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DM-Ausblick: MHC-Jugend auf Sensationskurs

Der MHC-Nachwuchs hat gezeigt, wo der Hammer hängt. Fünf von sechs Teams haben sich bei den Süddeutschen Meisterschaften durchgesetzt und fahren am kommenden Wochenende zu den Deutschen Hallenmeisterschaften 2018. Eine Leistung, die in diesem Jahr keinem anderen Verein gelungen ist und zum ersten mal in der Geschichte des Mannheimer HC gefeiert werden kann. Für die Mädchen und Knaben A, die männliche Jugend A und B und die weibliche Jugend A heißt es nun, noch einmal alles zu geben, damit der Traum vom Titel wahr wird.

Beim großen Aufeinandertreffen der stärksten acht Hockeyteams Deutschlands gibt es von Personalproblemen über Konkurrenzdruck für die Mannheimer Jungs und Mädchen noch die ein oder andere Hürde zu überspringen. Wie es genau um die einzelnen Teams, ihre Chancen und Ziele auf den Titelgewinn steht, erfahrt ihr in den folgenden Artikeln.

 

 

Mädchen A in Gau-Algesheim (bei Mainz)

Die unbesiegbaren Sieger

Die A Mädchen des MHC sind nicht so einfach zu besiegen. In der gesamten Saison haben sie außer eines Remis alles gewonnen. Das gefällt ihnen so auch ganz gut, weswegen sie sich für die deutschen Meisterschaften ein klares Ziel gesetzt haben: Wir wollen ungeschlagen bleiben. Diese Einstellung sprüht vor Euphorie. „Die Stimmung ist sensationell gut, die Mädels sind sehr gut drauf“, freut sich der Trainer. Doch Christian Wittler selbst bleibt im Vorhinein noch etwas mehr auf dem Boden. „Das wird eine ganz enge Kiste, es gibt vier, fünf Mannschaften, die auf einem Niveau spielen“.

In der Gruppenphase ist ein Sieg gegen Wiesbaden Pflicht, die Schwierigkeit dieser Begegnung wird wohl am ehesten in Form der hohen Erwartungen bestehen. Beim zweiten Gegner Leverkusen wird ein gewaltiger Defensivblock zu bezwingen sein, was Wittler als machbar einstuft. Gegen den Deutschen Meister vom Feld, den Berliner HC, wird es dagegen schon deutlich kniffliger. Führungsspielerinnen wie Paulina Mayer, Nele Hoffmann und Linda Bens könnten hier den Unterschied ausmachen.

Im Gegensatz zu den A Knaben sind die Leistungen der A Mädchen äußerst konstant. Zudem haben die MHC Mädchen noch ein Ass im Ärmel: Torhüterin Teresa Hering ist eine Penaltyqueen. Bereits im Finale der Süddeutschen Meisterschaften sicherte sie, extra dafür eingewechselt, der Mannschaft mit Weltklasseparaden den Einzug in die Endrunde nach Gau-Algesheim.

So kann dann doch auch der Trainer recht optimistische Ziele verlauten lassen: „Das Halbfinale ist machbar, wenn es normal läuft. Wenn es gut läuft, können wir aber auch Deutscher Meister werden“.

Samstag, 3. März

12:20 Uhr | vs. Wiesbadener THC

15:00 Uhr | vs. RTHC Leverkusen

17:40 Uhr | vs. Berliner HC

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Weibliche Jugend A in Neunkirchen (im Saarland)

Das Quartett vollmachen

Für die weibliche Jugend A ist das Ziel in Neunkirchen eindeutig: Deutscher Meister 2018. Der Titel wäre für die hochkarätig besetzte Mannschaft von Trainer Janick Thum die Fortsetzung einer bereits drei Jahre andauernden Serie.

Die Historie ist für Thum ein starker Anreiz: „Diese Serie fordert heraus und motiviert uns stark, die wollen wir auf jeden Fall weiterführen. Vor allem weil viele der Mädels auch im letzten Jahr beim Sieg schon dabei waren. Andererseits wollen unsere Gegner sie natürlich auch endlich abreißen lassen“.

