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Final Four: MHC-Damen verlieren Halbfinale im Shoot-Out

Die bessere Mannschaft weint am Ende Tränen – MHC-Damen unterliegen dem UHC Hamburg nach Penaltyschießen

Lydia Haase

Nach einer Top-Leistung im DM-Halbfinale gegen den Titelverteidiger UHC Hamburg hätten es die MHC-Damen eigentlich verdient gehabt den Platz auf dem Gelände des Crefelder HTC mit einem Lächeln im Gesicht zu verlassen, doch der Samstagnachmittag beim Final Four 2018 hielt für unsere Damen einen andere Dramaturgie parat, denn am Ende gab es nach einem 3:4 (0:0, 0:0) nach Penaltyschießen gegen den UHC Hamburg bittere Tränen der Enttäuschung. „Letztes Jahr haben wir das Endspiel gegen den UHC Hamburg verloren und mussten da anerkennen, dass sie besser waren als wir. Heute hat man die Entwicklung der Mannschaft seitdem gesehen, denn wir haben heute unsere beste Saisonleistung gezeigt und haben das Spiel gegen den UHC bestimmt. Leider haben wir vergessen in den 60 Minuten zwei, drei Tore zu schießen. Der Mannschaft kann ich aber keinen Vorwurf machen, sie hat heute alles gegeben“, sah MHC-Damencoach Philipp Stahr bei seinem Team gegenüber dem mit 0:1 verlorenen Europapokalviertelfinale gegen den gleichen Gegner sogar nochmals eine Steigerung. Schon damals hatten die Blau-Weiß-Roten das Spiel bestimmt, standen aber am Ende ebenfalls mit leeren Händen da. „Wenn man sich unsere Entwicklung seit dem Finale letztes Jahr betrachtet, dann wäre es sicher auch für uns nicht unverdient gewesen ins Endspiel einzuziehen. Die

Cécile Pieper

Mannschaft ist noch jung“, weiß Stahr dass in seinem Team noch eine Menge Potenzial steckt. Im Halbfinale lag das Chancenplus denn auch klar auf der Seite der MHC-Damen , denn obwohl der UHC schon nach zwei Minuten eine Strafecke hatte, waren es Greta Lyer (3.), Nadine Kanler (9.), und Maxi Pohl (11.) die ihrerseits Gelegenheiten besaßen, den MHC noch im ersten Viertel in Führung zu bringen. So richtig knisterte es vor dem Noelle Rother gehüteten UHC-Kasten allerdings in der 25. Minute, als zunächst Cécile Pieper das 1:0 verpasste und auch Maxi Pohl und Lydia Haase den Ball nicht im Kasten der Norddeutschen unterbringen konnten. In der 30. Minute war dann aber auch MHC-Torhüterin Lisa Schneider gegen Marie Mävers auf dem Posten. Nach Wiederbeginn verfehlte Julia Meffert den UHC-Kasten nur knapp (35.) und nach erfolgreicher Anrufung des Videobeweises durch Maxi Pohl kamen die MHC-Damen zu ihrer ersten Strafecke (40.), doch der Schuss von Nike Lorenz ging am Tor vorbei. In der 50. Minute scheiterte Stine Kurz dann an Noelle Rother, die auch bei der zweiten MHC-Strafecke von Nike Lorenz (50.) zur Stelle war. Kurz vor Ende der Begegnung war dann aber auch Lisa Schneider erneut auf dem Posten, als Belén Iglesias Marcos nach einem Ausrutscher von Megan Frazer frei vor ihrem Tor auftauchte. Im Shootout begann der UHC  und Lisa Schneider konnte UHC-Kapitänin Janne Müller-Wieland vom Einschuss abhalten. Danach konnte Cécile Pieper nicht für den MHC verwandeln, den Abwehrversuch von Rother empfand Pieper als nicht regelkonform, doch die Anrufung des Videobeweises erbrachte nicht den erhofften Siebenmeter. Lisa Schneider entschärfte mit ihrer Parade den nächsten Versuch von Hannah Seifert, aber auch Maxi Pohl war das Schussglück nicht hold. Beim abgewehrten Versuch von Lisa Schneider gegen Marie Mävers entschieden die Unparteiischen auf Siebenmeter für den UHC, den Jane Müller-Wieland verwandelte. Alicia Magaz glich aber postwendend zum 1:1 aus. Jana Teschke legte für den UHC vor, aber Lydia Haase konterte erfolgreich. Denn fünften Versuch für den UHC nutzte Katharina Frank zum 3:2 und nun musste Nike Lorenz treffen und tat dies zum 3:3, was eine Verlängerung des Shootouts zur Folge hatte. Im Duell eins gegen eins musste nun der MHC vorlegen. Alicia Magaz gelang aber kein zweiter Treffer, aber auch Mävers scheiterte auf UHC-Seite an Lisa Schneider. Die Verantwortung für den sieben Penalty beim MHC übernahm Maxi Pohl, die aber nicht traf und als Katharina Frank Lisa Schneider überwinden konnte, war der Finaltraum der Blau-Weiß-Roten ausgeträumt.  

 

Tore:
keine

Penalty:
1:0 Janne Müller-Wieland (7m)
1:1 Alicia Magaz
2:1 Jana Teschke
2:2 Lydia Haase
3:2 Katharina Frank
3:3 Nike Lorenz
4:3 Katharina Frank

Ecken:
UHC 1 (2.) – kein Tor
MHC 2 (44./51.) – kein Tor

Grüne Karten: /
Gelbe Karten: /

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