimer ausüben. 5:57 Minuten vor Ende gelang Timm Haase der Anschlusstreffer zum 1:2, der auch nach Ansicht des Videobeweises bestand hatte. Der blaue Block schöpfte auf den Rängen noch einmal Hoffnung, war doch noch genug Zeit um zumindest noch den 2:2-Ausgleich zu erzielen und sich in den Shootout zu retten, den man 2017 gegen die Uhlenhorster gewann. Ein zweiter Treffer gelang den Blau-Weiß-Roten aber nicht mehr, die sich diesmal Mülheim geschlagen geben mussten.

 

Tore:
0:1       Malte Hellwig (1.)
—–
0:2       Timm Herzbruch (28.)
——————–

—–
1:2       Timm Haase (55.)

Strafecken:
MHC 2 (kein Tor) / UM 4 (kein Tor)

Grüne Karten:
Philipp Huber (26.), Luca Müller (28.) / Benedikt Fürk (28.), Max Godau (28.)

Gelbe Karte:
Guido Barreiros (47.)

Zuschauer: 4.000

Schiedsrichter:
Johannes Berneth / Tim Meissner

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