Der härteste Konkurrent wird nach Thums Einschätzung der Club Raffelberg, der mit vielen guten Einzelspielerinnen ebenfalls stark aufgestellt ist. Auch der Berliner HC sei nicht zu unterschätzen: „die können uns schon mal ein Bein stellen“. Keine große Gefahr wird dagegen vom dritten Gruppengegner Münchner SC ausgehen, an denen sich die Mannheimer Mädels aber durch ihre unangenehme, auf Schadensbegrenzung angelegte Spielweise, auch gut die Zähne ausbeißen können.

Damit sind die Chancen auf das Halbfinale gut. Und das auch ohne Leistungsträgerin Camille Nobis, die wegen eines Lehrgangs des A-Kaders nicht spielen werden kann.

„Camille mit ihrer großen Erfahrung wird fehlen, doch unsere Qualität ist auch in der zweiten Reihe noch extrem hoch. Das ist sicherlich das Beste, was es zurzeit in Deutschland gibt.“, so der Trainer.

Die Mannschaft, deren Kader fast ausschließlich von Jugendnationalspielerinnen gespickt ist, zeigte bereits bei den Süddeutschen Meisterschaften mit deutlichen Ergebnissen klar, wo der Hase langläuft.

„Wir sind extrem gut drauf“, betont Trainer Thum. „Ich hatte selten so eine gute Truppe“.

Damit verfolgen die Mädchen der weiblichen Jugend A sicher die ambitioniertesten Ziele der fünf Mannheimer Teams.

Samstag, 3. März

11:30 Uhr | vs. Münchner SC

14:30 Uhr | vs. Club Raffelberg

17:30 Uhr | vs. Berliner HC

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Knaben A in Nürnberg

Die Wundertüte

Spannend wird es am Samstag und Sonntag bei den A Knaben in Nürnberg. Die Jungs von Trainer Lucas Koch stellten zwar im Finale der Süddeutschen Meisterschaften ihre Klasse unter Beweis, haben aber auch immer wieder ihre unbeständigen Momente. Umso interessanter wird es zu beobachten sein, wie sich die Mannschaft gegen die anderen hochklassigen Endrundengegner schlagen wird.

„Die Gruppe ist sehr eng. Jeder ist schlagbar, aber wir können auch von jedem besiegt werden.“, so die Einschätzung von Lucas Koch.

Bei den deutschen Meisterschaften werden die A Knaben bereits zum fünften Mal in dieser Saison auf die Stadtkonkurrenz vom TSV Mannheim treffen. „Da gehen wir mit Selbstvertrauen heran. Der Respekt vorm TSV ist zwar da, aber wir wissen auch, dass wir uns nicht verstecken müssen“.

Auch den Berliner SC bewertet der Trainer als nicht so überragend stark, als dass er nicht zu schlagen sei. Abzuwarten wird sein, was der bislang unbekannte Gruppengegner Rot-Weiß Köln zu bieten hat, stuft Koch die Mannschaften aus der Westliga grundsätzlich als unangenehm ein.

Koch stehen alle Spieler zur Verfügung und er kann auf eine starke Startformation zurückgreifen. Zudem sind vier von den Jungs wieder dabei, die bereits im letzten Jahr den Titel für den MHC nach Hause getragen haben.

Die Chance ist auch in diesem Jahr wieder da: „Wir haben ein gutes Team, die Jungs sind heiß. Trotzdem kann man das bei den A-Knaben nicht so gut voraussagen. Denn auch die anderen Mannschaften sind sehr gut, das Niveau ist dicht beieinander“.

Es wird also knapp in Nürnberg. Ein kleiner Geheimtipp könnt am Samstag das Riesentalent Lenn Hoffmann sein, der aus dem 2006er Jahrgang stammend, schon einmal etwas A-Knaben Luft und vielleicht auch die ein oder andere Einsatzzeit schnuppern kann.

