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aus der RNZ: ERFOLGREICHE TALENTE

Mannheimer jubeln bei den deutschen Hallenhockey-Meisterschaften

Mannheim. (leo) Ein Titel, zwei Vizemeisterschaften, ein dritter Platz und sechs Halbfinal-Qualifikationen – die Bilanz der insgesamt acht Mannheimer Mannschaften bei den deutschen Hallenhockey-Meisterschaften im weiblichen und männlichen Nachwuchsbereich konnte sich sehen lassen.

Obwohl mit Camille Nobis – sie ist derzeit beim Zentrallehrgang der A-Nationalmannschaft im spanischen Cadiz im Einsatz – eine Top-Stürmerin nicht eingesetzt werden konnte, sicherte sich die weibliche Jugend A des Mannheimer HC in Neunkirchen durch einen 3:2-Endspielerfolg über den Club an der Alster Hamburg zum vierten Mal hintereinander den deutschen Meistertitel. Einem 6:0-Auftaktsieg gegen den Münchner SC hatte der von Janick Thum trainierte Südmeister ein 2:1 über den Club Raffelberg folgen lassen. Trotz der Niederlage gegen den Berliner HC (1:2) kam der MHC als Gruppenzweiter ins Halbfinale, in dem man mit einem klaren 5:1 Rot-Weiß Köln keine Chance ließ.

Spannend machten es die A-Mädchen des MHC, die als süddeutscher Meister im rheinhessischen Gau-Algesheim zunächst den Wiesbadener THC (1:0) besiegten, dann aber gegen den RTHC Leverkusen (1:3) den Kürzeren zogen. Durch einen 4:3-Erfolg über den späteren Endspielgegner Berliner HC machte das Team von Trainer Christian Wittler das Halbfinale perfekt, in dem der SC Frankfurt 1880 mit 3:1 nach Penaltyschießen bezwungen wurde. Im Finale nahm Berlin aber dann beim 4:3 nach Penaltyschießen Revanche am MHC für die Niederlage im Gruppenspiel.

Mit einer weißen Weste war bei der weiblichen Jugend B in Hanau der süddeutsche Vizemeister TSV Mannheim ins Halbfinale gestürmt. Das Team des Trainergespanns Fanny Cihlar und Carsten Müller hatte alle Gruppenspiele gewonnen, gegen den Crefelder HTC (6:2), Eintracht Braunschweig (2:0) und den Großflottbeker THGC (4:3). Im Halbfinale gegen den UHC Hamburg musste man sich am Ende mit 1:2 dem späteren deutschen Meister ebenso beugen wie im “kleinen Finale” Rot-Weiß Köln (0:2).

Ebenfalls ungeschlagen hatte die männliche Jugend A des MHC von Trainer Sebastian Scheurer im sächsischen Machern die Vorschlussrunde erreicht. Der süddeutsche Meister bezwang sowohl den Nürnberger THC (3:1) als auch Uhlenhorst Mülheim (2:1) und trennte sich vom deutschen Meister UHC Hamburg 3:3-Unentschieden. Noch zur Pause des Halbfinales führte der MHC, bei dem der beim Zentrallehrgang der A-Nationalmannschaft in Valencia weilende Teo Hinrichs schmerzlich vermisst wurde, mit 1:0 gegen den Münchner SC, zog dann jedoch mit 1:2 den Kürzeren. Am Ende stand aber dann Platz drei nach einem 6:5-Erfolg im Penaltyschießen über den Düsseldorfer HC.

Wenn man wie die A-Knaben des TSV als Süddritter das Finale der “Deutschen” in Nürnberg erreicht, dann ist das schon ein großer Erfolg. Auch wenn das Team von Trainer Alexander Vörg letztlich mit 6:7 nach Penaltyschießen gegen den DSD Düsseldorf verlor, so standen dem zuvor Erfolge in der Gruppenphase gegen den Lokalrivalen MHC (3:1), Berliner SC (5:4) und Rot-Weiß Köln (4:1) und im Halbfinale gegen den UHC Hamburg (1:0) gegenüber. Äußerst unglücklich hatten dagegen die A-Knaben des MHC von Trainer Lucas Koch den Einzug in die Vorschlussrunde verfehlt. Nach der Auftaktniederlage des süddeutschen Titelträgers gegen den TSV wurde Rot-Weiß Köln (4:1) geschlagen. Nach dem 1:1 gegen den am Ende punktgleichen Berliner SC fehlte ein einziges Tor, um sich fürs Halbfinale zu qualifizieren. Mit einem 2:1 gegen Alster Hamburg sicherte sich der MHC dann aber letztlich Platz fünf.

Als Südvizemeister verkaufte sich die von Phillip Schlageter trainierte männliche Jugend B des TSV in Wuppertal teuer. Dem 1:0-Auftakterfolg gegen den Düsseldorfer HC folgte eine 3:4-Niederlage gegen den DTV Hannover. Aber mit einem 4:3-Sieg gegen den späteren deutschen Meister Club an der Alster Hamburg qualifizierte sich der TSV als Gruppenzweiter für die Vorschlussrunde, in der man dem SC Frankfurt 1880 mit 1:2 unterlag. Auch das “kleine Finale” ging mit 5:6 nach Penaltyschießen gegen Mülheim verloren. Unter seinen Möglichkeiten blieb dagegen der süddeutsche Meister MHC. Gleich zum Auftakt musste sich das Team von Trainer Peter Maschke dem SC Frankfurt 1880 (2:3) und dem später Drittplatzierten Uhlenhorst Mülheim (3:4) beugen und hatte damit das Halbfinale verpasst. Der 5:1-Erfolg im letzten Gruppenspiel gegen den Großflottbeker THGC reichte zum Spiel um Platz fünf, in dem es mit einem 6:0-Sieg über Hannover einen versöhnlichen Abschluss gab.

Hans-Joachim Heinz

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