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MHC-Damen: Europapokal in London

Viertelfinale am Donnerstag gegen den UHC Hamburg in London

Julia Meffert während des Heimspiels vs. UHC Hamburg (1:3).

Das erste Mal bei einem Feld-Europapokal werden die MHC-Damen mitmischen. „Wir freuen uns natürlich riesig, wieder bei einem internationalen Turnier mitzuspielen“, zählt Julia Meffert förmlich die Tage bis Pfingsten. Mit „wieder“ spielt die 20-Jährige auf den Europacup in der Halle an. Dort nahmen die Mannheimerinnen bei ihrer internationalen Premiere im Februar 2017 gleich den Siegerpokal mit.
Dass eine ähnliche Erfolgsgeschichte im Feld eine ungleich höhere sportliche Bedeutung hätte, weiß jeder, der sich in den Gepflogenheiten des Hockeysports auskennt. Gewinnen die besten deutschen Vereinsmannschaften sehr regelmäßig den europäischen Clubwettbewerb im ihnen besonders vertrauten Hallenhockey, so geht der Europacupsieg im Feld fast immer an niederländische Teams. Der letzte deutsche Triumph (1999 durch Rot-Weiss Köln) liegt bereits knapp 20 Jahre zurück. „Wir reden schon sehr viel darüber und bereiten uns seit mehreren Wochen auch athletisch darauf vor, weil wir dort einfach auf einem Top-Fitnesslevel sein wollen“, beschreibt Julia Meffert die intensive Vorbereitung des deutschen Vizemeisters von 2017.
Beim Euro Hockey Club Cup in London nehmen acht Mannschaften teil, aufgrund der Punktwertung nach Platzierungen der Vorjahre sind Niederlande und Deutschland diesmal mit zwei Vertretern qualifiziert, dazu kommen jeweils ein Team aus Irland, England, Spanien und Weißrussland. Wer am Ende den Europapokal in die Höhe strecken will, muss K.o.-Spiele im Viertel- und Halbfinale sowie Endspiel siegreich überstehen. Der Mannheimer HC trifft am 17. Mai (13.15 Uhr) im Viertelfinale auf den UHC Hamburg. „Dass es gleich in der ersten Runde zu dieser Paarung kommt, ist mit Sicherheit ein kleiner Wermutstropfen und für mich auch etwas unerklärlich“, sagt MHC-Trainer Philipp Stahr über die Neuauflage des DM-Endspiels vom Mai 2017. Auch Julia Meffert gibt zu, dass es „etwas aufregender gewesen wäre, gegen ein Team aus einer anderen Nation zu spielen“.
Von vornherein klein beigeben gegen den international deutlich erfahreneren UHC (Finalist 2017) will beim MHC aber niemand. Julia Meffert glaubt: „Wir können die Situation auch sehr gut nutzen. Wir kennen diese Mannschaft gut, wissen wie wir gegen sie spielen müssen und haben ja außerdem mit dem verlorenen DM-Finale der letzten Saison noch eine Rechnung mit ihnen offen.“ Auch Philipp Stahr äußert sich kämpferisch: “Wir wollen die nächste Runde erreichen und ins Halbfinale einziehen.“
Dort würde der MHC dann am Pfingstsamstag (19. 5.; 13 Uhr) auf den Sieger des Viertelfinals zwischen AHBC Amsterdam (Niederlande) und UCD Ladies HC (Irland) treffen. „Wenn wir bis zum Turnierbeginn noch ein paar Verletzungen in der Mannschaft auskuriert haben, traue ich uns alles zu“, sagt Julia Meffert und wagt indirekt einen Blick aufs Finale, das am Pfingstsonntag (17.15 Uhr) auf der Anlage des Surbiton HC stattfindet.

 

Mannheimer HC – UHC Hamburg, 17.5., 13:15 (deutscher Zeit)

Zum Livestream: https://www.eurohockeytv.org/livestream/mannheimer-hc-ger-uhc-hamburg-ger/1206854

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