Samstag, 3. März

12:20 Uhr | vs. TSV Mannheim Hockey

15:00 Uhr | vs. Rot-Weiß Köln

17:40 Uhr | vs. Berliner SC

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Männliche Jugend B in Wuppertal

Mit Demut ins Turnier starten

Für sie kam die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft eher überraschend als erwartet:die männliche Jugend B hatte bei den Süddeutschen Meisterschaften eigentlich primär das Halbfinale im Visier. Umso feierlicher war dann der verdiente Finalsieg gegen den TSV Mannheim. Nun dürfen sie tatsächlich nach Wuppertal schweben, für viele der Jungs, die ja bald sogar schon Herren spielen können, ist es die erste Teilnahme bei einer Deutschen Meisterschaft.

Das absolute Schlüsselspiel wird direkt die erste Begegnung mit dem SC Frankfurt 80 sein, ein Sieg in diesem Spiel ist ein vorrangiges Ziel von Trainer Peter Maschke, ein weiteres wird es sein, das Halbfinale zu erreichen.

Der härteste Gegner wird für die Mannschaft jedoch möglicherweise eine Grippewelle, die vier der zwölf Spieler erwischt hat. „Deswegen steht bezüglich des Turnierverlaufes noch vieles in den Sternen. Es kann sein, dass wir viel improvisieren müssen und uns deswegen am Ende die Kraft ausgeht.“

Doch Peter Maschke geht trotzdem mit Optimismus voran. „Wenn alle fit sind, gibt es auch eine Chance auf die Meisterschaft. An so einem Wochenende kann viel zusammenkommen, da kann man als Trainer vorher gar nicht so genau abschätzen, welche Faktoren noch wichtig werden“.

Besonders für ihn persönlich wäre ein erstmaliger Titelgewinn bei seiner vorerst letzten Deutschen Meisterschaft im Traineramt ein herausragendes Ereignis.

Samstag, 3. März

11:30 Uhr | vs. SC Frankfurt 80

14:30 Uhr | vs. Uhlenhorst Mülheim

17:30 Uhr | vs. Großflottbeker THGC

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Männliche Jugend A in Tresenwald (bei Leipzig)

Ohne Hinrichs zum Überraschungscoup?

Als klar wurde, dass Theo Hinrichs bei den Deutschen Meisterschaften der männlichen Jugend A nicht dabei sein wird, war das schon ein kleiner Schock für das Team um Trainer Bastian Scheurer. Der absolute Führungsspieler der Mannschaft muss zu einem Lehrgang der des A-Kaders in Valencia. Doch mittlerweile ist ‚Basti‘ optimistisch: „Meiner Vermutung und Hoffnung nach, ist das jetzt unsere Chance, dass wir vielleicht ein bisschen unterschätzt werden. Der Vorteil daran, dass Theo nicht dabei ist, kann sein, dass alle anderen sich jetzt noch mehr reinhauen als sonst.“

Spieler wie Jossip Anzeneder, Yannick Dehoff, Tobias Herre und Luis Holste sollen bei der Endrunde in Tresenwald – in der Nähe von Leipzig – die entstandenen Lücken schließen.

Bei den Gruppenspielen rechnet sich Scheurer trotz der vermeintlich schwierigeren Gruppe gute Chancen aus. „Wir müssen auf jeden Fall das Auftaktspiel gewinnen“, setzt er als Ziel. „Auch gegen Uhlenhorst Mülheim habe ich ein gutes Gefühl. Ich hoffe sehr, dass wir schon sechs Punkte gesammelt haben, bis wir im letzten Gruppenspiel auf den UHC Hamburg treffen“.

Stärken des Teams sind ihre Konter und Ecken, mit denen die anderen Turnierfavoriten UHC Hamburg und Berliner HC bezwungen werden sollen.

„Die Mannschaft ist gut genug, um ins Halbfinale zu kommen. Im Halbfinale und im Finale ist wiederum alles möglich, das Niveau ist hoch und die Spiele werden eng sein. Deswegen glaube ich schon daran, dass wir Deutscher Meister werden können“, gibt sich der Trainer zuversichtlich.

Samstag, 3. März

11:30 Uhr | vs. Nürnberger HTC

14:30 Uhr | vs. Uhlenhorst Mülheim

17:30 Uhr | vs. UHC Hamburg

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